Im Dezember 2020 sorgte eine eingereichte Klage der US-Börsenaufsicht SEC gegen das Unternehmen Ripple und den Ripple-Verantwortlichen für einen rapiden Kurssturz der Kryptowährung XRP. Mittlerweile konnte sich die Kryptowährung wieder erholen, allerdings wird der Kurs des sechstgrössten digitalen Assets weiterhin von der Ungewissheit beeinflusst, so dass vor allem institutionelle Investoren eher zögerlich sein dürften.

Nach über einem Jahr ist mittlerweile klar, dass die Sache längst nicht so klar ist, wie es die SEC damals darstellte. Sie warf die SEC Ripple nämlich vor, dass es sich beim damaligen ICO (Initial Coin Offering) im Jahr 2012 um einen unregulierten Wertpapierhandel gehandelt hätte. Es geht insgesamt um 1,3 Milliarden US-Dollar. Nun hat sich in einem Interview mit Tony Edward von Thinking Crypto mit Joseph Hall der ehemalige SEC-Geschäftsführer zu Wort gemeldet und erklärt, dass es seiner Meinung nach danach aussehe, dass Ripple den Fall gewinnen wird.

Hall versteht nicht, was die SEC bezwecken will

„Ich bin mir auch nicht sicher, was die SEC in der XRP-Klage beweisen will“, sagte Hall und fügte hinzu, dass es ihm ein Rätsel bleibt, warum die SEC den Fall überhaupt angestrengt hat. Er sagte, das Ripple-Netzwerk sei seit Jahren in Betrieb, bevor in letzter Minute eine Klage gegen es eingereicht wurde.

Im Prinzip könne die SEC nur noch verlieren. Laut Hall hängt für die SEC viel von dieser Klage ab, und ihre gesamten Regulierungsbemühungen könnten im Falle eines Scheiterns in der Sache effektiv „stillgelegt“ werden. Die Folgen für die SEC und das Kryptogeschäft im Allgemeinen sind enorm. Auch die Ripple-Verantwortlichen haben stets von einem „Angriff gegen Krypto“ gesprochen.

Ripple habe eine starke Verteidigung mit der Begründung, dass die SEC es versäumt hätte, eine faire Mitteilung über ihre Untersuchung zu machen, so Hall. Einzelpersonen und Unternehmen müssen benachrichtigt werden, wenn sie von der Aufsichtsbehörde untersucht werden.

Laut Hall gibt es eine spielentscheidende Frage im Verfahren

Die XRP-Community hat seit Beginn der Klage ihre Bestürzung und Bedenken zum Ausdruck gebracht. Hall ist der Ansicht, dass dies „ziemlich zwingend“ ist und für einen Richter von Bedeutung sein könnte, aber nicht unbedingt als „Trumpf“ fungiert.

Laut Hall wird die Klage gegen Ripple möglicherweise nicht so enden, wie von der SEC erwartet. Ein Richter darf in einem Gerichtsverfahren nur eine Frage stellen: „Wenn Sie wissen, dass XRP ein Problem darstellt und seit 2012 davon wissen – warum jetzt?“

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