Während sich viele Anleger auf den neuen Höhenflug von Bitcoin konzentrieren, spielt sich im Schatten der grössten Kryptowährung eine bemerkenswerte Geschichte ab. Ausgerechnet Zcash, einer der ältesten Privacy-Coins des Marktes, meldet sich eindrucksvoll zurück. Die auf Datenschutz spezialisierte Kryptowährung hat am Wochenende den höchsten Kurs seit acht Jahren erreicht und gehört damit zu den grössten Gewinnern der aktuellen Marktphase.
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Bitcoin hatte zuletzt mit einem Anstieg bis auf rund 79.500 US-Dollar erneut für Rückenwind am Kryptomarkt gesorgt. Davon profitierten zahlreiche Altcoins. Besonders stark fiel die Reaktion jedoch bei Zcash aus. Innerhalb von nur einer Woche legte der Coin um mehr als 70 Prozent zu und verteidigte seine Gewinne auch zum Wochenstart. Solange Bitcoin seinen Aufwärtstrend fortsetzt, sehen viele Marktbeobachter weiteres Potenzial für den Privacy-Coin.
Zcash sorgt für Furore: Achtjahreshoch dank Bitcoin-Rallye
Die Rallye kommt nicht aus dem Nichts. Zwar gilt der kräftige Anstieg von Bitcoin als wichtigster Kurstreiber, doch es gibt einen zweiten Faktor, der in den vergangenen Tagen zunehmend in den Fokus rückte. Der Vermögensverwalter Grayscale arbeitet weiterhin daran, seinen bestehenden Zcash-Fonds in einen börsengehandelten Spot-ETF umzuwandeln. Erst kürzlich reichte das Unternehmen bei der US-Börsenaufsicht SEC eine weitere Anpassung der Unterlagen ein. Für viele Marktteilnehmer gilt dies als Zeichen, dass der Genehmigungsprozess in die entscheidende Phase eintritt.
Die Aussicht auf einen ETF sorgt regelmässig für Fantasie am Kryptomarkt. Bereits bei Bitcoin und später auch bei Ethereum lösten entsprechende Zulassungen erhebliche Kapitalzuflüsse aus. Anleger spekulieren nun darauf, dass ein ähnliches Szenario langfristig auch bei kleineren Kryptowährungen eintreten könnte. Ob es tatsächlich dazu kommt, bleibt offen. Allein die Möglichkeit scheint derzeit jedoch auszureichen, um zusätzliche Dynamik in den Markt zu bringen.
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Für Zcash ist die Aufmerksamkeit besonders bemerkenswert. Die Kryptowährung zählt zu den Pionieren der Branche. Die Entwicklung begann bereits 2013, bevor das Netzwerk 2016 offiziell startete. Im Unterschied zu Bitcoin können Nutzer bei Zcash Transaktionen optional verschleiern. Absender, Empfänger und Betrag lassen sich unter bestimmten Voraussetzungen verbergen – eine Funktion, die Privacy-Coins bis heute von vielen anderen Kryptowährungen unterscheidet.
Dieser Krypto-Coin feiert ein spektakuläres Comeback
Lange Zeit spielte Zcash allerdings kaum noch eine Rolle. Nach dem grossen Krypto-Boom der Jahre 2017 und 2018 verschwand der Coin zunehmend aus dem Fokus vieler Investoren. Erst im vergangenen Jahr änderte sich das Bild. Damals entdeckten zahlreiche Anleger das Thema Datenschutz im Blockchain-Bereich neu für sich. Bekannte Persönlichkeiten aus der Technologie- und Kryptoszene wie Naval Ravikant, Edward Snowden oder Balaji Srinivasan äusserten sich öffentlich positiv zu Privacy-Technologien und rückten Zcash erneut ins Rampenlicht.
Die Folge war eine der spektakulärsten Kursbewegungen der vergangenen Jahre. Von Kursen im Bereich zwischen 30 und 40 US-Dollar schoss Zcash innerhalb weniger Monate zeitweise über die Marke von 700 Dollar. Nach einer anschliessenden Korrektur fiel der Coin zwar deutlich zurück, doch mit der aktuellen Markterholung ist der Aufwärtstrend erneut zurückgekehrt. Der jüngste Anstieg über die Marke von 870 US-Dollar bedeutet gleichzeitig ein historisches Signal. Ein vergleichbares Kursniveau wurde zuletzt Anfang 2018 erreicht – auf dem Höhepunkt der legendären Altcoin-Rallye.
Schon mitbekommen? Bitcoin dreht auf – und Strategy profitiert wie kaum ein anderer
Damals erreichten zahlreiche Kryptowährungen ihre bisherigen Rekordstände. Danach folgten Jahre der Ernüchterung. Nun meldet sich ausgerechnet einer der ältesten Privacy-Coins eindrucksvoll zurück. Ob Zcash tatsächlich eine neue langfristige Hausse startet oder lediglich von der aktuellen Bitcoin-Euphorie profitiert, wird sich erst in den kommenden Wochen zeigen. Fest steht jedoch: Der Coin, den viele bereits abgeschrieben hatten, gehört plötzlich wieder zu den meistdiskutierten Namen am Kryptomarkt. (mck)


