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Crypto Valley: Zuger Finanzdirektor hofft auf Hilfe in der Krise

von Lemmy
Altstadt von Zug, Schweiz

Am letzten Mittwoch wurde vom Bundesrat ein Unterstützungspaket beschlossen, das von der Startup-Branche sehnlichst erwartet wurde. Dadurch sollen bis zu 154 Millionen Franken an Fintechs und Startups ausgeschüttet werden. Doch laut dem Zuger Finanzdirektor, Heinz Tännler, wird diese Unterstützung des Bundes bei weitem nicht ausreichen. Deshalb möchte er nun auch Private an Bord holen – auch um die Startups im Crypto Valley zu unterstützen.

Schweizer Startups wurden während der Coronakrise bisher sträflich vernachlässigt und vor allem die Fintech-Branche hatte es bisher nicht leicht. Während Notkredite aus technischen Gründen nicht verfügbar waren, zogen sich auch die Investoren aus der Branche zurück.

Lösungsvorschlag: Öffentlich-private Partnerschaft

Wie Tännler am Wochenende in der «Sonntagszeitung» kommentierte, möchte er zum Lösungsvorschlag der Regierung zusätzlich auch Privatinvestoren an der Unterstützung beteiligen. Mit Krediten möchte Tännler einen Fonds von weiteren 100 Millionen Franken aufbauen. Davon sollen 20 bis 30 Millionen durch die Stadt und den Kanton Zug kommen sowie weitere 10 bis 15 Millionen durch die Bürgschaften und den Bund.

Der Rest des Kredits soll von privaten Investoren kommen, wobei diese auch in Aktienkapital umgewandelt werden können. Diese Option würde vor allem jungen Startups entgegenkommen, die noch keinen Umsatz bzw. einen durch Corona-Krise bedingten Umsatzausfall haben.

Crypto Valley in Sorge

Der Vorschlag dürfte bei der Branche gut ankommen sein und über die Details wird bereits mit dem Bund gesprochen, so Tännler. Wie CoinPro.ch berichtete, herrscht in der Schweizer Crypto Valley und der Startup-Gemeinschaft Panik. So gaben in einer von der Swiss Blockchain Federation durchgeführten Befragung fast 80% Prozent der Zuger Krypto-Fintechs an, in den nächsten Monaten höchstwahrscheinlich insolvent zu gehen, sollte keine finanzielle Unterstützung der Regierung kommen.

An der Umfrage haben über 200 Unternehmen teilgenommen – und die Resultate sind ernüchternd. Die Unternehmen stehen vor ungewissen Zeiten, während die Coronakrise weiterhin das Startup-Ökosystem im Crypto Valley zu zerstören droht. Es bleibt zu hoffen, dass die Unterstützung der Regierung pünktlich eintrifft.

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