Sberbank legt den ersten auf Blockchain ausgerichteten ETF in Russland auf

Sberbank legt den ersten auf Blockchain ausgerichteten ETF in Russland auf

Die führende russische Bank – Sberbank – hat einen börsengehandelten Blockchain-Fonds (ETF) aufgelegt, der prominente Unternehmen der Kryptowährungsbranche wie Coinbase und Galaxy Digital verfolgt. Dies ist das erste Produkt dieser Art in Russland. Es ermöglicht lokalen Anlegern in den Markt für digitale Vermögenswerte einzutauchen. Ohne einen Token kaufen, lagern oder verkaufen zu müssen.

Russland hat einen Blockchain-ETF

Die Sberbank gab bekannt, dass der börsengehandelte Fonds den Namen „Sber – Blockchain Economy“ trägt und unter dem Kürzel SBBE gehandelt wird. Der ETF folgt dem gleichnamigen Index, der von der Investmenttochter der Bank, SberCIB, entwickelt wurde. Letzterer umfasst Wertpapiere von Unternehmen, deren Hauptaktivitäten mit der Blockchain-Technologie verbunden sind.

Der Index umfasst auch Unternehmen, die Hardware und Software für das Mining von Kryptowährungen herstellen. Sogar Unternehmen, die Beratungsdienste in diesem Sektor anbieten, sind mit an Board.

Einige der grösseren Namen im Portfolio von SBBE sind die US-Börse Coinbase, der Blockchain-Softwareanbieter Digindex und Mike Novogratz‘ Investmentgesellschaft Galaxy Digital.

Evgeny Zaitsev – Generaldirektor der Sberbank – meinte zu dieser Initiative, dass es „kaum noch Leute gibt, die noch nie von Blockchain gehört haben“. Seiner Ansicht nach entwickelt sich die Technologie rasant weiter. Es übersteige einfach die Möglichkeiten eines normalen Anlegers, den Überblick zu behalten.

Zudem fügte er hinzu, dass direkte Investitionen in Bitcoin oder alternative Münzen mit hohen Risiken verbunden sind. Daher würde das neue Produkt es den Menschen ermöglichen, nicht in digitale Vermögenswerte zu investieren. Sondern in Unternehmen, die „die Entwicklung von Blockchain-Technologien sicherstellen“, so der Geschäftsführer.

Russland will Krypto-Investitionen verbieten

Der ETF, den die Sberbank eingeführt hat, könnte eine gute Gelegenheit für die Einheimischen sein, auf den Kryptowährungszug aufzuspringen. Die russische Zentralbank hatte nämlich kürzlich angekündigt, dass sie direkte Investitionen in digitale Vermögenswerte verbieten will (zum Artikel).

Das Finanzinstitut behauptete, dass viele Menschen Bitcoin und andere Kryptowährungen für böswillige Aktivitäten verwenden. Daher sei sie für ein Verbot für die Zuweisung von Geldern.

Anfang dieses Jahres warnte Elvira Nabiullina – die Chefin der russischen Zentralbank – die Anleger vor den Risiken auf dem Kryptomarkt. Hierbei verwies sie auf die erhöhte Volatilität der Preise dieser Vermögenswerte. Sie ging noch weiter und bezeichnete Investitionen in Kryptowährungen als die gefährlichste Geldstrategie.

Einige Monate später mahnte Sergey Shvetsov – ein Mitglied des Verwaltungsrats der Bank of Russia – zur ähnlichen Vorsicht. Er argumentierte, dass der Kauf von Bitcoin dem „Betreten eines Minenfeldes“ gleichkomme. (mck)

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