In den letzten Tagen äussert die Krypto-Szene schwere Vorwürfe gegen World Liberty Financial (kurz WLFI). Es handelt sich um eine Krypto-Plattform, an der die Trump-Familie massgeblich beteiligt ist. Angeblich missbrauchen wenige Strippenzieher den Dienst, um auf betrügerische Weise Geld zu scheffeln.
Bitvavo, eine der führenden Börsen aus Europa (Niederlanden) mit einer grossen Auswahl an Kryptowährungen. PayPal Einzahlung möglich. Extra für kurze Zeit: 20 Euro Bonus bei Anmeldung über CoinPro.ch
WLFI eine Betrugsmasche? Darum werden Vorwürfe gegen die Trumps laut
In der Krypto-Szene sind über die vergangenen Tage schwere Vorwürfe gegen WLFI laut geworden. WLFI oder World Liberty Financial ist eine in Arbeit befindliche DeFi-Plattform, die besonders wegen ihrer Verbindung zur Trump-Familie Bekanntheit erlangte.
Die Trumps gründeten das Unternehmen im Jahr 2024 zusammen mit weiteren Geschäftspartnern. Bis heute sind sie Anteilseigner. Eric Trump und Donald Trump jr., zwei Söhne des US-Präsidenten Donald Trump, sollen in führenden Positionen aktiv an der Verwaltung des Unternehmens beteiligt sein.
Vergangenen Donnerstag veröffentlichte die Gazette CoinDesk einen Bericht über WLFI und deckte dabei womöglich zwielichtige Geschäftspraktiken auf. Demnach nutzten die Betreiber der Plattform ihren gleichnamigen Token WLFI, um ihn als Kreditsicherheit anzulegen und so Stablecoins freizulegen.
Das Problem: Die Betreiber von WLFI ergatterten die Liquidität vom Lending-Dienst Dolomite, mit dem man eng verwoben sei. Corey Caplan, Mitgründer von Dolomite, ist gleichzeitig ein Berater von WLFI.
Insgesamt legte World Liberty Financial fünf Milliarden WLFI bei Dolomite an und erhielt dafür 75 Millionen US-Dollar in Form des Stablecoins USD1 ausgezahlt. USD1 ist ebenfalls ein von World Liberty Financial betriebener Token.
Das Unternehmen World Liberty Financial verwendet demnach seinen eigenen ungedeckten, volatilen Token WLFI, um von Investoren bereitgestellte Liquidität zu beanspruchen. 93 Prozent aller auf Dolomite angelegten USD1 sind bereits verliehen.
“Bei dieser Auslastung können viele der Einleger, die USD1 in den Pool eingezahlt haben, in der Erwartung, diesen nach Belieben abheben zu können, dies nicht gleichzeitig tun. Ihre Gelder sind praktisch gesperrt, bis der Kreditnehmer seine Schulden zurückgezahlt hat”, kommentiert CoinDesk die Situation.
Dass WLFI als Kreditsicherheit dient, ist ein weiteres Problem. Der Token könnte wegen seines geringen Handelsvolumens rasch fallen und würde den Anlegern, die World Liberty mit ihren USD1 augestattet haben, bei seiner Liquidierung weitere Schäden verursachen.
Vereinzelt spekulieren X-Nutzer, dass World Liberty die Kredite nutzen könnte, um auf Prognosemärkten auf politische Massnahmen zu wetten, die US-Präsident Donald Trump vornimmt. Wegen des Insiderwissens der Verantwortlichen wären Verluste in den Wetten nahezu unmöglich. Gestern berichtete CoinDesk, WLFI habe 22 Millionen neuer USD1 erschaffen, was der Entwicklung zusätzlichen Antrieb verleiht.
Darum warnt Grossinvestor Justin Sun vor WLFI
Nur wenige Tage nach dem ersten Skandal goss Krypto-Unternehmer Justin Sun weiteres Öl ins Feuer. So machte er den Strippenziehern von World Liberty Financial wegen ihres Umgangs mit dem Token WLFI schwere Vorwürfe.
Justin Sun ist Erfinder der Tron-Blockchain und seit Jahren einer der bekanntesten Grossinvestoren der Kryptobranche. 2025 investierte er 75 Millionen US-Dollar in das Krypto-Projekt der Trumps. Sun versprach sich davon augenscheinlich sowohl finanzielle als auch juristische Vorteile. Ermittlungen der US-Börsenaufsicht SEC gegen Sun wurden anschliessend eingestellt. Nun zeigt er sich jedoch enttäuscht.
“Ich bin das erste und grösste Opfer – bereits im Jahr 2025 haben sie illegal mein WLFI-Wallet auf die Blacklist gesetzt, was gegen grundlegende Investorenrechte und die Fairnessprinzipien der Blockchain verstösst”, schrieb Sun.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Der gebürtige Chinese behauptet, dass WLFI im Ausschluss der Öffentlichkeit von wenigen einflussreichen Betreibern manipuliert werde. Eigentlich soll es sich um einen Governance-Token handeln. Entscheidende Abstimmungen sollen jedoch nur wenigen Nutzern zugänglich sein, statt der breiten Masse an Haltern.
Zudem sollen die Strippenzieher eine schwarze Liste führen, auf der unliebsame Wallet-Adressen gesammelt werden. Deren WLFI können nach Belieben gesperrt oder sogar vernichtet werden. Laut Sun seien seine Gelder 2025 einer solchen Sperre zum Opfer gefallen.
World Liberty Financial, so Sun, verstecke sich hinter den Werten der Freiheit und Dezentralisierung, agiere dann aber mit voller Absicht gegen diese Werte. Die Verantwortlichen fordert er deshalb dazu auf, die Konditionen zu verbessern. Andernfalls sei das Projekt nicht zukunftsfähig.
“Die Taten des WLFI-Teams untergraben das Vertrauen der Gemeinschaft in das Projekt. Entsperrt die Token und wahrt die Transparenz. Lasst uns mittels Integrität schaffen, nicht mit Unredlichkeit.”
Sun gab nicht preis, wer die entscheidenden Strippenzieher hinter WLFI sind. Der Marktwert des Tokens litt in Folge der Vorwürfe erheblich. Im Wochentrend sank der WLFI-Kurs um 14 Prozent auf 0,081 US-Dollar.



