Bitcoin ist begrenzt. Mehr als 21 Millionen BTC werden ohne eine Änderung im Bitcoin-Code niemals möglich sein. Gerade die Knappheit führt dazu, dass Bitcoin als digitales Gold angesehen wird. Umso knapper wird der Bestand, wenn man an die ganzen institutionellen Investoren wie MicroStrategy, Tesla oder die Terra Foundation denkt. Diese Unternehmen verringern das erhältliche Bitcoin-Angebot weiter, da sie keinerlei Interesse daran haben, ihre BTC zu veräussern und Bitcoin in grossen Mengen kaufen. Vor wenigen Tagen wurde ein neuer Meilenstein erreicht: der 19.-millionste Bitcoin wurde geschürft. Damit bleiben aktuell weniger als 2 Millionen BTC übrig, die geschürft werden können.

Noch über 100 Jahre bis zum letzten Bitcoin

Aufgrund des implementierten Halving-Algorithmus steigt die Anzahl der Bitcoins bis zur maximalen Grenze immer langsamer an. Die Grenze von 21 Millionen BTC wird daher erst im Jahr 2140 erreicht. Das Halving findet etwa alle vier Jahre bzw. stets nach 210.000 Blöcken statt. Zu Anfangszeiten erhielten Bitcoin-Miner pro Block noch eine Belohnung von 50 BTC. Durch die drei bisherigen Halvings ist die Belohnung für die Miner auf nur noch 6,25 BTC gesunken. Der steigende BTC-Kurs macht das Mining dabei besonders attraktiv für die Bitcoin-Mining-Zentren, weswegen die Hashrate aktuell stetig ansteigt und erst am 30. März 2022 ein neues Allzeithoch erreicht hat (im 30-Tages-Durchschnitt).

Im März 2024 kommt es voraussichtlich zum nächsten Bitcoin-Halving. Dann sinkt die Belohnung pro Block auf 3,125 BTC. Anstelle von 900 Bitcoins pro Tag werden dann also nur noch 450 BTC pro Tag geschürft, ehe es rund 4 Jahre später erneut zur Halbierung kommt.

Wie lange muss sich Bitcoin noch bewähren?

Das Bitcoin-Whitepaper wurde nach Beginn der Weltwirtschaftskrise im Oktober 2008 veröffentlicht. Wenige Monate später ging das Bitcoin-Protokoll schliesslich live. Umso beeindruckender ist hierbei die Tatsache, dass Satoshi Nakamoto es geschafft hat, ein Konzept zu schaffen, welches zahlreiche Eigenschaften aus der Wirtschaft, Informatik und Soziologie beinhaltet.

Bitcoin ist technisches Meisterwerk

Einerseits haben wir aus technischer Sicht ein unfälschbares Protokoll, welches für grenzüberschreitende Zahlungen genutzt werden kann. Dabei benötigen wir durch das Bitcoin-Protokoll keine zentralisierte Instanz, wie es die Banken beim Fiatgeld für uns sind. Für den Nutzer besteht der Vorteil darin, dass diese Überweisung von überall aus an jede beliebige Adresse gesendet werden kann. Wo sich der Empfänger befindet, hat keinerlei Auswirkungen auf die Gebühren, die der Sender zu zahlen hat. Durch das dezentral aufrechterhaltene Netzwerk braucht man sich über das Double-Spend-Problem keine Sorgen zu machen. Die Hashrate steigt, die Hashrate-Distribution ist laut blockchain.com ebenfalls eine Kennzahl, bei der wir uns aktuell keine Sorgen machen müssen. Zudem sind die Nutzer wirklich selbst für ihre Bestände verantwortlich. Apple-Mitbegründer Steve Wozniak hatte recht, als er meinte, dass BTC ein „mathematisches Wunder“ darstelle.

Freiheit hat Vor- und Nachteile

Zwar gibt es keine Einlagensicherung wie bei der Bank, wodurch beispielsweise in Deutschland ein Guthaben bis zu 100.000 Euro immer versichert ist, allerdings können auch keine Kontopfändungen durchgeführt werden, wenn es sich um eine Non-Custodial-Wallet handelt. Das ist eine Freiheit, die natürlich Vor- und Nachteile besitzt, dennoch ähnelt es der Möglichkeit, sein Bargeld zu Hause im Sparstrumpf zu verwahren, ohne der Gefahr eines Einbruchs (in diesem Fall Hack) ausgesetzt zu sein. Auch eine digitale Zentralbankwährung könnte theoretisch diesen grenzüberschreitenden Wertetransfer realisierbar machen, doch es gibt einen grossen Unterschied.

Kein Geld mehr aus dem Nichts

Das Bitcoin-Protokoll ist vorgegeben. Wir wissen, wie sich die Gesamtmenge des Geldes ändern. BTC wird noch einige Jahre inflationär bleiben, allerdings ist die Inflationsrate aktuell bei mickrigen 1,7 Prozent. Während der Schweizer Franken aktuell noch gut abschneidet, zeigen die Inflationsraten in Deutschland oder den USA, dass sich Menschen zurecht Sorgen um den Wertverfall ihrer Ersparnisse machen. Wir spüren aktuell nicht nur die gestiegenen Energiekosten durch den Ukraine-Russland-Konflikt. Es ist das Ergebnis der jahrelangen Strategie der Zentralbanken, die das Geld nach Belieben gedruckt haben. Die Geldmenge ist in den letzten Jahren in einem Ausmass gestiegen, welches wir so noch nie gesehen haben.

Wenn Kredite abgeschlossen werden, wird das Geld quasi aus dem Nichts geschaffen. Das wissen vor allem grosse Unternehmen für sich zu nutzen. Durch grosse Kredite verschaffen sich Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil. Dadurch, dass das Geld stets entwertet, wird es für die Unternehmen leichter sein, diese Schulden zu tilgen. Ein gutes Beispiel ist die Immobilienbranche. Unternehmen kaufen Immobilien und spekulieren lediglich auf eine Wertsteigerung, ohne diese Immobilie wirklich zu nutzen. Im Bitcoin-Protokoll ist es nicht möglich, einfach Bitcoins aus dem Nichts zu schaffen. Der hohe Energieverbrauch ist dafür verantwortlich, dass das Schürfen von BTC eben nicht aus dem «Nichts» geschieht.

Bitcoin als digitales Gold unbestreitbar

Die Bitcoin-Blockchain ist nun seit 13 Jahren aktiv – ohne einzige Unterbrechung. Noch immer zweifeln Institutionen teilweise daran, ob Bitcoin nun sicher ist oder nicht. Doch wie lange muss sich Bitcoin nicht bewähren, damit erkannt wird, dass BTC zumindest als Wertbewahrungsmittel eben die digitalisierte Form von Gold darstellt. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Knappheit beim Bitcoin virtuell geschaffen worden ist.

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