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Kryptowährungen verstehen – das Handeln mit Coins

von Paul

Im Gegensatz zum Zentralbankgeld existieren Kryptowährungen ausschliesslich digital. In der Theorie bieten Bitcoin und Co. eine Alternative zu klassischen Währungen, doch in der Realität dienen sie bisher vor allen Dingen als spekulatives Finanzinstrument.

Trading von Kryptowährungen - so funktioniert das Handeln mit Coins

Kryptowährungen existieren nur digital, das Handeln mit Coins ist damit ausschliesslich online möglich. Für interessierte Trader gibt es einiges zu beachten.

Wo findet das Handeln mit Coins statt?

Wie die Wertpapierbörsen für klassische Währungen gibt es auch für Kryptowährungen einen Marktplatz: Auf Cryptocoin-Börsen werden die digitalen Währungen gehandelt.

Die Börsen für Coins funktionieren wie klassische Wertpapierbörsen, existieren jedoch ausschliesslich online. Derzeit (2018) gibt es über zehn von ihnen, als grösste Krypto-Börse gilt Bitfinex. Untereinander unterscheiden sich die einzelnen Marktplätze vor allem in den Kryptowährungen, die dort gehandelt werden können. Bei den meisten sind das maximal drei: Bitcoin, Ethereum und Litecoin.

Auf manchen Plattformen können ausschliesslich digitale Währungen untereinander gehandelt werden. Auf anderen Krypto-Börsen und Wechselstuben haben Trader hingegen die Möglichkeit, Coins gegen Zentralbankgeld, häufig auch als Fiat-Geld bezeichnet, zu erwerben.

Was sind Bitcoin-Wechselstuben?

Streng genommen muss bei den Handelsplattformen für Kryptowährungen zwischen reinen Cryptocoin-Börsen und Bitcoin-Wechselstuben unterschieden werden. Krypto-Börsen funktionieren wie eine Präsenzbörse am Aktienmarkt: Trader handeln untereinander, der Betreiber der Börse stellt weder Kurse, noch hält er selbst Coin-Bestände.

Anders ist es bei den sogenannten Bitcoin-Wechselstuben. Der Anbieter stellt hier eigene Kurse und hat eigene Bestände, die er auch verkaufen kann. Damit wird die Liquidität sichergestellt. Ein weiterer Vorteil ist auch, dass Trader weitestgehend anonym bleiben können. Normalerweise werden weder Wallet noch Konto benötigt.

Wie registriert man sich auf einer Cryptocoin-Börse?

Anders als bei vielen Wechselstuben, muss man sich auf Krypto-Börsen registrieren. Dazu benötigen Sie meist nur eine E-Mail-Adresse und ein Passwort. Zur Gewährleistung der Sicherheit kommt häufig die Zwei-Faktor-Authentifizierung, auch als 2FA abgekürzt, zum Einsatz. Darunter versteht man ein System, das einen doppelten Identitätsnachweis verlangt.

Mögliche Komponenten dieser Prüfung sind u.a.:

  • Wissen des Nutzers (z.B. Passwort)
  • Eigentum des Nutzers (z.B. Schlüssel)
  • Körperliche Eigenschaft des Nutzers (z.B. Fingerabdruck)

Diese Faktoren sind beliebig kombinierbar und wurden schon lange vor dem Aufkommen von Krypto-Börsen eingesetzt. In der Praxis kommen sie beispielsweise bei Banken zum Einsatz: Um am Automaten Geld abzuheben, werden Wissen und Eigentum abgefragt – Kunden benötigen ihre Bankkarte und ihren PIN.

Bei der Nutzung von Krypto-Börsen empfehlen wir, unbedingt auf eine Zwei-Faktor-Authentifizierung zu achten. Meist bestehen die Komponenten aus einem Passwort und einem QR-Code, der auf Ihr Smartphone gesendet wird. Das Risiko eines Fremdzugriffs wird damit erheblich gesenkt.

Wie handelt man auf einer Krypto-Börse?

Zum Start muss der Account mit Zentralbankwährung oder einer digitalen Währung aufgeladen werden. Damit können Trader dann die gewünschten Coins erwerben, die anschliessend im sogenannten Wallet aufbewahrt werden.

Darunter versteht man in diesem Zusammenhang ein elektronisches Portemonnaie. Mittels bestimmter Datensätze wird in ihm der persönliche Coin-Bestand eines Traders dokumentiert.

Welche Arten von Wallets gibt es?

Die einzelnen Wallets werden in zwei grosse Gruppen unterteilt: Online-Wallets und Offline-Wallets. Erstere bergen theoretisch immer das Risiko eines fremden Zugriffs und damit auch des Diebstahls der Coins durch Hacker, während Offline-Wallets ohne Internet auskommen und in Papierform als sogenanntes Paper Wallet oder in der Hardware-Variante, wie beispielsweise dem Ledger, daherkommen.

Für jedes Wallet gibt es einen öffentlichen und einen privaten Schlüssel. Letzterer funktioniert wir ein geheimes Passwort, während der öffentliche Schlüssel eher einer IBAN und damit einer Art Adresse gleicht, über die Kryptowährungen versendet und empfangen werden können. Werden im entsprechenden Wallet nur Bitcoins verwaltet, spricht man auch von einer Bitcoin-Adresse.

Was ist ein Crypto-Broker?

Die Eröffnung eines Wallets ist mit einem – überschaubaren – technischen Aufwand verbunden. Wer den nicht betreiben und dennoch beim Handeln mit Coins mitmachen möchte, findet bei Crypto-Brokern eine Alternative.

Darunter versteht man CFD-Broker, die unter anderem Kryptowährungen als Basiswerte zur Verfügung stellen. Aktuell (2018) sind das etwa zehn, doch es ist abzusehen, dass diese Zahl in der nächsten Zeit deutlich wachsen wird.

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Weitere wichtige Informationen und Tipps zu Kryptowährungen:

Kryptowährungen verstehen – so funktionieren Coins
Wichtige Begriffe verstehen – Kryptowährungen einfach erklärt
Wie übertrage ich Kryptowährungen in mein Wallet?

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