Dabei hätte sich doch alles zum positiven wenden sollen. Nachdem die Nachrichtenagentur TASS vor erst gut einem Monat darüber berichtet hatte, dass man nichts mit Verboten am Hut haben möchte, sondern lediglich gewisse Regelungen einführen wollen würde. Am Donnerstagnachmittag erreichte die Medien eine Meldung über einen möglichen Krypto-Bann, mit der so im Grunde keiner gerechnet hatte. In vorerst absehbarer Zeit werden demnach Russland und Kryptowährungen keine Freunde mehr.

Russlands Zentralbank fordert Krypto-Bann

Noch gibt es keine gesetzliche Veranlassung dazu, aber während die führende russische Bank, Sberbank, zuletzt den ersten auf Blockchain ausgerichteten ETF auflegte, schlug die Zentralbank, was einem Bericht hervorgeht, ein Komplettverbot für Bitcoin & Co. auf dem gesamten russischen Territorium vor. Hierbei gingen sie von einer Gefahr für die finanzielle Stabilität und die Souveränität der Geldpolitik des Landes aus. Kryptowährungen seien volatil und grösstenteils ein Finanzmittel, wenn überhaupt für illegale Zwecke.

Stattdessen sprach man sich für die Verwendung einer digitalen Währung der Zentralbank als Alternative aus. Des Weiteren empfahl man den Finanzdienstleistern die Verhinderung von Krypto-Geschäften im ganzen Land. Abhilfe soll hierbei ein „genereller Mechanismus“ schaffen, der die Umwandlung von Fiatwährungen in Kryptowährungen unterbinde.

Beim Krypto-Bann geht es auch um ein Verbot im Sinne von Mining. Mit elf Prozent ist der Hashrate-Anteil in Russland so gross, dass man weltweit den dritten Platz belegt. Auch dies soll aber in Zukunft nicht mehr erlaubt sein. Als Grund nannte die Bank Rosii hier:

Das Krypto-Mining verursacht einen unproduktiven Stromverbrauch, der die Energieversorgung von Wohngebäuden, sozialer Infrastruktur und Industrieobjekten sowie die Umweltagenda der Russischen Föderation untergräbt.

Russland Krypto-Bann: Politik noch ohne Reaktion

Wie bereits oben erwähnt, gibt es seitens der Staatsregierung bisher keine Stellungnahme zu dem veröffentlichten Report und dem geforderten Krypto-Bann in Russland. Nach dem Krypto-Bann in China hatte der stellvertretende Finanzminister Alexey Moiseev im Oktober letzten Jahres noch angekündigt, dass man nicht in die Fussstapfen der Volksrepublik treten möchte.

Ganz so eine klare Meinung hatte Präsident Wladimir Putin im Gegensatz nicht vorzuweisen. Anfang Dezember war das 69-jährige Staatsoberhaupt zu der Thematik zwiegespalten. Auf der einen Seite hatte er sich für “die Neujustierung einiger regulatorischer Stellschrauben“, ausgesprochen. Die Wirtschaftlichkeit dürfe allerdings an den neuen Regeln nicht leiden, so seine Bedenken. (mck)

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