Stille im Kryptomarkt gilt selten als gutes Zeichen. Kurse treten auf der Stelle, Euphorie fehlt, Meme-Coins verschwinden aus den Trends. Doch genau diese Ruhe könnte der Vorbote einer neuen Rally sein. Das zumindest legt eine aktuelle Analyse des auf On-Chain- und Social-Daten spezialisierten Unternehmens Santiment nahe.

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Die Datenanalysten beobachten seit Wochen einen markanten Rückgang der Diskussionen rund um Altcoins in sozialen Netzwerken. Begriffe wie «Altseason», «Moon» oder «schnell reich werden» tauchen deutlich seltener auf. Die Stimmung wirkt ernüchtert, fast apathisch. Laut Santiment ist genau das historisch betrachtet kein schlechtes Omen.

Altcoin-Rallye? Diese Analyse sorgt für Aufsehen

«Aktuell sind Altcoin-Diskussionen in sozialen Medien sehr niedrig», heisst es in der Auswertung. Viele Anleger zeigten sich desillusioniert, die Erwartungen seien gedämpft. «Wenn man in die Vergangenheit blickt, trat dieser Zustand häufig vor Aufwärtsbewegungen auf. Immer wenn die Gespräche über Altcoins ihren Tiefpunkt erreichten, folgten später oft Rallys.» Die These ist so simpel wie psychologisch schlüssig: Wenn niemand mehr über ein Asset spricht, sind viele Verkäufer bereits aus dem Markt. Die spekulative Überhitzung ist abgebaut. Der Boden entsteht nicht im Jubel, sondern im Desinteresse.

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Umgekehrt sieht Santiment auch ein klares Warnsignal. «Wenn Altcoins, Meme-Coins und Begriffe wie ‘schnell reich werden’ übermässig diskutiert werden, deutet das auf FOMO hin.» FOMO – die Angst, etwas zu verpassen – markiert häufig späte Phasen eines Zyklus. Wenn selbst Aussenstehende plötzlich mitreden, ist der Höhepunkt oft nicht mehr fern. Der aktuelle Befund passt ins grössere Bild eines abgekühlten Marktes. Während Bitcoin in einer Seitwärtsphase verharrt, fehlt es vielen kleineren Projekten an Dynamik. Handelsvolumen sinken, Social-Media-Interaktionen nehmen ab. Euphorie ist einer nüchternen Analyse gewichen.

Krypto-Sprachlosigkeit im Netz ist messbar

Für erfahrene Marktbeobachter ist das kein unbekanntes Muster. Kryptomärkte verlaufen zyklisch, getrieben von Emotionen. Auf Hype folgt Ernüchterung. Auf Übermut folgt Skepsis. Santiment argumentiert, dass genau diese Skepsis den Nährboden für die nächste Bewegung bereiten könnte. Doch die Analysten relativieren zugleich. Das aktuelle Stimmungsbild sei «kein perfektes Signal». Nicht jede Phase geringen Interesses münde automatisch in einer Rally.

Märkte können länger lethargisch bleiben, als Anleger liquide sind. Makroökonomische Faktoren, regulatorische Entwicklungen und Liquidität spielen weiterhin eine zentrale Rolle. Trotzdem bleibt der psychologische Aspekt faszinierend. Der Kryptomarkt lebt von Narrativen. Wenn das Narrativ verstummt, entsteht Raum für eine neue Geschichte. Anleger, die in stillen Phasen Positionen aufbauen, handeln antizyklisch – und damit oft gegen das Bauchgefühl der Masse.

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Ob tatsächlich eine neue Altcoin-Rally bevorsteht, lässt sich nicht prognostizieren. Klar ist jedoch: Die aktuelle Sprachlosigkeit im Netz ist messbar. Und sie unterscheidet sich deutlich von den Phasen, in denen jeder zweite Post von schnellen Gewinnen träumte. Vielleicht ist es genau dieses Schweigen, das die lauteste Botschaft sendet. In der Krypto-Welt beginnt Euphorie selten mit einem Paukenschlag. Manchmal startet sie dort, wo niemand mehr hinsieht.

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