Tamedia, altehrwürdig und lange Zeit bekannt für Publizistik und Journalismus gehört zweifelsohne zu grössten Medienkonzernen der Schweiz. Mit Printtiteln in der ganzen Schweiz, genauso wie mit den erfolgreichen Online-Angeboten von 20min.ch. Seit ein paar Jahren wandelt sich Tamedia aber immer mehr zu einem Internethaus, wo (fast) jedes digitale Gewerbe einen Platz findet. Nun folgt mit Lykke der Einstieg in die Kryptowelt und den Handel und der Aufbewahrung von digitalen Währungen wie Bitcoin oder Ethereum. Denn: Tamedia wird in Investor bei Lykke, dem Schweizer Krypto-Marktplatz. Neben dem Handel mit Kryptowährungen ist Lykke auch für ein gut funktionierendes Wallet bekannt. Lykke hat seinen Hauptsitz im Cryptovalley Zug.

Warum investiert der Medienkonzern

Der Konzern hat den wachsenden und florierenden Fintech-Bereich als Wachstumsfeld identifiziert. Da die Strategie von Tamedia im digitalen Bereich schon länger auf Mergers & Acquisitions liegt, ist es naheliegend, dass sie hier auch in aufstrebende Unternehmen und Startups investieren. S. Hügli, verantwortlich für Technik & Beteiligungen, wird seitens Tamedia auch Einsitz in den Verwaltungsrat von Lykke nehmen. Er selbst sagt auch direkt, dass Tamedia sich mit diesem Deal Knowhow im Bereich Fintech erhofft.

Welche Vorteile bieten sich für Lykke durch den neuen Investor?

Dies ist schwer zu sagen. Auf den ersten Blick wird es für weitere liquide Mittel für die Expansion und den Wachstum von Lykke sorgen. Darüber hinaus wird sicherlich auch Medienpräsenz in den verschiedensten Publikationen wie dem Tagesanzeiger, der Berner Zeitung oder auch 20 Minuten und 20min.ch Part des Deals sein. Dies ist sicherlich für die ganze Branche von Interesse. Dadurch steigt die Sicht- und Hörbarkeit rund um die Themen Blockchain, digitale Währungen und Kryptoszene. Den die Angebote von Tamedia erreichen bekanntlich ein Millionen-Publikum. Samuel Hügli könne sich auch vorstellen, das Wissen rund um digitale Bezahlungen künftig auch vom Mischkonzern und dessen Angebote noch stärker genutzt werden. Damit kommen wir der Etablierung und Akzeptanz von digitalem Geld und Finanzwirtschaft sicherlich einen Schritt näher. Der letzte Bereich «Knowhow-Transfer», der oft bei solchen Deals inkludiert ist, wird sich wahrscheinlich eher im Rahmen halten, den der Medienkonzern ist noch nicht für sein Knowhow und seine Erfahrungen im Bereich Fintech, geschweige denn Kryptothemen, bekannt. Aber dies sagte Samuel Hügli ja auch direkt. Von daher kann dieser Deal für beide Seiten gut funktionieren.

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