Die britische Armee verschenkt inzwischen Bitcoin? Tatsächlich wurden die Streitkräfte des Vereinigten Königreichs Opfer eines Datenlacks. Infolgedessen nutzten unberechtigte Personen die Konten der Armee auf sozialen Netzwerken, um Zuschauer zu täuschen. Vorsicht vor dieser Betrugsmasche!

Britische Streitkräfte verschenken keine Bitcoin

Wer am Sonntag die Kanäle der britischen Streitkräfte auf Twitter oder YouTube besuchte, erblickte dort den Aufruf, an vermeintlichen Geschenkverlosungen teilzunehmen. Das Prinzip: Nutzer sollten Bitcoin und Ethereum an vorgegebene Wallet-Adressen schicken.

Jeder Sender erhält dann eine Rückzahlung in Höhe des doppelten Betrages. Natürlich handelt es sich dabei um einen Betrug. In der Krypto-Szene sind Maschen dieser Art nicht unbekannt und tragen den Namen “Double Your Crypto Scam”.

Oft verwenden Betrüger dafür bekannte Gesichter wie Elon Musk oder Vitalik Buterin, streamen alte Aufnahmen als Liveschalte und fordern Zuseher dann über Einblendungen zu den Überweisungen auf.

British Army Ark Invest
Der vormalige Kanal der «British Army» hiess plötzlich «Ark Invest» und zeigte Aufnahmen von Elon Musk.

Opfer dieser Masche sind am Sonntag erstmals die Streitkräfte des Vereinigten Königreichs. Deren Kanäle, die über mehrere Hunderttausend Abonnenten verfügen, wurden von einer unbekannten Person gekapert.

Dieser änderte den Namen der “British Army” auf YouTube dann einfach in “Ark Invest” – eine tatsächlich existente, bekannte Investmentgesellschaft. Dort streamte man dann wieder einmal Elon Musk und erreichte so einige Tausend Personen.

Grossbritanniens Armee bewirbt NFT-Kollektion?

Ein ähnlich skurriles Bild ergab sich auf Twitter. Dort wandelte man das Konto von Grossbritanniens Armee kurzerhand zur Bewerbung einer NFT-Kollektion um.

Die Kollektion mit dem Namen The Possessed existiert ebenfalls als legitimes Projekt, dessen Entwickler schnell auf die Betrugsmasche aufmerksam machten. Auch hier wendeten die Betrüger ein ähnliches Prinzip an und forderten Geldsendungen, um einen angeblichen NFT zu bekommen.

Das Problem: Trotz der mehrfachen Veränderung des Namens des Twitter-Kontos behielt es während der gesamten Zeit einen blauen Haken, der offizielle, bekannte Twitter-Konten als legitim markieren soll. Bei Nutzern führt das oft zu besonderer Leichtgläubigkeit.

British Army The Possessed
Die Fälschung von «The Possessed» trägt hier noch den Nutzernamen der British Army.

Zuvor stahl man bereits Namen und die öffentliche Darstellung der NFT-Kollektion Bapesclan und verfolgte das gleiche Prinzip. Durch die wiederholten Betrugsmeldungen von Nutzern gelang es schliesslich, Twitter-Moderatoren auf die Masche aufmerksam zu machen.

Diese entfernten dann jegliche Nachrichten mit betrügerischen Absichten und stellten das Konto wieder her.

Britische Armee entschuldigt Unannehmlichkeiten

Wie genau es dem Unbefugten gelang, Zugriff zu den Konten der britischen Armee zu gelangen, ist aktuell unklar. In der Vergangenheit brauchte es dafür meist keine Fähigkeiten als Hacker.

Stattdessen wenden die Angreifer Social Engineering an. Statt technischer Schwachstellen nutzen sie also die Naivität des Personals, das über tatsächliche Befugnisse verfügt.

Nachdem die Streitkräfte den Zugriff auf ihre Konten zurückerlangten, entschuldigten sie sich für die Unannehmlichkeiten.

So schreibt man:

Wir entschuldigen uns für die vorübergehende Unterbrechung unseres Feeds. Wir werden eine umfassende Untersuchung durchführen und aus diesem Vorfall lernen. Vielen Dank, dass ihr uns folgt. Der normale Betrieb wird nun wieder aufgenommen.

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