Der Krypto-Markt erlebt einen unruhigen Abend. Bitcoin (BTC) ist innerhalb weniger Stunden deutlich unter die Marke von 88.000 USD (ca. 76.500 CHF) gefallen. Während Trader nach den Ursachen suchen, verdichten sich die Anzeichen für eine grössere Korrektur vor dem Monatsende. Was steckt hinter dem plötzlichen Abverkauf?
Nachdem sich Bitcoin in der vergangenen Woche noch mühsam in Richtung der 90.000-Dollar-Marke vorgearbeitet hatte, folgte nun postwendend die Ernüchterung. In einer klassischen „Sonntags-Korrektur“ verlor die digitale Leitwährung in der Spitze über 2,5 % an Wert. Aktuell notiert Bitcoin bei rund 87.600 USD, was die Nervosität im Markt spürbar erhöht.
Ursachenforschung: Geopolitik und Zinsangst
Der heutige Rücksetzer kommt nicht aus dem luftleeren Raum. Marktbeobachter machen eine Kombination aus makroökonomischen Unsicherheiten und geopolitischen Spannungen für den Verkaufsdruck verantwortlich:
Zolldrohungen und Handelskonflikte: Neue Berichte über eskalierende Handelsspannungen – insbesondere Drohungen aus den USA bezüglich 100-prozentiger Zölle auf kanadische Waren und anhaltende Reibungen mit der EU – belasten derzeit sämtliche Risiko-Assets. Bitcoin, oft als „digitales Gold“ gepriesen, reagiert in solchen Momenten paradoxerweise häufig als Erster mit einem Rückzug in sicherere Häfen (Risk-Off).
Die Schatten der Fed-Sitzung: Am kommenden Dienstag und Mittwoch (27./28. Januar) tagt die US-Notenbank Fed. Die Unsicherheit darüber, ob die Zinsen angesichts der volatilen Weltlage stabil bleiben oder ob restriktivere Töne angeschlagen werden, führt dazu, dass institutionelle Anleger Positionen abbauen, um Liquidität zu sichern.
Massive Liquidationen: Der schnelle Kursrutsch löste eine Kettenreaktion auf den Derivate-Märkten aus. Laut Daten von CoinGlass wurden in den letzten 24 Stunden Krypto-Positionen im Wert von über 130 Millionen US-Dollar zwangsliquidiert. Der Grossteil davon entfiel auf Long-Positionen, was den Abwärtstrend technisch beschleunigte.
- Bitcoin
(BTC) - Preis
$87,465.00
- Marktkapitalisierung
$1.75 T
Technische Analyse: Wichtige Support-Zonen im Visier
Aus technischer Sicht befindet sich Bitcoin nun in einer kritischen Zone. Die Marke von 88.000 USD, die in den letzten Tagen als psychologischer Anker diente, wurde durchbrochen.
- Erster Support: Die nächste nennenswerte Unterstützung liegt im Bereich von 85.500 bis 86.000 USD. Sollte Bitcoin hier keinen Boden finden, könnte ein schneller Test der 82.000-Dollar-Marke folgen.
- Widerstand: Auf der Oberseite fungiert die 90.000-USD-Marke nun als massiver Deckel. Erst ein täglicher Schlusskurs über 91.500 USD würde das bullische Momentum für Februar reaktivieren.
Analysten weisen zudem auf das „Window of Opportunity“ hin, das viele Experten bis zum 31. Januar sehen. Gelingt bis dahin keine Trendwende, droht der Februar historisch gesehen ein schwieriger Monat für Krypto-Investoren zu werden.
Altcoins leiden stärker: ETH und SOL im Sog
Wie so oft trifft der Bitcoin-Schnupfen die Altcoins mit einer schweren Grippe. Ethereum (ETH) fiel zeitweise unter die psychologisch wichtige Marke von 2.900 USD, während Solana (SOL) mit einem Minus von über 3 % kämpft.
Besonders auffällig ist das hohe Liquidationsrisiko bei gehebelten Altcoin-Positionen. Viele Privatanleger hatten in Erwartung einer „Altseason“ Ende Januar auf steigende Kurse gewettet und werden nun aus dem Markt gespült. Für langfristig orientierte Anleger bietet dieser „Wash-out“ jedoch oft günstigere Einstiegspunkte, sofern das fundamentale Vertrauen in die Projekte bestehen bleibt.
Ausblick: Die Ruhe vor dem Sturm?
Trotz des heutigen Rücksetzers bleibt das institutionelle Interesse – wie die jüngsten News zur UBS und dem BitGo IPO zeigen – ungebrochen. Der aktuelle Dip wird von vielen „Whalen“ (Grossinvestoren) eher als notwendige Bereinigung des überhitzten Marktes gesehen.
Was Anleger für die kommende Woche beachten sollten:
Volatilität am Dienstag: Mit Beginn der Fed-Sitzung ist mit heftigen Kursschwankungen zu rechnen.
Monatsschlusskurs: Wo Bitcoin am 31. Januar um Mitternacht steht, wird die Richtung für das gesamte erste Quartal 2026 vorgeben.
Fazit: Der heutige Kurssturz ist schmerzhaft, aber im aktuellen Marktumfeld nicht ungewöhnlich. Bitcoin kämpft mit der Realität der traditionellen Finanzmärkte. Für Schweizer Anleger bedeutet dies vor allem: Ruhe bewahren und die Supports bei 85k USD genau beobachten.
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