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Flash Crash: Bitcoin im abrupten Sinkflug – Altcoins fliegen mit

von Michael Cyriax

Innerhalb von wenigen Stunden gab der Bitcoin-Kurs nach und zog die Altcoins mit. Dieser Flash Crash überrascht nach Wochen der Aufwärtsbewegung.

Flashcrash: Bitcoin im abrupten Sinkflug - Altcoins fliegen mit

Ein Blick auf den Tageschart impliziert, wie volatil der Krypto-Markt ist. Der Bitcoin fällt, innerhalb einer Stunde, um über 1.000 CHF und verliert dabei wichtige Unterstützungsbereiche. Die Gesamtmarktkapitalisierung sinkt währenddessen auf knappe 270 Mrd. USD. Wir werfen einen Blick auf die möglichen Auslöser des Flash Crash.

Bitcoin-Kurs im Detail

Nach dem Durchbrechen der magischen 10.000 Franken-Grenze sprachen viele Indikatoren für einen anhaltenden Kurs-Ralley. Die Bullen trieben das „digitale Gold“ am Mittwoch auf einen Höchststand von 10.110 CHF und eine Market Cap von ca. 50 Mrd. USD untermalte das steigende Interesse der Anleger. Aus der charttechnischen Perspektive sorgte das Golden Cross für eine vielversprechende Ausgangslage. Der Begriff beschreibt eine Chart-Situation, bei der sich die 50-Tage-Linie (MA 50 ) und die 200-Tage-Linie (MA 200) in einer bestimmten Konstellation kreuzen. Wichtig ist hierbei, dass die 50-Tage-Linie die 200-Tage-Linie von unten kreuzt. Das Gegenteil wäre ein sogenannter „Death Cross“. Der aktuelle Preissturz zeigt jedoch, dass sämtliche Indikatoren keine Gewissheit liefern können.

BTC auf 9.430 CHF

Der aktuelle BTC-Kurs liegt bei einem Wert von 9.430 CHF. Dies entspricht einem 24 Std.-Verlust von 5,22 %. Doch welche Lehren können Anleger aus dem aktuellen „Flashcrash“ ziehen? Fest steht, dass die Volatilität den Markt entert. Ein Kurseinbruch von über 1.000 Franken dürfte an anderen Märkten für Furcht und Schrecken sorgen, in der Blockchain-Welt sind derartige Ausbrüche jedoch keine Seltenheit. Doch welche Gründe stecken hinter dem enormen Dump?

Zum aktuellen Bitcoin-Kurs

Mögliche Gründe für den Flash Crash

Auf den ersten Blick gibt es im Moment keine offensichtlichen Gründe für den enormen Preiseinbruch. Experten schwanken zwischen den folgenden Auslösern: Eine spontane Wartung auf der Binance-Exchange, Wal-Bewegungen oder eine Kurskonsolidierungsphase der bullishen Vortage. Einen verifizierbaren Grund gibt es bis dato nicht.

Volatilität ist zurück

Was verbirgt sich hinter dem vielverwendeten Begriff der Volatilität? Das Wort „Volatilität“ leitet sich von dem lateinischen Wort „volatilis“ ab und bedeutet so viel wie „flüchtig“ oder „fliegend“. Der Begriff bezeichnet in der Wirtschaft die Standardabweichung der Veränderungen und dient oft als wichtiges Hilfsmittel, um einen Risikowert zu bestimmen. Für Krypto-Investoren sind die enormen Schwankungen ein Fluch und Segen. Tägliche Kursveränderungen im zweistelligen Prozentbereich locken risikoaffine Anleger auf das Krypto-Parkett, während Chart-Analytiker an der Willkürlichkeit der Kursverläufe verzweifeln. Whale-Movements und Pump and Dump-Gruppen zeigen, wie anfällig die Kryptowährungen auch heute noch sind. Das Krypto-Space bleibt ein unreguliertes und hochriskantes Pflaster. 

Die Learnings aus dem Sinkflug

Der Flashcrash erinnert als altbekannte Problematik. FOMO (fear of missing out) und FUD (fear, uncertainty and doubt) treiben ihr Unwesen im Krypto-Space. Hype-Pumps und Panik-Sells verändern jedoch nicht das Geringsten an den Fundamentals der Blockchian-Projekte. Niemand ist im Besitz der berühmten Kristallkugel und professionelle Chart-Analyse versagt, wenn Wale, FOMO oder FUD die Kurse bewegen. Ein weiteres Learning besteht darin, dass die magische 10.000 Franken-Grenze allmählich ihren Zauber verliert. Immer wieder sprechen Trader von der psychologischen Barriere, jedoch schrumpfen die Unterstützungsbereiche in diesen Tagen zunehmend.

Flash Crash: Altcoins fliegen mit

Ein Bitcoin Dominanz Index von 63,0 % verdeutlicht die aktuelle Marktsituation. Der Bitcoin gibt den Ton an und die alternativen Assets folgen. Nach dem jüngsten Preissturz erwischt es viele Altcoins sogar noch härter. Ethereum rutscht mit einem Tagesminus von ca. 9 % auf die 250 CHF-Marke, EOS verliert satte 12 % und das „digitale Silber“ (Litecoin) fällt auf Position 7 der Krypto-Charts. Durch die geringen Marktanteile ergibt sich eine starke Abhängigkeit gegenüber dem Bitcoin.

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