Bitcoin steckt fest. Seit Wochen pendelt die grösste Kryptowährung zwischen wichtigen Unterstützungs- und Widerstandszonen – und genau dazwischen könnte sich entscheiden, wohin die nächste grössere Bewegung geht. Die Blockchain-Analysefirma Glassnode hat nun eine Marke ausgemacht, die für Bitcoin besonders brisant werden könnte: 87.700 Dollar.
Bitvavo, eine der führenden Börsen aus Europa (Niederlanden) mit einer grossen Auswahl an Kryptowährungen. PayPal Einzahlung möglich. Extra für kurze Zeit: 20 Euro Bonus bei Anmeldung über CoinPro.ch
Der Bereich ist nicht zufällig so wichtig. Nach der jüngsten Analyse von Glassnode liegt dort die durchschnittliche Kostenbasis jener Anleger, die Bitcoin vor sechs bis zwölf Monaten gekauft haben. Viele dieser Investoren sitzen damit noch auf Buchverlusten. Erreicht der Kurs ihre Einstandspreise, könnte bei einem Teil der Anleger der Wunsch entstehen, endlich ohne Verlust auszusteigen. Das kann zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugen.
Bitcoin steckt fest: Glassnode sieht BTC an einem Scheideweg
Bitcoin hat diese Zone in diesem Jahr bereits mehrfach nicht nachhaltig überwinden können. Glassnode beschreibt den Markt deshalb als regelrecht «eingeklemmt»: Unter dem Kurs liegen wichtige Unterstützungen, darüber wartet eine dichte Wand potenzieller Verkäufer. Besonders interessant ist die Zone zwischen 87.000 und 87.700 Dollar. Dort treffen mehrere Widerstände aufeinander. Neben der Kostenbasis der Anleger aus den vergangenen sechs bis zwölf Monaten liegen auch der Jahresstart von 2026 bei rund 87.490 Dollar und der gleitende 20-Monats-Durchschnitt bei etwa 87.165 Dollar. Für Bitcoin ist das also mehr als nur eine einzelne Zahl auf dem Chart.
Was passiert, wenn die Marke fällt? Dann könnte es schnell gehen. Glassnode erwartet bei einem nachhaltigen Ausbruch eine deutlich höhere Volatilität. In der Analyse wird zudem auf mögliche Short-Liquidationen hingewiesen: Müssen Anleger, die auf fallende Kurse gesetzt haben, ihre Positionen schliessen, kann zusätzlicher Kaufdruck entstehen. Doch selbst ein Ausbruch über 87.700 Dollar wäre noch kein Freifahrtschein Richtung Rekordhoch. Oberhalb dieser Zone wartet laut Glassnode bei rund 90.000 Dollar bereits die nächste bedeutende Angebotszone. Dort könnten weitere Anleger ihre zuvor im Verlust gehaltenen Bitcoin verkaufen, sobald sie wieder nahe an ihrem Einstandspreis liegen.
Diese Marke entscheidet jetzt über den nächsten Sprung
Auf der anderen Seite wird es unterhalb von Bitcoin ebenfalls interessant. Zwischen 80.000 und 81.500 Dollar liegt derzeit eine wichtige Unterstützungszone. Rund 81.500 Dollar entspricht der Kostenbasis der US-Spot-ETFs. Gleichzeitig konzentrieren sich im Orderbuch bei etwa 80.000 Dollar grosse Kaufaufträge. Glassnode hat beobachtet, dass Bitcoin diese Bereiche zuletzt mehrfach verteidigen konnte. Sollte diese Unterstützung allerdings brechen, könnte der nächste Rücksetzer deutlich unangenehmer werden.
Auch interessant: Krypto-Regulierung in den USA: SEC macht den nächsten Schritt
Dann rückt laut Glassnode die Zone um 78.000 Dollar in den Fokus. Dort liegt die sogenannte «True Market Mean», ein wichtiger On-Chain-Indikator für die durchschnittliche Kostenbasis aktiver Marktteilnehmer. Unterhalb von 80.000 Dollar könnten zudem Liquidationen gehebelter Long-Positionen zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugen. Hinzu kommt ein Problem auf der Nachfrageseite: Die US-Spot-ETFs, die den Bitcoin-Markt zuletzt immer wieder gestützt hatten, sind laut Glassnode zuletzt wieder zu Nettoverkäufern geworden.
Gleichzeitig ist die frische Spot-Nachfrage noch nicht stark genug, um den Markt überzeugend nach oben zu drücken. Damit steht Bitcoin vor einem klassischen Kräftemessen. Unter 80.000 Dollar könnte die Stimmung schnell kippen. Über 87.700 Dollar könnte dagegen Bewegung in den Markt kommen. Und dazwischen bleibt vor allem eines: Warten auf den Ausbruch. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob Bitcoin sich bewegt. Sondern in welche Richtung – und ob die nächste Bewegung diesmal nachhaltig ist. (mck)


