Während der Kryptomarkt schwankt und Schlagzeilen meist von Kursstürzen handeln, spielt sich im Hintergrund eine ganz andere Geschichte ab. Einer der einflussreichsten Player der globalen Finanzwelt berichtet von einem Trend, der viele Beobachter überraschen dürfte: Anleger verkaufen nicht – sie sammeln weiter Bitcoin ein. Darauf weist Robert Mitchnick, Leiter der Sparte für digitale Vermögenswerte beim Vermögensgiganten BlackRock, in einem Interview mit dem US-Wirtschaftssender CNBC hin.
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Trotz heftiger Kursschwankungen zeigten Investoren im Bereich der Spot-Bitcoin-ETFs ein erstaunlich stabiles Verhalten. Im Zentrum steht dabei der börsengehandelte Fonds iShares Bitcoin Trust. Dieser zählt zu den grössten Bitcoin-ETFs weltweit und wird von BlackRock verwaltet. Laut Mitchnick halten sich viele Anleger hier bewusst an eine langfristige Strategie – selbst in Phasen starker Preisrückgänge. Die jüngste Kursentwicklung hätte theoretisch für Panik sorgen können.
Bitcoin fällt – doch dieser Trend überrascht selbst BlackRock
Seit dem Allzeithoch im Oktober verlor Bitcoin rund die Hälfte seines Wertes. In klassischen Finanzmärkten löst ein solcher Rückgang oft hektische Verkäufe aus. Doch genau das scheint im ETF-Segment nicht zu passieren. Mitchnick beschreibt ein anderes Bild: Viele Anleger verfolgen eine klassische «Buy-and-Hold»-Strategie. Sie reagieren weniger auf kurzfristige Preisschwankungen und orientieren sich stärker an langfristigen Fundamentaldaten. «In diesen Produkten gibt es deutlich mehr Investoren mit einer Kauf-und-Halten-Strategie, als viele glauben», erklärte der BlackRock-Manager.
Besonders auffällig ist die Entwicklung beim IBIT-Fonds. Trotz des deutlichen Preisrückgangs von Bitcoin blieben die Kapitalzuflüsse seit Jahresbeginn positiv. Ein ungewöhnliches Phänomen im ETF-Markt. Denn normalerweise verlieren Fonds mit negativer Kursentwicklung schnell an Attraktivität. Anleger ziehen Geld ab und suchen nach besser laufenden Alternativen. Beim Bitcoin-ETF von BlackRock scheint sich jedoch ein anderes Verhalten durchzusetzen.
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Viele Investoren betrachten Kursrückgänge offenbar nicht als Warnsignal, sondern als Einstiegsmöglichkeit. Mitchnick betont, dass vor allem Privatanleger eine wichtige Rolle spielen. Diese Gruppe gehöre zu den langfristig orientiertesten Investoren im gesamten ETF-Segment. Für sie stellen sinkende Kurse eher eine Gelegenheit dar, zusätzliche Positionen aufzubauen. Ganz anders agiert ein kleiner Teil der Marktteilnehmer. Hedgefonds nutzen häufig sogenannte Basis-Strategien, bei denen kurzfristige Preisunterschiede zwischen verschiedenen Märkten ausgenutzt werden. Laut Mitchnick macht diese Gruppe jedoch nur rund zehn Prozent der gesamten Nachfrage aus.
Blick auf 2025 unterstreicht Krypto-Entwicklung
Der weitaus grössere Teil – über 90 Prozent – besteht aus Privatanlegern, Finanzberatern und institutionellen Investoren. Und diese zeigen laut BlackRock ein bemerkenswert konstantes Verhalten. Ein Blick auf die Zahlen aus dem Jahr 2025 unterstreicht diese Entwicklung. Laut Mitchnick gehörte der IBIT-Fonds zu den weltweit erfolgreichsten ETFs in Bezug auf Kapitalzuflüsse – obwohl die Kursentwicklung von Bitcoin in diesem Zeitraum negativ war.
Mit rund 26 Milliarden Dollar an Zuflüssen schaffte es der Fonds sogar auf Platz vier der ETFs mit den höchsten Mittelzuflüssen weltweit. Ein bemerkenswertes Ergebnis. Vor allem deshalb, weil IBIT gleichzeitig zu den wenigen Produkten gehörte, die trotz schwacher Preisentwicklung enorme Investoreninteressen anzogen. Die Aussagen des BlackRock-Managers liefern damit einen seltenen Einblick in das Verhalten grosser Anlegergruppen.
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Während Schlagzeilen oft von Panikverkäufen handeln, entsteht im Hintergrund offenbar eine andere Dynamik. Viele Investoren halten ihre Positionen – oder bauen sie sogar aus. Mitchnicks Botschaft ist deshalb eindeutig: Ein grosser Teil der ETF-Anleger verlässt den Markt nicht. Im Gegenteil. Während die Kurse schwanken, scheint sich im Hintergrund eine langfristige Akkumulation zu entwickeln. Oder anders gesagt: Manche kaufen – und zwar ziemlich leise. (mck)


