Satoshi Nakamoto besitzt bereits ein Bitcoin-Vermögen, das zu den grössten der Welt zählt. Die Coins des geheimnisvollen Bitcoin-Erfinders gelten seit mehr als 15 Jahren als unberührt. Umso grösser ist die Aufmerksamkeit, wenn auf Wallets, die dem Bitcoin-Schöpfer zugeschrieben werden, plötzlich neue Transaktionen eingehen. Genau das ist nun passiert – und sorgt in der Krypto-Szene für reichlich Spekulationen.
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Wie Onchain-Daten zeigen, wurden innerhalb von zwei Tagen Bitcoin im Wert von mehr als 5.000 US-Dollar an eine Adresse überwiesen, die nach gängiger Analyse Satoshi Nakamoto zugeordnet wird. Wer hinter den Transaktionen steckt und warum die Coins ausgerechnet an diese Wallet geschickt wurden, ist bislang völlig unklar.
Satoshi Nakamoto: Krypto-Szene rätselt um Bitcoin-Überweisungen
Fest steht lediglich, was die Blockchain verrät. Die Absenderadressen lassen sich Hot Wallets des Fintech-Unternehmens Revolut zuordnen. Daraus lässt sich jedoch nicht schliessen, dass Revolut selbst die Überweisungen vorgenommen hat. Solche Wallets bündeln in der Regel Transaktionen zahlreicher Kunden. Ob die Bitcoins von einer einzelnen Person oder mehreren Nutzern stammen, bleibt deshalb offen. Ebenso vorsichtig muss die Zuordnung der Empfängeradresse betrachtet werden. Zwar gilt sie in der Kryptobranche seit Jahren als eine der Wallets, die mit hoher Wahrscheinlichkeit Satoshi Nakamoto gehören.
Einen endgültigen Beweis gibt es dafür allerdings bis heute nicht. Die Annahme basiert auf dem sogenannten «Patoshi»-Muster. Der Sicherheitsforscher Sergio Demian Lerner identifizierte bereits 2013 auffällige Mining-Muster aus den Anfangsjahren des Bitcoin-Netzwerks. Aufgrund technischer Besonderheiten im frühen Bitcoin-Code konnten zahlreiche früh geschürfte Blöcke einem einzelnen Miner zugeordnet werden. Viele Experten gehen davon aus, dass es sich dabei um Satoshi Nakamoto handelt.
Daraus entstand eine Liste von Wallets, die dem Bitcoin-Erfinder mit hoher Wahrscheinlichkeit zugeschrieben werden. Doch weshalb sollte jemand freiwillig Bitcoin an eine Adresse senden, deren Besitzer seit Jahren verschwunden ist und deren Guthaben nie bewegt wurde? Genau diese Frage beschäftigt derzeit Analysten und Mitglieder der Community. Eine mögliche Erklärung lautet, dass es sich um eine symbolische Geste handelt – eine Art digitales Denkmal für den Erfinder von Bitcoin. Andere vermuten eine gezielte PR-Aktion oder einen Test, um zu überprüfen, wie Blockchain-Analyseplattformen auf solche Transaktionen reagieren.
Plötzlich füllt jemand Satoshis Wallet – niemand weiss warum
Ebenso denkbar ist ein schlichtes Missgeschick. Falsch kopierte Wallet-Adressen oder versehentliche Überweisungen kommen im Kryptomarkt immer wieder vor. Allerdings erscheint diese Erklärung vielen Beobachtern angesichts der besonderen Empfängeradresse eher unwahrscheinlich. Eines lässt sich aus den neuen Transaktionen jedenfalls nicht ableiten: dass Satoshi Nakamoto plötzlich zurückgekehrt ist. Eingehende Zahlungen beweisen lediglich, dass jemand Coins an eine bekannte Adresse geschickt hat.
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Erst wenn Bitcoin aus Wallets bewegt würden, die eindeutig dem Bitcoin-Erfinder zugeschrieben werden, wäre das eine echte Sensation. Bis dahin bleibt das Rätsel bestehen. Die überwiesenen Bitcoin dürften mit grosser Wahrscheinlichkeit dauerhaft unangetastet bleiben und sich zu den schätzungsweise über einer Million Bitcoin gesellen, die Satoshi Nakamoto zugerechnet werden. Für die Kryptoszene ist der Fall dennoch ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie selbst vergleichsweise kleine Transaktionen rund um den geheimnisvollsten Namen der Branche weltweit für Schlagzeilen sorgen können. (mck)


