Es ist eines der ganz grossen Themen, die Krypto-Anleger sehr gerne vermeiden möchten: die Steuern. Jedes Land hat seine eigenen Gesetze diesbezüglich. Während einige Länder Kryptowährungen wie Aktien behandeln, ist das in Deutschland und Österreich anders. In Österreich kommt es nun zu einer grossen Änderung, auch wenn es keine eigene Krypto-Steuer ist.

Gesetzentwurf soll rückwirkend gelten

In Österreich waren Gewinne bisher steuerfrei, wenn man diese vorher ein Jahr gehalten hat. Verkaufte man die Kryptowährungen vorher, wurden diese mit dem persönlichen Steuersatz versteuert. Bereits seit Monaten ist klar, dass sich die Steuergesetze in Bezug auf Kryptos ändern werden. Nun ist auch bekannt, wie die neue Steuer aussehen könnte.

Dem Entwurf nach sollen Gewinne aus Kryptowährungen unabhängig von der Haltedauer mit der Kapitalertragssteuer versteuert werden. Das bedeutet, dass auf den Gewinn stets 27,5 Prozent an Steuern anfallen.

Dies kommt vor allem Vollzeit-Tradern zugute, da die persönliche Einkommenssteuer oft über den 30 Prozent liegen sollte. Im Gegensatz dazu haben Hodler einen Nachteil. Bisher konnten diese die Steuern umgehen, indem Sie die Kryptowährungen ein Jahr hielten. Dies ist von nun an nicht mehr möglich.

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Für besonders grosse Aufregung sorgt dabei das Vorhaben, die Haltefrist sogar rückwirkend abzuschaffen. Denn das Gesetz soll für alle Kryptowährungen gelten, die nach dem 28. Februar 2021 gekauft worden sind.

Der Gesetzentwurf ist nun bis zum 6. Dezember 2021 in Begutachtung. Bis das Gesetz durch ist, könnte es noch zu einigen Änderungen kommen.

Krypto-Steuer: Folgt nun Deutschland?

Bisher waren die Gesetze in steuerlicher Hinsicht in Österreich und Deutschland sehr ähnlich. Auch in Deutschland sind Steuern ein grosses Thema. Besonders die Differenzierung zwischen normalen Kryptogewinnen und Einnahmen aus Staking oder Lending führen zu Diskussionen.

Daher stellen sich nun auch viele die Frage, ob Deutschland Österreich in diesem Punkt folgen würde. Noch sind keine Informationen dazu bekannt. Allerdings hatte Deutschland bereits 2009 die Haltefrist bei Aktien abgeschafft. Gut möglich, dass dies irgendwann auch für private Veräusserungsgewinne eingeführt wird. Steuerfreiheit ist letzten Endes für viele Staaten keine Hilfe.

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