Elon Musks Plattform X arbeitet offenbar am nächsten Ausbau ihrer Krypto-Strategie. Offiziell bestätigt ist bislang nichts. Doch ausgerechnet ein ehemaliger Produktchef des Unternehmens hat nun einen Hinweis geliefert, der in der Kryptoszene für Aufsehen sorgt. Sollten sich seine Aussagen bewahrheiten, könnten Nutzer künftig digitale Vermögenswerte direkt über die Plattform kaufen und verkaufen – ohne den Umweg über externe Anwendungen.
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Seit Elon Musk Twitter übernommen und in X umbenannt hat, kursieren immer wieder Spekulationen über eine stärkere Verknüpfung von sozialen Medien, Finanzdienstleistungen und Kryptowährungen. Musk selbst gilt seit Jahren als einer der prominentesten Unterstützer digitaler Vermögenswerte. Vor allem Dogecoin profitierte mehrfach von seinen öffentlichen Aussagen. Gleichzeitig verfolgt X das Ziel, sich von einem klassischen sozialen Netzwerk zu einer umfassenden Plattform für Kommunikation, Bezahlung und digitale Dienstleistungen zu entwickeln.
X plant den nächsten Krypto-Coup
Nun könnte der nächste Baustein dieses Plans bevorstehen. Auslöser der jüngsten Diskussion ist Nikita Bier, der bis Anfang August als Produktmanager bei X tätig war und das Unternehmen inzwischen verlassen hat. Wie Bier selbst mitteilte, bleibt er X jedoch weiterhin als Berater verbunden. In einer Antwort auf einen kritischen Beitrag auf der Plattform sprach er überraschend über neue Funktionen rund um Kryptowährungen.
Dabei wehrte er sich zunächst gegen den Vorwurf, Inhalte aus der Kryptobranche auf X bewusst einzuschränken. Stattdessen verwies Bier auf bereits eingeführte Funktionen. So seien unter seiner Leitung die sogenannten Cashtags erweitert worden. Nutzer könnten inzwischen Charts zahlreicher Kryptowährungen wie Ether oder Solana direkt in Beiträge einbinden. Auch die Anzeige von Smart-Contract-Adressen neuer Token sei bereits möglich.
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Besonders aufmerksam machte jedoch sein letzter Satz. Wörtlich erklärte Bier: «Wovon sprichst du? Cashtags habe ich bereits eingeführt. Menschen können Charts von Ether, Solana und vielen anderen Kryptowährungen teilen. Sogar die Contract-Adressen neuer Coins lassen sich einfügen. Ausserdem kommen bald auch Trading-Buttons.»
Mehr Details nannte der ehemalige Manager nicht. Gerade diese knappe Formulierung genügte jedoch, um zahlreiche Spekulationen auszulösen. Denn sogenannte «Trading-Buttons» würden naheliegenderweise bedeuten, dass Nutzer Kauf- und Verkaufsaufträge direkt innerhalb von X ausführen könnten. Ob dies über einen externen Partner oder über eine eigene Infrastruktur erfolgen soll, bleibt derzeit offen.
Ex-Manager verrät brisantes Detail
Die Entwicklung würde allerdings zur strategischen Ausrichtung der Plattform passen. Musk hatte bereits mehrfach angekündigt, X langfristig zu einer sogenannten «Everything App» auszubauen – einer Anwendung, die soziale Netzwerke, Zahlungsverkehr, Kommunikation und weitere digitale Dienste miteinander verbindet. Die Einführung von Krypto-Handelsfunktionen wäre ein weiterer Schritt in diese Richtung.
Auch für die Kryptobranche könnte ein solcher Ausbau erhebliche Bedeutung haben. X zählt weltweit zu den wichtigsten Plattformen für Informationen über Bitcoin, Ethereum und Altcoins. Entwickler, Börsen, Investoren und Analysten veröffentlichen dort ihre Einschätzungen oft in Echtzeit. Würde sich der Handel direkt in diese Umgebung integrieren, könnten Diskussionen und Transaktionen erstmals nahtlos miteinander verschmelzen.
Noch bleibt allerdings offen, wann eine entsprechende Funktion erscheinen könnte. Weder X noch Elon Musk haben sich bislang offiziell zu den Aussagen von Nikita Bier geäussert. Die Bemerkung stammt ausschliesslich aus einer Antwort des ehemaligen Produktchefs auf X selbst. Fest steht jedoch: Kaum ein anderes Unternehmen sorgt mit wenigen Worten regelmässig für so viele Spekulationen wie Elon Musks Plattform. Und wenn tatsächlich Trading-Buttons folgen sollten, dürfte X seinem Ziel, weit mehr als nur ein soziales Netzwerk zu sein, einen weiteren Schritt näherkommen. (mck)


