In den USA vollzieht sich derzeit der Konflikt Krypto gegen Banken. Mittendrin: Die Trump-Familie. Sogar US-Präsident Donald Trump äussert sich und bezieht eine klare Position – zugunsten von Krypto. Doch wie überraschend ist die Stellungnahme des Politikers wirklich?
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Krypto gegen Banken: Konflikt in USA wächst
In den USA wächst derzeit ein deutlich sichtbarer Konflikt zwischen der Kryptobranche und den Banken. Stein des Anstosses ist das US-amerikanische Krypto-Gesetz CLARITY, das sich seit 2025 in Arbeit befindet, wegen des Widerstandes des Senats allerdings nicht verabschiedet wird.
Der Widerstand unter den Senatoren kommt unter anderem durch die stark voneinander abweichenden Fassungen des Gesetzestextes zustande. Zahlreiche Kritiker beteuern, dass die Bankenlobby Einfluss auf das Gesetz ausgeübt habe und dieses damit seines eigentlichen Ziels beraube.
Zu den Kritikern der aktuellen Pattsituation gehören auch US-Präsident Donald Trump und dessen Sohn Eric Trump. Donald Trump veröffentlichte bereits vergangene Woche einen Beitrag über soziale Medien, in dem er die Geschäftsbanken hart unter Beschuss nahm.
“Der GENIUS Act wird von den Banken bedroht und untergraben, und das ist inakzeptabel – das werden wir nicht zulassen”, leitete der Politiker seine Botschaft ein. Er sprach damit auf ein Gesetz an, das er bereits im Juli 2025 ratifizierte und als Grundlage für den künftigen, alltäglichen Einsatz von Stablecoins in den USA gilt.
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Viele Grössen der Krypto-Szene griffen Trumps Kommentar auf und stimmten ihm zu. So auch Cardano-Gründer Charles Hoskinson.
Darum schlagen sich die Trumps auf die Seite von Krypto
Doch warum schlagen sich die Trumps auf die Seite von Krypto? Hinter dieser Entscheidung dürften sich verschiedene Interessen verbergen. So könnte die Trump-Familie aus Idealismus für einen gerechteren Finanzmarkt einstehen. Mehr Wettbewerb zwischen Banken und Stablecoins könnte das Geschäft zum Vorteil der Nutzer beleben.
Hinter dem Konflikt zwischen Banken und Krypto verbirgt sich vor allem die Ungewissheit über die Beliebtheit der Sparkonten, die Banken bisher viel günstiges Kapital bescherten, welches sie dann profitabel anlegen konnten. Durch höhere Zinsen könnten Stablecoin-Protokolle künftig beliebter werden als die Angebote der Banken.
“Die USA müssen die Marktstruktur so schnell wie möglich reformieren. Die Amerikaner sollten mit ihrem Geld mehr verdienen”, schrieb Trump.
Damit greift er eine populäre Kritik an Sparkonten auf, die ihren Kunden nur geringe Zinsen zahlen. Im Vergleich dazu lassen sich Stablecoins oft gewinnbringender anlegen, ohne dass im Hintergrund nennenswerte konzeptionelle Unterschiede ablaufen.
“Die Banken sollten nicht versuchen, GENIUS zu sabotieren oder CLARITY zu verhindern. Sie müssen eine gute Vereinbarung mit der Kryptobranche eingehen, weil dies den amerikanischen Bürgern den grössten Vorteil verschafft”, setzte Trump fort.
Verschiedene Bankhäuser hatten sich zuletzt kritisch über die Entwicklung des Marktes geäussert. So hatte mit Jamie Dimon sogar der Geschäftsführer der weltgrössten Bank JPMorgan negative Kommentare formuliert.
Eric Trump reagierte darauf zynisch. In einem X-Beitrag rügte er das Verhalten der Banken. So schrieb er:
“Lasst es mich ganz klar sagen: Grossbanken (denkt an JPMorgan Chase, Bank of America, Wells Fargo und weitere) machen Überstunden, nur um Amerikaner daran zu hindern, höhere Renditen auf ihr Vermögen zu erhalten.”
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In den USA könnten Stablecoins jährliche Renditen von rund vier Prozent bieten, während Banken lediglich 0,05 Prozent Zinsen auszahlen.
Trump-Familie wegen Krypto erneut in Interessenkonflikt
Was zunächst vielleicht wie Idealismus wirkt, könnte in Wahrheit jedoch auch der blanke Eigennutz sein. Denn die Trump-Familie steckt während des Streits zwischen Krypto und Banken mittendrin. Ein Interessenkonflikt könnte aufdecken, warum sich die Trumps auf die Seite von Krypto schlagen.
So betreiben sie mit World Liberty Financial einen Krypto-Dienst, der als Hub für verschiedenste Krypto-Anlagen dient oder dienen soll. WLFI könnte seinen Nutzern anbieten, Stablecoins gewinnbringend anzulegen. Als Teilhaber der Firma würden die Trumps mitverdienen.
Tatsächlich bewarb Eric Trump den Dienst in seiner Bankenkritik. So verlinkte er das X-Konto des Unternehmens, um ihm zusätzliche Aufmerksamkeit zu verschaffen.


