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Deutscher Finanzminister Scholz ist gegen Libra und für den digitalen Euro

von Michael Cyriax

Die Opposition gegen Libra von Facebook hat Uterstützung erhalten. Der Finanzminister Scholz will die Währung verhindern und auf den digitalen Euro setzen.

Deutscher Finanzminister Scholz ist gegen Libra und für den digitalen Euro

Die Pläne des Internet- und Social-Media-Riesen Facebook für seine digitale Währung Libra stuft der deutsche Bundesfinanzminister Olaf Scholz als falsch ein. Dies sagte er kürzlich an einer Veranstaltung. Auf der anderen Seite könnte er sich die Einführung eines digitalen Euro allerdings gut vorstellen. Diese Währung sollte die Europäische Union (EU) seiner Meinung nach in naher Zukunft herausbringen.

Digitaler Euro als Chance für die Zukunft der EU?

Laut dem Hamburger SPD-Politikers wäre ein solches Zahlungssystem gut für den Finanzplatz Europa und seine Einbindung ins Weltfinanzsystem und die Stärkung der europäischen Finanzmärkte. Das Feld sollte nicht den USA, China, Russland oder schon gar nicht irgendwelchen Privatanbietern wie zum Beispiel Facebook überlassen werden. Auch der Linke-Bundestagsabgeordnete Fabio De Masi und die Unionsbundestagsfraktion hatten zuvor einen staatlich garantierten digitalen Euro (dem sogenannten E-Euro) gefordert.

Scholz sieht die von Facebook geplante Kryptowährung Libra als sehr kritisch. Der Einführung privater Digitalwährungen als Alternative zu staatlichen Währungen hatte die Bundesregierung vor wenigen Wochen eine Absage erteilt, im Rahmen der verabschiedeten Blockchain-Strategie. Als Kernelement der staatlichen Souveränität sieht Scholz die Herausgabe einer eigenen Währung, die nicht Privatunternehmen überlassen werden soll.

Politiker, Aufseher und Notenbanken wenden sich schon länger gegen die Digitalwährung Libra von Facebook. Dennoch könnte die geplante Kryptowährung langfristig eine wichtige Rolle im internationalen Geldsystem spielen, da bei Facebook immerhin etwa 2,4 Milliarden Menschen registriert sind.

Ähnliche Pläne in der Schweiz

Auch hier in der Schweiz gibt es bereits Überlegungen rund um einen digitalen Franken. Dabei gibt es momentan sogar zwei verschiedenen Varianten. Auf der einen Seite ist da der Crypto Franc der Swiss Crypto Tokens. Auf der anderen Seite der XCHF der Jungfirma Smart Valor. Alle basieren auf einer ähnlichen Idee: Einen Stablecoin auf Frankenbasis anzubieten. Es wird spannend zu sehen, ob und wie sich der digitale Euro und andere Währungen durchsetzen.

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