Im April soll das nächste grosse Blockchain-Update der derzeit zweitgrössten Kryptowährung stattfinden, heisst es in einer Ankündigung der Ethereum-Stiftung. Das Ethereum-Update unter dem Codenamen „Berlin“ soll geringere Gebühren bringen, aber auch für mehr Sicherheit sorgen.

Das Update wird wahrscheinlich am 14. April 2021 stattfinden, nachdem der Block Nummer 12.244.000 in der Ethereum (ETH)-Blockchain umgesetzt wurde. Die letzten beiden Updates „Istanbul“ und „Muir Glacier“, fanden Ende 2019 statt.

Upgrade für Node-Betreiber

Laut einem Blogbeitrag der Ethereum-Stiftung sollten sich Node-Betreiber auf das Update entsprechend vorbereiten und ihren Knotenpunkt für das Mainnet dringend upgraden. Das Upgrade ist auf dem Testnet „Ropsten“ bereits live, während „Goerli“ und „Rinkeby“ am 17. bzw. 24. März noch folgen. Die Ethereum-Stiftung hat dazu die entsprechenden Download-Links bereitgestellt.

Mit dem „Berlin“-Update sollen vier Verbesserungsvorschläge im ETH-Netzwerk umgesetzt werden, die in erster Linie dem Schutz des Netzwerks dienen, in bestimmten Fällen aber auch zu niedrigeren Transaktionskosten führen sollten.

Doch die Absenkung der zum Teil hohen Transaktionskosten ist nicht das eigentliche Ziel des Updates. Im Fokus steht der Verbesserungsvorschlag EIP 1559, der zwar schon länger diskutiert wurde, jedoch erst kürzlich die Mehrheitsmeinung der Community erhielt.

100x-Skalierung für Ethereum

Ethereum-Nutzer klagen bereits seit Wochen über überhöhte Gebühren und ein verstopftes Ethereum-Netzwerk. Doch laut dem Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin gehören die Skalierungsprobleme von Ethereum bald der Vergangenheit an. Buterin twitterte noch im Juni 2020, dass die Layer-2-Strategie des ETH-Netzwerks erfolgreich sei.

Buterin bestätigte bei einem Gastauftritt im „Tim Ferriss“-Podcast, dass das Netzwerk bereits im nächsten Monat um den Faktor 100 skalieren könnte. Es bleibt vorerst allerdings unklar, ob damit auch das Problem mit den hohen ETH-Gebühren behoben wird, über welches viele Nutzer klagen. Für eine Ethereum-Transaktion fallen derzeit immerhin über 12 Dollar an.

ETH-Skalierung: Sharding oder Rollups?

Die Lösung für Ethereums Skalierbarkeitsproblem könnte das sogenannte Sharding sein, das allerdings für ETH 2.0 entwickelt wurde. Doch ob und wann diese Version kommt, ist aktuell noch unbekannt. Bis es soweit ist, sind die sogenannten Rollups die einzige Lösung, wobei mehrere Transaktionen gebündelt werden, um Überlastung und Gebühren des Netzwerks zu reduzieren. So könnte der Durchsatz der Plattform theoretisch von 15 TPS auf über 1.000 TPS erhöht werden.

Buterin kommentierte, dass die Rollups „sehr bald“ an den Start gehen könnten, wodurch die Ethereum-Blockchain um das 100-fache skalieren könnte. So könnte die ETH-Blockchain bis zu 4.000 Transaktionen pro Sekunde bewältigen. Ob die Rollups-Variante nun vielleicht sogar besser als Sharding-Variante ist – diesbezüglich scheint es selbst innerhalb des Teams Meinungsverschiedenheiten zu geben, so Buterin. Doch die beiden Ansätze sollen viel Skalierbarkeit bieten und für die Nutzer von Ethereum eine grossartige Umgebung liefern, fasste Buterin zusammen.

Ethereum-Update für Kostensenkung kommt erst im Juli

Mit dem im Juli geplanten „London“-Update sollen die Transaktionsgebühren neu strukturiert und eine algorithmisch festgelegte Basisgebühr eingeführt werden. Damit soll das ETH-Netzwerk noch schneller und günstiger werden.

Für Ethereum-Fans und -Anleger gilt es, die beiden Updates im Auge zu behalten, denn es könnte in diesem Zeitraum zu Preisschwankungen kommen. Theoretisch könnte es mit dem „Berlin“-Update auch zu einem Hard-Fork kommen, sollten Node-Betreiber und Ethereum-Miner nicht an einem Strang ziehen.

Nach dem bisherigen Allzeithoch am 20. Februar von 2.036 US-Dollar bewegt sich der Ethereum-Kurs aktuell um die Marke von 1.900 US-Dollar.

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