Lange sah es nach einem weiteren schwierigen Jahr für Bitcoin aus. Nun hat sich das Bild gedreht. Sean Farrell, Leiter der Digital-Asset-Strategie beim US-Analysehaus Fundstrat, sieht in der jüngsten Bewegung ein Signal, das für den Kryptomarkt weit über einen kurzen Kursschub hinausgehen könnte. Seine Botschaft: Der Krypto-Winter könnte vorbei sein.

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Bitcoin hat zuletzt kräftig zugelegt und dabei eine wichtige technische Marke zurückerobert. Am Montag (21. September) stieg die Kryptowährung zeitweise über 86.000 Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit Januar. Gleichzeitig gelang laut Fundstrat erstmals seit längerer Zeit ein bestätigter Ausbruch über den gleitenden 50-Wochen-Durchschnitt. Genau diese Marke gilt an den Märkten als wichtiger Gradmesser für langfristige Trendwechsel.

Bitcoin macht nächsten Schritt: Ist der Krypto-Winter nun vorbei?

Farrell sieht darin mehr als ein Strohfeuer. Gegenüber Yahoo Finance hatte der Fundstrat-Stratege bereits Anfang September erklärt, dass Bitcoin trotz der traditionell schwachen September-Saisonalität Stärke zeige. Inzwischen ist seine Einschätzung noch optimistischer: Die jüngste Aufwärtsbewegung sei ein bedeutender Ausbruch für den Markt.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Bitcoin nun schnurstracks nach oben marschieren muss. Auch Farrell warnt vor einem solchen Schluss. Ein Ende des Krypto-Winters bedeute nicht das Ende von Rücksetzern. Selbst in einem übergeordneten Aufwärtstrend seien scharfe Korrekturen jederzeit möglich.

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Interessant ist Farrells Einschätzung auch deshalb, weil er mit einer früheren Prognose ziemlich genau auf eine Schwächephase hingewiesen hatte. In einem Fundstrat-Ausblick für 2026 wurde ein deutlicher Rückgang im ersten Halbjahr erwartet. Als mögliche Tiefs wurden für Bitcoin 60.000 bis 65.000 Dollar genannt. Für Ethereum standen 1800 bis 2000 Dollar im Raum, für Solana 50 bis 75 Dollar.

Dieser Fundstrat-Experte wird plötzlich optimistisch

Diese Marken rückten tatsächlich in den Bereich des Marktgeschehens. Nun hat sich die Perspektive verändert. Bitcoin notiert wieder deutlich über der damaligen Tiefenregion und hat gleichzeitig eine technische Hürde überwunden, die Farrell selbst als wichtigen Indikator für längerfristige Trendwechsel bezeichnet.

Hinzu kommt ein verändertes Umfeld. Laut Yahoo Finance konnte Bitcoin zuletzt trotz einer vergleichsweise harten geldpolitischen Neubewertung und einer weiteren Zinserhöhung der US-Notenbank Stärke zeigen. Auch regulatorische Entwicklungen in den USA sorgten zuletzt für neue Impulse.

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Damit steht die grosse Frage im Raum: Beginnt gerade tatsächlich eine neue Phase für Bitcoin – oder ist der Markt lediglich dabei, nach einem langen Rückgang Luft zu holen? Farrells Antwort fällt vergleichsweise klar aus. Für ihn spricht inzwischen vieles dafür, dass der Krypto-Winter hinter dem Markt liegt. Eine Garantie für dauerhaft steigende Kurse ist das nicht. Aber nach Monaten der Schwäche sendet Bitcoin plötzlich wieder ein Signal, das selbst die Skeptiker genauer hinschauen lässt. (mck)

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