Erst kürzlich macht Solana erneute, negative Schlagzeilen. Angreifer räumten die Wallets tausender Nutzer leer und verursachten auf diese Weise siebenstellige Schäden. Doch was steckt hinter den Millionenverlusten?

Slope: Schlechte Software Wallet macht Nutzer angreifbar

Anatoly Yakovenko, Mitgründer und Hauptentwickler von Solana vermutet hinter dem plötzlichen Angriff lange Zeit einen Hack der Supply-Chain. Er glaubte an die Infizierung grundlegender Datenbanken, auf die unzählige Entwickler zurückgreifen.

Augenscheinlich waren nur Nutzer von iOS betroffen. Inzwischen ist klar: Diese Annahme ist falsch. Verursacher des Problems ist der Wallet-Anbieter Slope. Slope ist eine Software Wallet, die auf verschiedenen Betriebssystemen erhältlich ist.

Sicherheitsexperten von OtterSec entdeckten den zugrundeliegenden Fehler und teilten diesbezügliche Informationen auf Twitter. Statt verschlüsselt – wie eigentlichen üblich – speicherte Slope die Seed Phrase der Nutzer in klarem, unverschlüsselten Text.

Die Phrasen der Nutzer speicherte Slope auf einem zentralen Server. Auf diesen erlangte der Angreifer Zugriff, las die sensiblen Daten aus und entwendete die Gelder.

Lesetipp: Solana Hack: Massenhafte Verluste versetzen Nutzer in Unglauben

Wie sollten Solana-Nutzer nun reagieren?

Nutzer von Slope sollten eine neue Wallet erstellen und sämtliche Wertanlagen dorthin übertragen. Das betrifft sämtliche Nutzer, die Slope zu irgendeinem Zeitpunkt nutzten.

Laut Otter ist das Ausmass der verlorenen Wertanlagen geringer als bisher angenommen. Blockchain-Analysten schätzen den Schaden der entwendeten Solana und NFTs auf rund fünf Millionen US-Dollar. Otter vermutet, dass der Angreifer umgerechnet lediglich vier Millionen US-Dollar entwenden konnte.

Zudem für manche Nutzer interessant: Wertanlagen, die durch Hacker verloren gehen, können in verschiedenen Staaten legal als Steuerverlust deklariert werden. Darauf weist Shane Brunette hin, Geschäftsführer von Crypto Tax Calculator.

Der Dienst ist auch in der Schweiz erhältlich. Brunette verrät, dass ein derartiger Steuerverlust unter anderem in Kanada, Grossbritannien oder Australien tatsächlich steuerlich absetzbar sei.

Üblicherweise müsse der Investor jedoch beweisen, dass er Eigentümer der gestohlenen Anlagen ist und dass diese nun nicht mehr unter seiner Kontrolle seien.

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