Laut einer aktuellen Studie von Chainalysis heisst es, dass sich im Jahr 2019 der Darknet Anteil an der gesamten Anzahl an Bitcoin-Transaktionen deutlich erhöht hat. Nun finden etwa weniger als 0,1 Prozent aller Krypto-Transaktionen im Darknet statt.

Die Blockchain-Analytikfirma mit Sitz in New York berichtete in ihrem „Chainalysis 2020 Crypto Crime Report“, dass die Anzahl an Krypto-Transaktionen in den Darknet-Märkten im Jahr 2019 auf 0,08 Prozent anstieg und sich damit im Gegensatz zum Jahr 2018 verdoppelte. 2018 lag dieser Wert bei 0,04 Prozent und verzeichnete einen leichten Rückgang, wonach die Gesamtverkäufe im Darknet im Jahr 2019 um 70 Prozent anstiegen und einen Wert von über 790 Millionen US-Dollar erreichten.

Konstante Nachfrage nach Bitcoin

Die Studie von Chainalysis ergab ausserdem, dass der aktuelle BTC-Preis keinen Einfluss auf die Verwendung dieser Kryptowährung im Darknet hat. Dagegen sind z. B. Händler und Börsen-Volumia deutlich stärker vom Bitcoin-Preis abhängig, als das Darknet. So blieb das Volumen der Transaktionen im Darknet das gesamte Jahr über relativ konstant, während in anderen Kategorien die Transaktionsvolumina im Juli einen Höchststand erreichten – zum Jahreshöchstpreis von Bitcoin. Die konstant gebliebene Transaktionsaktivität auf den Darknet-Märkten deutet darauf hindeutet, dass das Kundenverhalten von BTC-Kursänderungen weniger beeinflusst wird.

Wie finden Zahlungen im Darknet statt?

Die überwiegende Mehrheit der Transaktionen fliesst auf den Schwarzmarkt über Exchange-Services, ähnlich wie auch in den Vorjahren. Börsen sind der häufigste Krypto-Service (42,8 %), den die Kunden im Darknet nutzen, um das Geld an die Verkäufer zu senden bzw. mit welchem sich die Verkäufer ihre Kryptowährungen auszahlen lassen. Bei Zahlungen im Darknet befinden sich sogenannte Peer-to-Peer Börsen an der zweiten Stelle (23,2 %), gefolgt von unbekannten Dienstleistungen (11,7 %) sowie anderen Darknet-Märkten (9,1 %), während lediglich 4,0 Prozent aller Zahlungen über Mixing-Dienste abgewickelt werden.

Während der Gesamtanteil von Krypto-Zahlungen im Darknet weiterhin gering bleibt, deutet das Wachstum auf die Widerstandsfähigkeit der „schwarzen Internet-Märkte“ gegenüber rechtlicher Kontrolle durch die Regulierungsbehörden. Weiterhin stellte Chainalysis fest, dass im vergangenen Jahr acht aktive Darknet-Märkte geschlossen bzw. auch acht neue Märkte eröffnet wurden, wodurch die Anzahl der aktiven Märkte wieder bei insgesamt 49 blieb.

Laut Daten der Analytikfirma ist der Medianwert einer Transaktion relativ konstant geblieben, während die Anzahl der Transfers von 9 Millionen auf 12 Millionen gestiegen ist. Die Zahlen deuten darauf hin, dass im Jahr 2019 entweder alte Kunden mehr Käufe abwickelten oder insgesamt mehr Kunden im Darknet eingekauft haben.

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