Es beginnt leise, fast unscheinbar – und könnte doch weitreichende Folgen haben. Der Technologiekonzern Meta testet derzeit eine Funktion, die das Geschäftsmodell von Millionen Content-Creators verändern könnte. Geld aus Social Media, direkt aufs Krypto-Wallet. Kein Umweg über Banken. Keine Verzögerung. Ein Klick – und der Lohn fliesst in Coins.

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Wie mehrere Medien berichten, darunter auch Branchenportale mit Verweis auf Unternehmensangaben, hat Meta erste Tests für Krypto-Zahlungen gestartet. Betroffen sind vorerst nur ausgewählte Nutzer in Kolumbien und den Philippinen. Ein begrenzter Kreis, bewusst gewählt. Die Strategie dahinter wirkt vertraut: erst testen, dann skalieren.

Meta wagt neuen Krypto-Anlauf – und diesmal könnte es klappen

Konkret geht es um Einnahmen aus Plattformen wie Facebook und Instagram. Influencer, Kreative, Video-Produzenten – sie sollen künftig die Möglichkeit erhalten, ihre Erlöse nicht nur klassisch über Bankkonten zu beziehen, sondern direkt in Form digitaler Währungen. Zum Einsatz kommt dabei zunächst der Stablecoin USDC. Ein digitaler Dollar, der an den realen US-Dollar gekoppelt ist. Die Auszahlungen erfolgen über die Blockchains Solana und Polygon – Netzwerke, die für schnelle und günstige Transaktionen stehen.

Die technische Abwicklung übernimmt der Zahlungsdienstleister Stripe, der sich in den vergangenen Jahren zunehmend im Krypto-Sektor positioniert hat. Das Prinzip ist simpel: Meta überweist die Einnahmen direkt an die Wallet der Creator. Kein Warten auf internationale Überweisungen, keine Wechselkursprobleme, keine klassischen Finanzhürden. Gerade in Ländern mit weniger stabilen Bankensystemen könnte das attraktiv sein.

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Doch der Schritt kommt nicht aus dem Nichts. Meta hat bereits mehrere Anläufe im Krypto-Bereich hinter sich – und ist dabei spektakulär gescheitert. Die Projekte Libra und später Diem sollten einst eine eigene Digitalwährung etablieren. Unterstützt von grossen Finanzunternehmen, begleitet von politischer Skepsis. Am Ende scheiterte das Vorhaben am Widerstand von Regierungen und Banken. Die Angst damals: Ein Tech-Konzern mit Milliarden Nutzern könnte ein paralleles Finanzsystem schaffen. Zu mächtig, zu unabhängig, zu schwer kontrollierbar. Die Konsequenz: regulatorischer Druck, Rückzug der Partner, schliesslich das Aus für die Projekte.

Der leise Neustart mit grossem Potenzial

Auch personell hatte das Folgen. David Marcus, einer der zentralen Köpfe hinter Libra und Diem, verliess das Unternehmen und gründete mit Lightspark ein eigenes Fintech. Sein Fokus: schnelle Bitcoin-Zahlungen über das Lightning-Netzwerk. Ein indirekter Beleg dafür, dass die Idee digitaler Zahlungsinfrastruktur weiterlebt – nur in anderer Form.

Jetzt also ein neuer Versuch. Weniger ambitioniert, dafür pragmatischer. Kein eigener Coin, keine grosse Vision eines globalen Zahlungssystems. Stattdessen ein konkreter Anwendungsfall: Creator Economy trifft Krypto. Ob daraus mehr wird, bleibt offen. Noch handelt es sich um einen Test. Doch die Richtung ist klar. Meta tastet sich zurück in ein Feld, das es einst dominieren wollte – diesmal vorsichtiger, leiser, aber womöglich nachhaltiger.

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Und genau darin liegt die eigentliche Brisanz: Wenn Social Media und Krypto zusammenfinden, entsteht mehr als nur eine neue Zahlungsmethode. Es entsteht ein neues Ökosystem. Eines, das traditionelle Finanzstrukturen zumindest infrage stellt. Der Versuch läuft. Die Branche schaut genau hin. (mck)

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