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Kryptowährungen im Kontext: Die Beziehung zwischen Bitcoin und Social Media

von Redaktion CoinPro.ch

Bitcoin und Social Media: Auf vielen Ebenen haben sich diese Themen weiterentwickeln und hängen eng miteinander zusammen und beeinflussen die Gesellschaft.

Smartphone und Social Media

Seit Jahren entwickeln sich Social Media und Kryptowährungen in einem atemberaubenden Tempo parallel zueinander, bis heute hat sich daran nichts geändert. Aber was macht die Beziehung zwischen Bitcoin und Social Media aus?

Was 2016 mit einfachen Foreneinträgen begann, entwickelte sich in rasendem Tempo zu einem sozialen Phänomen. Erstmalig zeigten social Media reges Interesse an Kryptowährungen und verbreiteten betreffende Nachrichten wie ein Lauffeuer. Ein ebenso geschichtsträchtiges Ereignis fand sechs Jahre zuvor statt. Laszlo Hanyecz war die erste Person, die Bitcoins für Güter aus der realen Welt eintauschte. Im Jahr 2010 zahlte der Bauunternehmer aus Florida 10.000 BTC für zwei Pizzen von Papa John’s! Aus heutiger Sicht undenkbar, war der BTC damals lediglich weniger als einen halben Cent wert.

Dieses Ereignis zeigte der Welt jedoch, dass der Bitcoin tatsächlich als reale Währung eingesetzt werden konnte. Und auch wenn diese Nachricht zunächst nur auf wenige Ohren stiess, waren auch hier bereits die sozialen Medien im Spiel. Während diese beiden Pizzen auf dem heutigen Markt Millionen von Dollar wert gewesen wären, verdanken wir dieser albernen Bestellung doch einiges. Nur Laszlo Hanyecz ärgert sich vermutlich noch immer.

Dank der wachsenden öffentlichen Akzeptanz und der breiteren Anwendung von Bitcoins und anderen Kryptowährungen zählen diese heute, mit einem Wert von fast 9.000 US-Dollar pro Bitcoin, als sozial und wirtschaftlich rentable Anlagegüter. Auch ist es einfacher als je zuvor in dieses Geschäft einzusteigen und sich etwa ein Wallet, eine digitale Brieftasche, für den Handel von Bitcoins einzurichten. So ermöglichen Krypto-Börsen wie Bitvavo einem jedem Neueinsteiger einen einfachen und sicheren Einstieg, um die ersten Schritte auf einem unbekanntem Gebiet zu wagen.

Der Markt der Influencer

Nicht jedem ist die Bezeichnung Influencer ein Begriff. Aber selbst denen die nicht gerade im Marketing arbeiten wird eine Definition von „Influencer“ schwerfallen. Die Influencer der sozialen Medien sind Individuen, die es zu ihrem Job gemacht haben, bestimmte Produkte und Dienstleistungen in ihr Leben zu integrieren und sie dadurch zu bewerben oder zu vermarkten. Unter diesen Influencern finden sich auch Prominente, wie Schauspieler oder Musiker, die auf der Grundlage ihres Bekanntheitsgrades individuelle und persönliche Marken aufbauen.

Das Medium dieser Influencer sind mediale Plattformen wie Instagram, Facebook, Twitter, Snapchat und YouTube. Sie zeigen sich im privaten Umfeld und produzieren bewertbare Inhalte, sogenannte Peer-Reviews, die deren Zielgruppen ein Gefühl von Mitbestimmung einräumen. Auf diese Art und Weise erreichen sie ein riesiges auch oft branchenübergreifendes Publikum und das alles bequem von zu Hause aus. Es wird vermutet, dass 92% der Kunden die Inhalte von Influencern ansprechender finden als die beworbenen Produkte traditioneller Werbemodelle – wie Werbespots.

Wenn es um die öffentliche Akzeptanz wenig bekannter Branchen und Produkte geht, sind Influencer äusserst einflussreich. Wohl aufgrund der Tatsache, dass die Inhalte aus einer bereits vertrauenswürdigen Quelle, quasi Informationen aus erster Hand kommen. Kurz und knapp, Influencer sind aus dem modernen Marketing nicht mehr wegzudenken. Laut einer Studie aus dem Jahr 2018, erbringt jeder Dollar, der für Werbekampagnen durch Influencern ausgegeben wird im Gegenzug durchschnittlich 7.65 Dollar Rendite.

Der Bitcoin auf dem Vormarsch

Ob der Einfluss und die Verbreitung von Kryptowährungen schlussendlich den Influencern obliegt, bleibt abzuwarten. Woran jedoch kein Zweifel besteht, ist, dass Kryptowährungen in einer engen Beziehung zu den Plattformen der sozialen Medien stehen.

Ausserhalb der Reichweite von Influencern und YouTube-Kanälen, wurden in den letzten Jahren mehr Nachrichtenartikel, Pressemitteilungen und Informationen produziert als je zuvor in der Geschichte von Bitcoin. Die Plattformen der sozialen Medien bieten dahingehend eine ideale Umgebung für die Verbreitung dieser Informationen. Im Zuge der immer vielfältigeren Anwendung von Kryptowährungen in mehr Bereichen interessieren sich immer mehr Menschen für das Thema. Dies kann auch als eine der grössten Triebfedern für die Verbreitung von Bitcoins angesehen werden.

Obwohl der Bitcoin im Jahr 2009 erfunden und herausgegeben wurde, hat sich die öffentliche Bekanntheit der Kryptowährung erst 2017 wirklich durchgesetzt. In den ersten Jahren war ein BTC weniger als einen Dollar wert. Erst im Jahr 2016 und durch die Berichterstattung kompetenter, sozialer Medien begann sich der Bekanntheitsgrad des Bitcoins rapide zu erhöhen. Dies war auch das Jahr, in dem Steemit, eine Plattform ähnlich zu Reddit, ins Leben gerufen wurde. Was Steemit abhob – und letztlich zum Mainstream von Bitcoin beitrug – war, dass Autoren für die von ihnen geschriebenen Beiträge mittels Kryptowährungen bezahlt werden konnten.

Während Steemit schliesslich in Vergessenheit geriet, war sein Wert für den Aufschwung der Kryptowährungen und deren anverwandten Technologien gewaltig. Steemit schaffte es eine kognitive Brücke zwischen Laien und Kryptowährungen zu schaffen – eine bisher ungesehene Gegenständlichkeit digitaler Währungen im tagtäglichen Gebrauch.

Bitcoin und Social Media

Während Steemit weitgehend aufgegeben wurde, besteht die ehemals durch diese Plattform ins Leben gerufene Verbindung von sozialen Medien und Kryptowährungen auf recht gesunde Weise weiter. Auch weil immer mehr Menschen ihre Zeit mit sozialen Medien verbringen und diese als bevorzugten Kanal für den Kontakt zur Aussenwelt nutzen, werden Kryptowährungen immer alltäglicher.

Je mehr Anwendungsfälle für Kryptowährungen entstehen, desto vertrauter und weniger misstrauisch wird man mit dessen Umgang – eine zunehmende allgemeine Akzeptanz. Soziale Medien haben darüber hinaus jedoch auch die Fähigkeit den Verlauf und die Akzeptanz von Kryptowährungen negativ zu beeinflussen. Das alte Sprichwort „Auch schlechte Presse ist gute Presse“ trifft hier nicht immer zu. Tatsächlich kam es nach dem inzwischen berüchtigten Bitfinex-Hacks zu einem Sturm auf die sozialen Medien. Dies führte unter anderem dazu, dass der Wert des Bitcoins um 20 % fiel, obwohl die Durchdringung oder Adoption zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht so hoch war.

Jedes Unternehmen wird ständig nach neuen und innovativen Wegen suchen, um mit Zielgruppen und bestehenden Kunden in Kontakt zu treten. Da Bitcoin und andere Kryptowährungen kein zentralisiertes Geschäft sind, sind diese Technologien stark von ihren grössten Befürwortern und Anwendern abhängig. Das sind jene, die Werbung für sie machen. Während es den Krypto-Börsen und Shops möglich ist teure Werbekampagnen zu finanzieren, sind die Kryptowährungen selbst vom Zuspruch ihrer Nutzer abhängig. Um die sozialen Medien ideal zu nutzen ist es also wichtig, dass auch Sie die Kryptowährung ihrer Wahl durch Artikel und deren Weiterverbreitung unterstützen. Das ist wie kostenlose Werbung, und wir alle profitieren davon.

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