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Bitcoin und Steuern: 10.000 amerikanischen Hodlern drohen Strafen

von Paul

Neue Einnahmequelle für das US-amerikanische Finanzamt? Amerikanern, die in den vergangenen Jahren in Kryptowährungen investiert haben, droht Ungemach. Die Bundessteuerbehörde prüft derzeit, ob sie auch ihre Steuern gezahlt haben.

Bitcoin und Steuern: 10.000 amerikanischen Hodlern drohen Strafen

Aus Sicht der Krypto-Szene passt diese Nachricht gerade sehr – im negativen Sinne. Neben den lauter werdenden Stimmen nach einer strengeren Regulierung oder sogar Verboten von Bitcoin, Ethereum und Co. kommt nun das US-amerikanische Finanzamt. Dieses hat kommuniziert, dass derzeit Überprüfungen laufen, ob Amerikaner, die in den vergangenen Jahren in Kryptowährungen investiert haben, auch ordnungsgemäss Steuern gezahlt haben. Damit möchte der Internal Revenue Service (IRS) herausfinden, ob alle Kryptowährungstransaktionen gegenüber der Steuerbehörde korrekt und lückenlos angegeben wurden. Damit ist das Thema Bitcoin und Steuern definitiv auf der Agenda angekommen.

Deutliche Warnung der Steuerbehörde an Bitcoin-Besitzer

Wie das Wall Street Journal berichtet, wurden nun sogenannten Warning Letters Bitcoin-Hodler versendet. Dabei werden diese darauf hingewiesen, dass sie gegen bestehende Gesetze verstossen haben könnten. Besitzer, die Krypto-Assets unversteuert liessen, müssten schon bald mit Strafmassnahmen rechnen.  Die Behörde plant bis Ende August diesen Jahres, über 10.000 Besitzer von Bitcoin und anderen Krypto-Assets darüber in Kenntnis zu setzen. Zu den Quellen der Namen der jeweiligen Personen schweigt sich die Behörde aus. Es ist lediglich von diversen laufenden IRS-Compliance-Bemühungen die Rede.

Taxpayers should take these letters very seriously by reviewing their tax filings and when appropriate, amend past returns and pay back taxes, interest and penalties.

So IRS Kommissar Chuck Rettig in einem offiziellen Statement auf der Website des IRS. Noch seien alle Wege offen, aber die Besitzer von Kryptowährungen müssten nun zeitnah reagieren.

Bereits im letzten Jahr wurde IRS rund die Versteuerung von Kryptowähungen und digitalen Assets aktiv. So wurde eine Vereinbarung (Name: Virtual Currency Compliance Campaign) erarbeitet, die Steuerfragen im Zusammenhang mit virtueller Währungen regeln soll. Denn für den IRS gehören Kryptowährungen zu den Bereichen in denen Steuerhinterziehung am einfachsten sei.

Wie ist dies in der Schweiz

Zum Glück droht Schweizer Bitcoin- und Kryptobesitzern ähnliche Briefe im Moment nicht. Denn in der Schweiz sind nicht sämtliche Transaktionen steuerpflichtig, sondern unter anderem ist zwischen Kursgewinnen und dem gewerblich orientierten Mining zu differenzieren. Dabei gibt es fünf Fakten rund um Bitcoin und Steuern:

  • Bestände an Kryptowährungen fallen in den Bereich des zu versteuernden Vermögens
  • Der Wert der Kryptowährungen wird dann zu den weiteren Vermögenselementen (z.B. Bankguthaben, Aktien, Bargeld, Liegenschaft) addiert und versteuert. Hier liegt der Steuersatz normalerweise zwischen 0,2 bis 3 % des Vermögens, wobei es eine Freigrenze bis ca. 100’000 Franken (Höhe vom Kanton abhängig) gibt.
  • Es müssen alle Kryptowährungen erfasst werden – nicht nur Bitcoins
  • Kursgewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen sind steuerfrei – Auf der anderen Seite sind auch Kursverluste steuerlich nicht abziehbar.
  • Mining fällt in den Bereich der Einkommensteuer und ist somit steuerpflichtig

Mehr Details zur Besteuerung von Kryptowährungen in der Schweiz. Aber auch hier gilt: Bei Unklarheiten an den Steuerberater oder / und an das jeweilige kantonale Finanzamt wenden.

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