Mit Lazio Rom verkauft ein Fussballverein der Serie A nun NFT-Tickets. Dem wachsenden Trend stellt man sich in Zusammenarbeit mit Hauptsponsor Binance. Handelt es sich dabei um einen Vorteil für den Endnutzer oder wird die Dystopie lebhaft?

Lazio NFT-Tickets: Was nützen sie?

Vor wenigen Tagen verkündet Binance, für die kommende Fussball-Saison 2022/23 NFT-Tickets des Partners Lazio Rom zu verkaufen. Käufer will man mit mehreren Vorteilen ausstatten.

Dazu zählt etwa ein zehnprozentiger Rabatt im Fanshop des Vereins. Die Eintrittskarten des Vereins für Spiele in der Europa League reduziert man sogar um 20 Prozent. Zudem bekommt man Zugang zu exklusiven Fanartikeln.

Auch die Möglichkeit, die Karten langfristig in digitaler Form aufzubewahren, sieht Binance als Vorteil für Sammler.

Binance und Lazio hoffen auf mehr Sicherheit für den Käufer, dessen Ticket dann nicht mehr so einfach verloren geht oder zerstört werden kann. Auch die Rückverfolgung der Karten soll zunehmen. So will man etwa Wiederverkäufe im Sekundärmarkt vermeiden.

Genau dort setzen aber auch Nachteile für den Nutzer ein. Die NFT-Karten, die als Tages- und als Dauerkarten zum Kauf bereitstehen, setzen ein Konto auf Binance voraus.

Nimmt die Überwachung durch NFT-Tickets zu?

Binance sagt dem Sekundärmarkt der Fussballtickets durch seine NFT-Tickets den Kampf an. Handelsübliche Eintrittskarten gibt es auch bei Lazio nach wie vor, zugleich ist für Nutzer jedoch offenkundig, welche Entwicklungen in Zukunft möglich wären.

Denn an jede Eintrittskarte will man nun auch eine Identität binden. Wer Einlass ins Stadion haben möchte, benötigt also nicht nur den jeweiligen NFT, sondern auch einen Identitätsnachweis.

Auf diese Weise vermeidet man einen Wiederverkauf der Karten. Dem eigentlichen Ziel von Krypto, die Freiheit seiner Nutzung zu steigern, widerspricht dieses System. Trotz dystopischer Elemente hält Binance die NFT-Tickets dennoch für vorteilhaft.

Trend der NFT-Tickets setzt sich fort

In der Öffentlichkeit lange nur als digitale Kunstwerke bekannt, erlangen NFTs zunehmend praktische Zwecke. Als Eintrittskarten steigt ihre Popularität enorm. Die Krypto-Börse FTX kooperiert bereits mit den bekannten Festivals Coachella und Tomorrowland, für die ebenfalls NFT-Tickets existieren.

Erst im April wechselte das erste NFT-Flugticket für eine Million US-Dollar den Besitzer. Das Unternehmen TravelX setzt dabei auf die Algorand-Blockchain. FTX baut für seine Projekte auf die ihm nahestende Blockchain Solana.

Obwohl Binance bisher keine Informationen zu technischen Details machte, scheint nahezu gesichert, dass man auf BNB als firmeneigenes Projekt setzt. Gewiss ist, dass NFTs als Eintrittskarten den Sprung aus der Krypto-Szene schafften.

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