Mal wieder wird ein spannenden Anwendungsfall der Blockchain in der Schweiz pilotiert. In der St. Galler Gemeinde ist seit ein paar Wochen im Projekt Quartierstrom der erste lokale Strommarkt basierend der auf der Blockchain in Betrieb. Dies ging aus einer Meldung hervor. Der durch Solarenergie lokal produzierte Strom wird über eine Blockchain-Lösung in der Nachbarschaft im Quartier verkauft.

Erste Zahlen sind vielvesprechend

Obwohl das Projekt erst seit ein paar Wochen läuft, sind die ersten Ergebnisse sehr vielversprechend. So konnten die Produzenten des Solarstroms seit Anfang Februar bereits 82 Prozent im Quartier verkaufen. Rund ein Viertel des benötigten Stroms kommt aus dem Quartier Schwemmiweg selbst. Grundsätzlich geht beim angestossenen Projekt darum, ein praxistaugliches Konzept zu entwickeln, um möglichst viel Solarstrom lokal vermarkten zu können. Neben den wirtschaftlichen und prozessualen Zielen geht es den Initianten auch darum, die Energie von der Sonne für Konsumenten und Produzenten attraktiver zu machen. Im Quartier selbst sind bis hierhin aktuell 37 Haushalte und ein Seniorenzentrum am Projekt beteiligt.

Strommarkt via Blockchain: So funktioniert es

Käufer und Verkäufer von Strom können auf dem Online-Portal Preislimite einstellen und der Handel wird anschliessend automatisch über die Blockchain dezentral abgewickelt. So funktioniert der erste Blockchain-Strommarkt der Schweiz.

Das System läuft stabil und der Markt funktioniert

so Arne Meeuw. Er gehört zum Bosch IoT-Lab der Universität St. Gallen, welches gemeinsam mit dem Bits-to-Energy-Labs der ETH Zürich an dieser Blockchain-Anwendung arbeitet und forscht. Zudem sei es sehr erfreulich, dass sich die Teilnehmenden relativ häufig einloggen, um ihre Preislimits anzupassen oder ihre Handelsdaten abzurufen. Dieses Pilot-Projekt ist für alle Beteiligten von Vorteil. Auf der einen Seite erhalten die Produzenten eine höhere Vergütung als bei der normalen Netzeinspeisung – im Moment liegt der Marktpreis bei 4 Rappen pro Kilowattstunde. Auch die Nachbarn im Quartier sparen dadurch Geld.

Es wird sich zeigen, wie es hier weitergeht. Eines ist soweit bekannt: Die Pilotphase für den Blockchain-Strommarkt ist auf ein Jahr angesetzt. Danach wird beraten, wie es weitergeht.

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