El Salvador hat 12 Millionen US-Dollar durch Bitcoin-Käufe verloren

El Salvador hat 12 Millionen US-Dollar durch Bitcoin-Käufe verloren

Aufgrund des anhaltenden Markteinbruchs verzeichnet El Salvador erhebliche Verluste bei seinen Bitcoin-Investitionen. Weder der Kaufvorgang noch die Geldbörsen sind bekannt. Dementsprechend kann keine genau Summe genannt werden. Schätzungen zufolge beläuft sich der Verlust jedoch auf zehn bis zwölf Millionen US-Dollar.

El Salvadors „Bitcoin-Experiment“ wurde damals von einigen als bahnbrechend gefeiert. Er könnte den Weg für andere Nationalstaaten ebnen, dem zu folgen. Die Verluste hingegen zeigen die ernstzunehmenden Risiken auf, die mit Krypto-Investitionen verbunden sind. Dies gilt umso mehr in Anbetracht der Mengen, um die es geht.

Des Weiteren hat selbstverständlich auch die öffentliche Art und Weise, wie El Salvador an die Sache herangegangen ist, seinen Anteil daran. Hat dies etwa andere Länder davon abgeschreckt, Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel einzuführen?

El Salvadors Präsident Bukele hält an Bitcoin fest

El Salvador hatte am 7. September des vergangenen Jahres Geschichte geschrieben. Als erste souveräne Nation hatte man Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt.

Sowohl im Vorfeld als auch im Anschluss wurde der Schritt von einigen Seiten vehement bekämpft. Sogar internationale Organisationen wie der IWF, die davor warnten, dass dies die Finanzierungsverhandlungen beeinträchtigen würde, meldeten sich zu Wort. Auch private Unternehmen, darunter S&P Global und Moody’s, die wiederum von negativen Auswirkungen auf die Kreditwürdigkeit des Landes sprachen, hatten eine klare negativ ausgerichtete Meinung dazu.

Zum einen machten die Anlaufschwierigkeiten mit der Chivo-Wallet die ohnehin schon schwierige Sache nicht einfacher. Auf der anderen Seite berichteten einige Nutzer von Identitätsbetrug. Andere meldeten, dass ihr Bitcoin-Guthaben auf mysteriöse Weise verschwinden würde. Trotz alledem hielt Präsident Bukele bisher und auch im weiteren Verlauf an der Unterstützung des Bitcoin-Experiments fest.

Seit September hat Präsident Bukele in Tweets verraten, dass er den Dip kauft. Aufgrund dessen wird geschätzt, dass El Salvador im Besitz von 1.391 BTC ist. Für diese Investitionen habe man wohl 73,2 Millionen Dollar auf den Tisch gelegt.

Bei den aktuellen Kursen beläuft sich der Wert der Bestände jedoch auf 59 Millionen Dollar, was einen Verlust von 14 Millionen Dollar bedeutet. Damit liegt der Wert über den früheren Schätzungen liegt, die auf den kontinuierlichen Rückgang der Bitcoin zurückzuführen sind.

Vergangene Woche war seitens Finanzminister Alejandro Zelaya bekanntgeworden, dass El Salvador Bitcoin verkauft habe. Tatsächlich ist aber bisher der Zeitraum und die Höhe ein Geheimnis.

Vor dem aktuellen Abschwung hatte Präsident Bukele noch geprahlt. Der Bitcoin würde in diesem Jahr noch die 100.000 Dollar-Marke erreichen. Weiter verkündete er, dass zwei andere Nationalstaaten BTC im Jahr 2022 als gesetzliches Zahlungsmittel einführen werden. Aber er blieb wortkarg, welche Länder das sein werden.

El Salvador als gutes Beispiel bei Bitcoin?

Vermögensverwalter Fidelity veröffentliche in der letzten Woche einen Bericht über Zukunftstrends. Hierbei führten sie den Umgang von El Salvador mit Bitcoin auf. Ihrer Meinung nach könnte dies nämlich eine Chance für Reichtum und Wohlstand darstellen.

In Anlehnung an die Spieltheorie sagte Fidelity, dass, wenn Bitcoin sich weiterhin gut entwickelt, andere Länder gezwungen sein werden, sich El Salvador anzuschliessen. Dabei würde es keine Rolle spielen, ob sie die Ideologie des Landes teilen oder nicht. Die Vermögensverwalter beschreiben dies als den Kauf einer „Form von Versicherung“.

Es würde uns daher nicht überraschen, wenn andere souveräne Staaten im Jahr 2022 Bitcoin erwerben und vielleicht sogar eine Zentralbank einen Kauf tätigt.

Schlechte Leistungen werden die Länder aber davon abhalten, sich anzuschliessen. Deshalb heisst es jetzt zwei Wochen nach Neujahr erst einmal: „Abwarten und Tee trinken.“ (mck)

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