Immer wieder rücken Krypto-Unternehmen in den Fokus der Aufsichtsbehörden. Während crypto.com mit Schwierigkeiten in Deutschland und Österreich zu kämpfen hat, hat auch die Krypto-Lending-Plattform BlockFi mit Ermittlungen in den USA zu tun.

BlockFi zahlt 100 Millionen US-Dollar für Beilegung der Ermittlungen

Wie Bloomberg berichtet, wird die Krypto-Lending-Plattform BlockFi 100 Millionen Dollar zahlen, um die Ermittlungen zu ihren zinsbringenden Konten beizulegen, die im vergangenen Jahr die öffentliche Aufmerksamkeit der staatlichen Wertpapieraufsichtsbehörden in den USA auf sich zogen.

Unter Berufung auf Quellen, die mit dem Vorgang vertraut sind, sagte das Nachrichtenportal, dass 50 Millionen Dollar an die Securities and Exchange Commission und weitere 50 Millionen Dollar an die staatlichen Aufsichtsbehörden gezahlt werden sollen. Eine Ankündigung steht noch aus und könnte bereits nächste Woche erfolgen“, so Bloomberg.

Die Aufsichtsbehörden in New Jersey, Alabama, Texas, Kentucky und Vermont hatten mit der Untersuchung begonnen. Die Ermittlungen beschäftigen sich damit, ob das Angebot von BlockFi unter die Definition von Wertpapieren fällt. BlockFi hatte sich bisher stets gegen diese Behauptungen gewehrt. Drastischer wurde die Lage beispielsweise bei Ripple. Auch hier hatte die SEC den Vorwurf erhoben, dass es sich bei der Ausgabe von XRP damals um ein Wertpapier gehandelt habe.

In einer Erklärung vom Freitag sagte BlockFi, dass sie in einem produktiven laufenden Dialog mit den Regulierungsbehörden auf Bundes- und Staatsebene ständen.

„Wir können bestätigen, dass die Vermögenswerte der Kunden auf der BlockFi-Plattform geschützt sind und die Kunden des BlockFi-Zinskontos weiterhin Krypto-Zinsen verdienen werden, wie sie es immer getan haben“, so die Plattform weiter.

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Crypto.Com mit regulatorischen Schwierigkeiten in Deutschland und Österreich

BlockFi ist nicht das einzige Unternehmen, das in den Fokus der Aufsichtsbehörden gerückt ist. In der kommenden Nacht wird unter anderem die US-amerikanische Krypto-Börse crypto.com im Fokus der Werbepause des Super Bowls stehen. Die Exchange hat sich nämlich für mehrere Millionen Dollar einen Werbeslot gesichert – ebenso Konkurrenten wie eToro oder FTX.

Nun sorgen allerdings eher negative Meldungen für Aufregung. Berichten zufolge soll crypto.com nämlich gegen regulatorische Richtlinien in Deutschland verstossen haben. Wie Finance FWD berichtet, untersuche die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen aufgrund von regulatorischen Fehlern den Fall nun. Ausführlich dazu geäussert hat sich die BaFin bisher nicht. Es gehe allerdings wohl darum, dass crypto.com die Exchange in Deutschland stark bewerben würde, ohne die entsprechende Lizenz zu haben.

In Österreich sind die Ermittlungen schon weiter vorangeschritten. In Österreich benötigt eine Krypto-Börse zusätzlich zur maltesischen Lizenz keine weitere Erlaubnis. Allerdings muss sich das Unternehmen gemäss der Geldwäsche-Richtlinien bei der Aufsichtsbehörde registrieren. Nach Informationen von Finance Forward sei das nicht passiert.

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