Das passt ja: Ausgerechnet in Zug, dank seiner vielen Startups aus der Szene rund um Blockchain und Kryptowährungen so gern als Krypto-Valley bezeichnet, startet am 25. Juni die erste Blockchain-Abstimmung auf Ethereum-Basis statt. Bis zum 01. Juli können zuvor registrierte Bürger der Stadt in einem Testlauf abstimmen. Dabei handelt es sich um ein gemeinsames Forschungsprojekt der Stadt Zug und der Hochschule Luzern.

Die Blockchain-Abstimmung ist ein weiteres Beispiel für die Offenheit Zugs gegenüber der Blockchain-Technologie. Nicht grundlos ist die Dichte an Szene-Startups hier besonders hoch – schon lange zeigt sich Zug unternehmer- und kryptofreundlich.

Sichere Wahlen dank Blockchain

Im vergangenen November hatte die Stadt im Rahmen eines Pilotprogrammes ein Ethereum-basiertes eID-System des Anbieters uPort eingeführt, dass den Zugern digitale Zahlungsdienste ermöglicht. Die Nutzer haben über die Verwendung einer dezentralen Datenbank Kontrolle über ihre Daten. Und eben dieses eID-System soll nun auch der kommenden Testwahl dienen, in der laut Stadtportal «sicherheitsrelevante Aspekte», konkret Persönlichkeitsschutz, Abstimmungsgeheimnis, Unveränderbarkeit, Prüf- und Nachvollziehbarkeit untersucht werden sollen.

Für ihre digitale ID müssen sich die Einwohner Zugs über die Website der Stadt registrieren und die zugehörige App downloaden. Nach einer einmaligen persönlichen Beglaubigung durch die Einwohnerkontrolle ist der Account einsatzbereit und es kann gewählt werden.

Die Zukunft der Wahlen?

Bei der Abstimmung handelt es sich um eine Konsultativabstimmung, ist also, anders als die ordentliche Volksabstimmung, nicht rechtlich bindend. Die Stadt erwartet sich «wertvolle Hinweise aus der Bevölkerung» – und ganz nebenbei auch wichtige Forschungsergebnisse, welche die Zukunft der Wahlen prägen könnten.

Das E-Voting besteht aus zwei Fragen, die mit Ja oder Nein beantwortet werden können und einer Frage mit mehreren Auswahlmöglichkeiten:

  1. Finden Sie es gut, dass am Zuger Seefest alljährlich ein Feuerwerk den Himmel erhellt? (Ja/Nein)
  2. Erleben Sie den Prozess dieser Abstimmung mittels Digital-ID als einfach? (Ja/Nein)
  3. Aktuell werden verschiedene Anwendungsmöglichkeiten der digitalen ID evaluiert. Welche der nachfolgenden Anwendungsmöglichkeiten würden Sie weiterverfolgen? (eine Antwort möglich):

a) Ausleihe von Büchern in der Bibliothek mittels digitaler ID
b) Bezahlung von Parkgebühren mittels digitaler ID bzw. Ein-/Ausfahrt in städtische Parkgaragen
c) Ausleihe von Stadtvelos an verschiedenen Orten der Stadt
d) Anbindung an ZUG-LOGIN bzw. Einreichung der elektronischen Steuererklärung
e) Regelmässige Volksbefragungen

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