Was ist Bitcoin – diese Frage stellen sich viele Menschen immer noch, da sie nicht verstanden haben, was es mit der Kryptowährung auf sich hat. Doch auch bei Investoren und Experten schneiden sich die Geister. Ist Bitcoin ein Zahlungsmittel oder doch eher ein Wertspeicher? Oder ist BTC einfach die Mischung aus einem Wertspeicher und deflationärem Geldsystem (aktuell ist Bitcoin noch leicht inflationär)? Wie dem auch sei. Fakt ist, dass Bitcoin noch längst nicht als so sichere Anlage wie Gold betrachtet wird. Das hat viele Gründe. Während viele Staaten der Welt auf Goldreserven setzen, ist Bitcoin gerade mal in marginalen Mengen als Sicherheit in den Händen von Staaten bzw. Zentralbanken. Das einzige Land, das aktuell Reserven in Bitcoin hält, ist El Salvador. Im mittelamerikanischen Staat ist Bitcoin seit dem 7. September 2021 neben dem US-Dollar gesetzliches Zahlungsmittel. Seitdem hat Präsident Nayib Bukele im Namen des Staates 1.801 BTC gekauft und dafür rund 90 Millionen US-Dollar gezahlt, der aktuelle Wert der Coins beläuft sich hingegen nur noch auf 70 Millionen US-Dollar. Solange El Salvador die Bitcoins weiter hält, wurde allerdings auch noch kein Verlust realisiert. Den Vergleich mit Gold ziehen jedoch immer mehr Leute.

«Derisking» im Kryptowährungssektor – Bitcoin wie Gold?

Bobby Zagotta, CEO von Bitsampt,  ist der Ansicht, dass es derzeit ein kleines «Derisking» im Sektor der digitalen Vermögenswerte gibt, da sich viele Anleger Stablecoins zugewandt haben. Er sagte jedoch voraus, dass Bitcoin bald wie Gold gehandelt werden könnte, wenn sich private Kryptowährungen im Mainstream durchsetzen.

Viele Investoren vergleichen Bitcoin oft mit Gold und argumentieren, dass er eine Absicherung gegen Inflation und eine alternative Anlagestrategie in Zeiten einer Finanzkrise darstellt (so wie das Edelmetall seit Jahren betrachtet wird). Auch Zagotta gehört zu den Befürwortern dieser These.

In einem kürzlich geführten Interview für CNBC prognostizierte der Top-Manager, dass BTC wie Gold gehandelt werden könnte, sobald die Kryptowährung zu einer «Mainstream-Investition» wird. Trotz einer rasanten Entwicklung habe die führende Kryptowährung diesen Punkt noch nicht erreicht.

Zagotta skizzierte die Unsicherheit, die heute auf den Finanzmärkten herrscht. Seiner Ansicht nach hält sich die Mehrheit der Anleger derzeit von Risikoanlagen wie digitalen Währungen fern. Die ständig steigenden Preise für Waren und Dienstleistungen, die COVID-19-Pandemie und der militärische Konflikt in der Ukraine haben viele Menschen dazu veranlasst, ihr Geld in weniger volatile Anlagen zu investieren, darunter auch in Stablecoins, erklärte er.

Der CEO ging auch auf die Durchführungsverordnung von Präsident Joe Biden zu digitalen Währungen ein. Er merkte an, dass es Millionen von Krypto-Investoren in den USA gibt, und es ist «wirklich wichtig, dass die Regierung die Möglichkeit als legitim und gültig anerkennt.» Zagotta glaubt, dass die Richtlinie ein «starker Schritt in Richtung Klarheit» ist, was wiederum das Vertrauen der Verbraucher stärken wird.

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