Rote Vorzeichen zum Wochenausklang: Warum Bitcoin und Ethereum nach dem „Fed-Kater“ einknicken

Rote Vorzeichen zum Wochenausklang: Warum Bitcoin und Ethereum nach dem „Fed-Kater“ einknicken

Der erhoffte Befreiungsschlag zum Monatsende ist ausgeblieben. Stattdessen dominieren am heutigen Freitag, den 30. Januar 2026, tiefrote Zahlen die Kurslisten der Krypto-Börsen. Bitcoin (BTC) hat die psychologisch wichtige Marke von 90.000 US-Dollar nicht nur aufgegeben, sondern kämpft nun um die darunterliegenden Support-Zonen. Auch Ethereum (ETH) und der breite Altcoin-Markt werden von der pessimistischen Stimmung mit nach unten gezogen. Die Ernüchterung nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank sitzt tief und löst eine spürbare Kapitalflucht aus Risiko-Assets aus.

Die Stimmung an den Märkten hat sich innerhalb von 48 Stunden von vorsichtigem Optimismus in handfeste Risikoaversion gedreht. Hatten viele Anleger noch gehofft, dass die US-Notenbank (Fed) am Mittwoch den Weg für baldige Zinssenkungen ebnen würde, so hat die Realität diese Hoffnungen nun eingeholt. Die Erkenntnis, dass die Zinsen länger auf dem aktuellen Niveau von 3,50 % bis 3,75 % verharren könnten, entzieht dem Krypto-Sektor den dringend benötigten Treibstoff: günstige Liquidität.

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Die verzögerte Reaktion auf die Fed-Realität

Interessanterweise reagierte der Markt am Mittwochabend und Donnerstag zunächst verhalten, fast lethargisch, auf die “Wait-and-See”-Haltung von Fed-Chef Jerome Powell. Es schien, als müssten die Algorithmen und institutionellen Investoren die Botschaft erst verarbeiten. Am heutigen Freitag jedoch sehen wir das Ergebnis dieser Analyse: Ein koordinierter Abverkauf von “Risk-On”-Assets.

Bitcoin, das Zugpferd des Marktes, wirkte bereits in den letzten Tagen oberhalb von 90.000 USD kraftlos. Das Unvermögen, dieses Niveau zurückzuerobern, lockte Verkäufer an, die nun auf die tieferen Unterstützungsbereiche bei etwa 87.000 USD zielen. Ethereum zeigt eine ähnliche Schwäche und korreliert stark mit dem Marktführer, da die spezifischen Treiber für das Smart-Contract-Netzwerk derzeit fehlen.

  • bitcoin
  • Bitcoin
    (BTC)
  • Preis
    $82,751.00
  • Marktkapitalisierung
    $1.65 T

Die Hauptursachen für den aktuellen Abverkauf

Der heutige Kursrutsch ist nicht auf ein einzelnes negatives Ereignis zurückzuführen, sondern das Resultat einer toxischen Mischung aus makroökonomischen Faktoren und einer veränderten Anlegerpsychologie. Die Marktteilnehmer realisieren, dass das erste Quartal 2026 schwieriger wird als prognostiziert.

Die wichtigsten Faktoren für die aktuellen Verluste lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Das “Higher-for-Longer”-Szenario: Die hartnäckige Inflation zwingt die Fed dazu, die Zinszügel straff zu halten. Dies macht risikoarme Anlagen wie Staatsanleihen attraktiver im Vergleich zu volatilen Krypto-Assets, die keine Zinsen abwerfen.
  • Die grosse Kapitalrotation in Edelmetalle: Wie wir gestern berichteten, erleben Gold und Silber einen historischen Höhenflug. Institutionelles Kapital fliesst massiv aus digitalen Währungen in diese physischen “sicheren Häfen”, die im aktuellen Umfeld als besserer Inflations- und Krisenschutz wahrgenommen werden.
  • Nervosität vor den Tech-Earnings: Der Krypto-Markt korreliert nach wie vor stark mit dem Nasdaq-Technologieindex. Vor den wichtigen Quartalszahlen der US-Tech-Giganten in der kommenden Woche wollen sich viele Investoren nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und reduzieren ihre Risikoexposition über alle Asset-Klassen hinweg.

Der Makro-Gegenwind bläst frontal

Die aktuelle Situation verdeutlicht einmal mehr, wie abhängig der Krypto-Sektor noch immer von der globalen Liquiditätsversorgung ist. In den Jahren 2024 und 2025 profitierte der Markt massiv von der Ausweitung der Geldmenge. Nun, da dieser Hahn zumindest vorübergehend zugedreht bleibt, fehlt die Kaufkraft, um die Kurse auf neue Höhen zu treiben. Zudem zeigt sich eine gewisse Marktsättigung. Nach der beeindruckenden Rallye der letzten Monate sitzen viele “Early Adopters” auf hohen Buchgewinnen. Angesichts der unsicheren makroökonomischen Lage und der attraktiven Alternativen im Rohstoffsektor ist die Versuchung gross, diese Gewinne nun zu realisieren – “Taking Profits” ist das Gebot der Stunde.

Ausblick: Wo liegen die rettenden Ufer?

Für Anleger stellt sich nun die bange Frage: Ist das der Beginn eines längeren Bärenmarktes oder nur eine gesunde Korrektur im übergeordneten Aufwärtstrend? Kurzfristig bleibt das Umfeld herausfordernd. Das Momentum liegt klar auf der Seite der Bären. Für Bitcoin wird es entscheidend sein, die Zone zwischen 87.000 und 88.000 USD zu verteidigen. Ein nachhaltiger Bruch dieser Marke könnte weiteres Abwärtspotenzial in Richtung 82.000 USD freisetzen. Ethereum muss dringend die Marke von 2.500 USD halten, um nicht in einen tieferen Strudel zu geraten. Mittelfristig hängt alles an der Datenlage. Der Markt braucht ein klares Signal, dass die Inflation besiegt ist, damit die Fed von der Bremse gehen kann. Bis dahin dürften wir eine volatile Seitwärtsphase sehen, in der “Hard Assets” wie Gold die Krypto-Währungen outperformen. Für Krypto-Investoren ist jetzt Geduld gefragt – das schnelle Geld des “Januar-Effekts” ist vorerst vom Tisch.

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