45 Wochen lang war Schluss. Jetzt hat Bitcoin eine technische Marke zurückerobert, die in vergangenen Marktzyklen eine besondere Rolle gespielt hat. Die Kryptowährung schloss die vergangene Woche erstmals seit November 2025 wieder oberhalb ihres 50-Wochen-Durchschnitts. Für Alex Thorn, Forschungschef von Galaxy, ist das mehr als nur eine Zahl auf dem Chart. Historisch betrachtet könnte es ein Hinweis darauf sein, dass das Tief des aktuellen Bärenmarkts bereits hinter Bitcoin liegt.
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Thorn machte auf X auf den ungewöhnlichen Moment aufmerksam. Bitcoin habe erstmals seit 45 Wochen wieder eine Wochenkerze oberhalb des 50-Wochen-Durchschnitts abgeschlossen. Anschliessend verwies er auf die Vergangenheit, dass in früheren Bärenmärkten die Rückeroberung dieser Linie häufig ein Zeichen dafür war, dass die entscheidende Talsohle bereits erreicht worden war. Warum ausgerechnet 50 Wochen?
Bitcoin überwindet wichtige Marke: Ist das Schlimmste jetzt vorbei?
Der gleitende Durchschnitt bildet den Durchschnitt der wöchentlichen Bitcoin-Schlusskurse über die vergangenen 50 Wochen ab. Galaxy hatte sich bereits Ende August ausführlich mit diesem Indikator beschäftigt. Damals lag der 50-Wochen-Durchschnitt bei rund 81.800 Dollar und fungierte nach der Analyse als eine Art Decke über dem Markt. Bitcoin war über Monate immer wieder an dieser Marke gescheitert.
Nun ist diese Decke zumindest auf Wochenbasis durchbrochen. Bitcoin beendete die Woche zum 20. September bei rund 81.159 Dollar und lag damit etwa drei Prozent über dem damaligen 50-Wochen-Durchschnitt von rund 78.786 Dollar. Gleichzeitig hat sich der Kurs seit dem Tief vom 30. Juni bei rund 58.525 Dollar deutlich erholt. Innerhalb von 35 Tagen legte Bitcoin laut Thorn rund 29 Prozent zu.
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Der Blick zurück erklärt, warum die Bewegung derzeit so viel Aufmerksamkeit bekommt. In der Galaxy-Analyse wurden 13 Fälle untersucht, in denen Bitcoin während abgeschlossener Bärenmärkte nach einem Verlust der 50-Wochen-Linie wieder darüber schloss. In elf dieser Fälle folgte kein neues Tief. Zwei Ausnahmen gab es allerdings – beide während des schwierigen Marktzyklus 2021/22.
Galaxy-Experte sieht ein wichtiges BTC-Signal
Damals gelang Bitcoin die Rückeroberung zunächst ebenfalls, bevor der Kurs später nochmals deutlich abrutschte. Genau deshalb bleibt Vorsicht angebracht. Auch Thorn stellt die aktuelle Entwicklung nicht als endgültigen Beweis für einen neuen Bullenmarkt dar. Ein einzelner Wochenschluss kann ein wichtiges technisches Signal sein, ersetzt aber keine umfassendere Betrachtung des Marktumfelds.
Entscheidend wird nun, ob Bitcoin die zurückeroberte Linie auch in den kommenden Wochen verteidigen kann. Für Anleger ist damit eine interessante Situation entstanden: Der Markt hat ein Signal geliefert, auf das technische Analysten seit Monaten gewartet haben. Ob daraus tatsächlich das Ende des aktuellen Bärenmarkts wird, muss sich allerdings erst zeigen. Die 50-Wochen-Linie ist zurückerobert – jetzt muss Bitcoin beweisen, dass sie nicht nur kurzzeitig überwunden wurde, sondern zum neuen Boden werden kann. (mck)


