Während der breite Kryptomarkt in den letzten Wochen eine Phase der Konsolidierung und Unsicherheit durchlief, leuchtet ein Ticker hellgrün auf den Radarschirmen der Investoren: Hyperliquid (HYPE). Mit einem beeindruckenden Kursanstieg von über 20 % in den letzten vier Wochen beweist das Projekt relative Stärke. Doch was steckt hinter dem Hype um HYPE? CoinPro.ch wirft einen Blick unter die Haube des aktuell wohl spannendsten DeFi-Protokolls.

Der Kryptomarkt ist oft ein Spiel der Korrelationen. Fällt Bitcoin, ziehen die Altcoins meist noch stärker nach unten. Doch hin und wieder taucht ein Asset auf, das sich von dieser Dynamik entkoppelt. Aktuell ist dies Hyperliquid. Es ist nicht nur eine weitere dezentrale Börse (DEX), sondern ein fundamentaler Umbau dessen, wie Trading “On-Chain” funktionieren kann.

Das Konzept: Mehr als nur eine DEX

Um Hyperliquid zu verstehen, muss man zunächst verstehen, was es nicht ist. Es ist keine gewöhnliche dApp auf Ethereum oder Solana und es ist auch keine typische Layer-2-Lösung, die lediglich Transaktionen bündelt.

Hyperliquid ist eine eigene Layer-1-Blockchain, die speziell für den Hochfrequenzhandel und Finanzanwendungen optimiert wurde. Die Entwickler haben erkannt, dass existierende Blockchains für ein Orderbuch-Erlebnis, wie man es von Binance oder Coinbase kennt, oft zu langsam oder zu teuer sind.

Die technische Innovation: CLOB statt AMM

Die meisten DEXs (wie Uniswap) nutzen sogenannte “Automated Market Maker” (AMMs). Diese sind revolutionär, aber für professionelle Trader oft ineffizient (Slippage, Impermanent Loss).

Hyperliquid setzt stattdessen auf ein Central Limit Order Book (CLOB), das vollständig on-chain läuft. Das bedeutet:

  • Jede Order, jede Stornierung und jeder Trade wird auf der Blockchain verarbeitet.
  • Das Netzwerk schafft derzeit bis zu 200.000 Transaktionen pro Sekunde (TPS) mit einer Latenz, die mit zentralisierten Börsen konkurrieren kann.

Das Ziel ist ambitioniert: Eine dezentrale Infrastruktur zu schaffen, die so leistungsfähig ist wie eine zentralisierte Börse (CEX), aber ohne die Risiken eines Mittelsmanns (Stichwort: FTX-Debakel).

Die Köpfe dahinter: Kompetenz statt reines Marketing

Das Team hinter Hyperliquid agiert, wie in der Krypto-Szene oft üblich, teilweise pseudonym, ist aber für seine technische Exzellenz bekannt. Gegründet wurde das Projekt von Jeff und Iliens, die beide zuvor an der Harvard University studierten.

Jeff startete seine Karriere im Bereich High-Frequency Trading (HFT) bei HRT (Hudson River Trading) und Citadel – zwei der renommiertesten Firmen im traditionellen Finanzwesen. Diese DNA spürt man im Produkt: Hyperliquid wurde von Tradern für Trader gebaut. Der Fokus lag von Tag 1 an nicht auf Marketing-Buzzwords, sondern auf einer extrem performanten Codebasis (geschrieben in Rust und C++), die dem Stress eines volatilen Marktes standhält.

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Marktanalyse: Warum HYPE jetzt steigt (+25%)

In den letzten vier Wochen (Stand Februar 2026) hat der HYPE-Token um über 25 % zugelegt, während viele Top-100-Coins verloren haben oder bestenfalls seitwärts tendierten. Warum?

  1. Echte Erträge (Real Yield): Hyperliquid ist eine der wenigen Chains, die massive Gebühren durch echtes Handelsvolumen generieren. Das Protokoll erwirtschaftet Profit, und das zieht Investoren an, die nach fundamental starken Assets suchen.
  2. Decoupling vom Markt: Investoren suchen “Safe Havens” innerhalb von Krypto. Da Hyperliquid oft ein Volumen hat, das mit grossen zentralen Börsen konkurriert, wird es als Infrastruktur-Play wahrgenommen, das unabhängig vom Bitcoin-Kurs genutzt wird.
  3. Das “HyperEVM” Narrativ: Die Ankündigung und der Rollout der EVM-Kompatibilität (dazu später mehr) haben für Fantasie gesorgt. Entwickler können nun leichter Apps auf Hyperliquid bauen.
  4. Community & Airdrop-Effekt: Nach einem der fairsten und lukrativsten Airdrops der Geschichte hat sich eine extrem loyale Community gebildet, die ihre Token nicht sofort verkauft (“gedumpt”), sondern gestakt hat.

HYPE Token Use-Cases: Wofür wird die Währung gebraucht?

Der HYPE-Token ist das Herzstück des Ökosystems und dient nicht nur der Spekulation. Seine Funktionen sind tief im Proof-of-Stake (PoS) Konsens der L1-Chain verankert:

  • Staking & Sicherheit: Um das Netzwerk zu sichern, müssen Validatoren HYPE staken. Token-Holder können ihre HYPE an diese Validatoren delegieren und erhalten dafür Belohnungen (Staking Rewards). Dies reduziert das zirkulierende Angebot und stützt den Preis.
  • Gas-Fees (Transaktionsgebühren): Obwohl Transaktionen auf Hyperliquid extrem günstig sind (oft Bruchteile eines Cents), werden Gebühren für bestimmte Operationen in HYPE entrichtet.
  • Governance: HYPE-Holder bestimmen über die Zukunft des Protokolls. Da Hyperliquid sehr community-getrieben ist, hat die Governance hier ein echtes Gewicht (z.B. beim Listing neuer Assets oder technischen Upgrades).
  • Launchpad-Zugang: Zukünftige Projekte, die auf der Hyperliquid-Chain starten (Spot-Token, Meme-Coins etc.), werden oft HYPE als Basiswährung für Liquiditätspools nutzen.

Kooperationen und Ökosystem

Hyperliquid ist bekannt dafür, einen “Walled Garden” Ansatz zu verfolgen – sie bauen vieles selbst (“Vertical Integration”). Dennoch gibt es wichtige Schnittstellen und Kooperationen, die für den Erfolg entscheidend sind:

1. Die Arbitrum-Brücke

Hyperliquid existiert nicht im Vakuum. Die wichtigste technische “Kooperation” ist die Brücke zu Arbitrum. Da die meisten Nutzer ihre USDC auf Arbitrum halten, ist die nahtlose und schnelle Bridge zwischen Arbitrum und Hyperliquid der Lebensnerv für die Liquidität.

2. Market Maker und Institutionen

Zwar gibt es keine klassischen “Partnerschafts-Logos” auf der Webseite, aber im Hintergrund arbeiten grosse Krypto-Market-Maker (wie Wintermute oder Jump Trading Ableger), um Liquidität im Orderbuch bereitzustellen. Ohne diese institutionelle Anbindung wäre das massive Handelsvolumen nicht möglich.

3. Wallet-Integrationen

Die Zusammenarbeit mit Wallet-Anbietern wie Rabby oder OKX Wallet war essenziell, um die UX (User Experience) zu verbessern. Nutzer müssen keine komplizierten Netzwerkeinstellungen manuell vornehmen; die Wallets erkennen die Hyperliquid-L1 automatisch.

4. Community-Projekte (Hypervisors)

Es entstehen erste Projekte auf Hyperliquid, wie z.B. Hypervisors (Vaults für automatisiertes Market Making). Diese “Kooperationen” entstehen organisch aus der Community und stärken das Ökosystem von innen heraus.

Ausblick: Wohin geht die Reise für HYPE?

Die Preisentwicklung der letzten Wochen ist ein starkes Signal, aber wie sieht die mittel- bis langfristige Zukunft aus?

Der Bull-Case (Optimistisch): Sollte der Kryptomarkt in eine neue Euphorie-Phase eintreten, ist Hyperliquid perfekt positioniert. Wenn Nutzer von zentralen Börsen (wegen Regulierung oder Angst vor Insolvenzen) abwandern, ist Hyperliquid die erste Anlaufstelle für performantes Trading. Analysten sehen HYPE in einem solchen Szenario als Top-20 Coin, da die Bewertung im Vergleich zu “toten” Chains ohne Nutzer immer noch attraktiv erscheint.

Die technologische Vision (HyperEVM): Der wichtigste Katalysator ist die Einführung der EVM-Kompatibilität auf dem Hyperliquid L1. Das bedeutet, dass Entwickler, die Smart Contracts für Ethereum geschrieben haben, diese nun einfach auf Hyperliquid portieren können. Das Ziel: Hyperliquid soll nicht nur eine Börse sein, sondern eine General Purpose Blockchain für alle Finanzanwendungen – von Lending über Stablecoins bis hin zu Prediction Markets.

Das Risiko: Wie bei jedem Krypto-Projekt gibt es Risiken. Sollte es zu einem technischen Fehler im Konsens-Algorithmus kommen oder die Regulierung von DeFi-Protokollen weltweit massiv verschärft werden, könnte das den Kurs belasten. Zudem ist der Wettbewerb (z.B. durch Berachain oder Monad) nicht zu unterschätzen.

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Fazit

Hyperliquid (HYPE) ist aktuell das Paradebeispiel dafür, dass Qualität sich durchsetzt. Während Memecoins kommen und gehen, baut Hyperliquid eine Infrastruktur für die Zukunft des Finanzwesens. Der Kursanstieg von über 25 % in einem schwachen Marktumfeld ist kein Zufall, sondern das Resultat von echter Nutzung (“Product-Market-Fit”).Für Schweizer Investoren, die bereit sind, sich in die Welt von DeFi zu wagen und nicht nur Bitcoin halten wollen, ist HYPE definitiv einen genaueren Blick wert – sei es als Investment oder als Plattform zum Handeln.

Kennzahl Wert / Beschreibung
Typ Layer-1 Blockchain (Spezialisiert auf High-Frequency Trading)
Konsens-Mechanismus HyperBFT (Optimiertes Proof-of-Stake)
Durchsatz (Leistung) Bis zu 200.000 Orders pro Sekunde
Latenz (End-to-End) < 0.2 Sekunden (CEX-Niveau)

Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschliesslich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Kryptowährungen sind volatil. Recherchiere stets selbst (DYOR).

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