Der Bitcoin-Kurs stürzt, und die Miner ziehen die Notbremse. Nach Jahren steigender Hash-Leistung und Rekordgewinnen erleben die Schürfer der digitalen Münze nun ein Szenario, das zuletzt 2021 während des chinesischen Mining-Verbots zu beobachten war. Die Mining-Schwierigkeit sank auf 125 Trillionen, ein Rückgang von 11 Prozent innerhalb weniger Tage. Ein deutliches Signal, dass selbst die stärksten Netzwerkteilnehmer unter Druck geraten.
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Das Herzstück des Problems ist die Hash-Rate und ihr ökonomisches Pendant, der sogenannte «Hash-Preis». Er gibt an, wie viel ein Miner pro Terahash verdient. Aktuell fiel dieser Wert auf historische 0,032 Dollar. Ein Rekordtief. Zum Vergleich: 2017 kletterte der Hash-Preis kurzzeitig über drei Dollar. Selbst nach den Höhenflügen der Folgejahre kehrte das Einkommen nie wieder auf ein ähnliches Niveau zurück. Die Zahlen zeichnen ein klares Bild: Der Boom ist vorbei, und die Profitabilität der Miner schrumpft dramatisch.
Bitcoin-Krise: Warum es das Aus für die Miner bedeutet
Die aktuellen Zahlen spiegeln die strukturelle Belastung der Branche wider. Schon das chinesische Verbot 2021 hatte das Mining global auf den Kopf gestellt. Nach der Schliessung der Mining-Farmen in China wanderte ein Grossteil der Geräte nach Russland, Kasachstan und in andere Regionen. Damals fiel die Mining-Schwierigkeit um mehr als 25 Prozent, weil viele Maschinen zeitweise stillstanden. Heute ähnelt die Situation: Der jüngste Schwierigkeitsabfall zeigt, dass schwächere Miner aus dem Markt gedrängt werden.
Ein weiterer Belastungsfaktor ist das Halving im April 2024. Die Bitcoin-Belohnungen für Miner halbierten sich, wodurch die Einnahmen zusätzlich unter Druck geraten. Unternehmen, die bereits knapp kalkulierten, müssen nun abwägen, ob sie weiter investieren oder den Stecker ziehen. Viele kleine Miner scheinen diese Entscheidung bereits getroffen zu haben.
Doch nicht nur die Miner leiden. Auch das Ökosystem rund um Bitcoin spürt die Auswirkungen. Sinkende Hash-Raten und eine abnehmende Anzahl aktiver Miner erhöhen kurzfristig die Volatilität. Gleichzeitig zeigt die Marktdynamik, dass die stärksten Player langfristig profitieren könnten. Wer die Turbulenzen übersteht, profitiert von einem weniger überfüllten Markt und potenziell höheren Preisen in der Zukunft.
Krypto-Parallelen zu 2021
Die Parallelen zu 2021 sind unverkennbar. Damals verschob sich das Mining global, und nur die effizientesten Betreiber blieben. Heute zeichnet sich ein ähnliches Muster ab: Die Konsolidierung zwingt schwächere Unternehmen zum Aufgeben, während starke Miner die Basis für die nächste Phase des Bitcoin-Netzwerks legen.
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Analysten sehen darin eine Art natürliche Selektion im Krypto-Markt. Die Schwachen scheiden aus, die Starken überleben. Für Anleger bedeutet das: Kurzfristige Unsicherheit, langfristig aber ein robusteres Netzwerk. Für die Miner selbst bleibt die Frage, wer die Krise übersteht und wer den Stecker zieht. (mck)


