Bhutan sorgt erneut für Aufsehen in der Krypto-Welt. Das kleine asiatische Königreich, das bislang vor allem durch seine nachhaltige Bitcoin-Mining-Strategie via Wasserkraftwerke auffiel, hat seine Bitcoin-Reserven in den letzten 18 Monaten drastisch reduziert. Daten von Arkham zeigen: Bhutan hat mittlerweile rund 70 Prozent seiner Bestände verkauft.

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Heute transferierte die Regierung erneut 319,7 BTC im Wert von etwa 23 Millionen US-Dollar. 250 BTC wurden an eine Adresse geschickt, über die Galaxy und OKX die Verkäufe abwickelten. Weitere 69,7 BTC gingen an eine bislang unbekannte Adresse. Damit steigt der Gesamtwert der in diesem Jahr bewegten BTC auf über 215 Millionen Dollar.

Bhutan überrascht Krypto-Welt: Fast alle Bitcoin-Reserven verkauft

Zum Vergleich: Im Oktober 2024, als Bitcoin gerade wieder Anzeichen für eine Rekordrallye zeigte, hielt Bhutan noch 13.000 BTC. Inzwischen verbleiben dem Königreich nur noch 3.954 Bitcoin. Der drastische Rückgang erfolgt trotz eines relativ günstigen Zeitpunkts. Viele Verkäufe fanden zu vergleichsweise hohen Kursen statt, was dem Land ein sattes Plus bescherte.

Verantwortlich für die Verwaltung der Bestände ist «Druk Holding and Investments», der Staatsfonds Bhutans, der als zentrale Finanzstruktur auch für die Mining-Aktivitäten zuständig ist. Das Königreich setzt weiterhin auf erneuerbare Energiequellen. Die Stromversorgung der Mining-Anlagen erfolgt über lokale Wasserkraftwerke, die ein besonders energieeffizientes Mining ermöglichen.

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Ein wichtiger Partner in dieser Strategie ist Bitdeer, das Mining-Unternehmen des chinesischen Bitcoin-Pioniers Jihan Wu, der zuvor Bitmain gegründet hatte. Die enge Zusammenarbeit ermöglicht Bhutan, sowohl die Mining-Kapazität als auch die Verkaufsgeschwindigkeit flexibel zu steuern. Die aktuelle Verkaufswelle zeigt, dass das Land in puncto Krypto-Management zunehmend strategisch vorgeht.

Wieso es keine Schockwelle auf den BTC-Kurs auslöst

Die Marktreaktionen auf die Verkäufe sind bislang moderat. Experten gehen davon aus, dass der Verkauf über mehrere Plattformen und gestaffelt erfolgte, um keine Schockwellen auf den Bitcoin-Kurs auszulösen. Dennoch bleibt die Tatsache bemerkenswert, dass ein ganzer Staat nun einen Grossteil seiner Kryptowährungsbestände veräussert hat.

Bhutans Vorgehen steht im starken Kontrast zu vielen anderen Nationen, die Bitcoin eher als strategische Reserve halten. Das Königreich beweist damit, dass kleine Länder durch geschickte Liquiditätssteuerung in der Krypto-Welt durchaus Einfluss ausüben können. Die nächsten Monate werden zeigen, ob Bhutan weitere Verkäufe plant oder einen Teil der Reserven zurückhält, um von zukünftigen Kursanstiegen zu profitieren.

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Die Kombination aus erneuerbarer Energie, strategischem Mining und gezieltem Verkauf macht Bhutan zu einem ungewöhnlichen, aber einflussreichen Akteur auf dem globalen Krypto-Parkett. Für Beobachter bleibt spannend, wie sich die Marktstrategie des kleinen Königreichs weiterentwickeln wird – und welche Signale, das für die Preisentwicklung von Bitcoin geben könnte. Bhutan zeigt, dass selbst ein kleines Land den Krypto-Markt bewegen kann. Mit 70 Prozent verkaufter Bitcoin-Reserven und einem cleveren Mining-System setzt das Königreich ein starkes Zeichen – und hinterlässt Investoren neugierig und aufmerksam zugleich. (mck)

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