Wenn Arthur Hayes über den Kryptomarkt spricht, hören viele Anleger genau hin. Der Mitgründer der Kryptobörse BitMEX gehört seit Jahren zu den bekanntesten Stimmen der Branche und ist für markante Prognosen bekannt. Nun sorgt er mit einer neuen Einschätzung für Aufsehen. Hayes rechnet mit einer kräftigen Aufwärtsbewegung am Kryptomarkt – und verrät gleichzeitig, welche Kryptowährungen er mit seinem Investmentfonds aktuell bevorzugt.
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Im Mittelpunkt seiner Analyse steht diesmal nicht Bitcoin selbst, sondern die Geldpolitik der USA. In seinem jüngsten Blogbeitrag beschäftigt sich Hayes mit den Rückkaufprogrammen für US-Staatsanleihen durch das amerikanische Finanzministerium. Seiner Ansicht nach könnten genau diese Massnahmen zu zusätzlicher Dollar-Liquidität führen – und damit letztlich auch den Kryptomarkt antreiben.
Arthur Hayes: Neue Krypto-Prognose sorgt für Aufsehen
Hayes verweist dabei auf US-Finanzminister Scott Bessent. Dieser werde nach seiner Einschätzung gezwungen sein, die Finanzmärkte zu stützen und die Renditen am Anleihemarkt unter Kontrolle zu halten. Zwar handle es sich seiner Meinung nach nicht um ein klassisches Programm der quantitativen Lockerung (QE), die Wirkung sei jedoch ähnlich. «Man kann das nicht als QE bezeichnen, aber das Ergebnis wird dennoch mehr Dollar-Liquidität im Markt sein. Diese Liquidität wird am Ende in Bitcoin und den Kryptomarkt fliessen», schreibt Hayes. Dabei zieht er einen Vergleich zur früheren US-Finanzministerin Janet Yellen.
Deren Strategie Ende 2023 habe massgeblich dazu beigetragen, dass Bitcoin nach einer Schwächephase wieder deutlich an Dynamik gewann. Scott Bessent werde nun einen ähnlichen Weg einschlagen müssen, argumentiert Hayes. Für ihn ist Bitcoin deshalb weit mehr als nur eine Kryptowährung. Er bezeichnet die grösste Digitalwährung als eine Art Frühwarnsystem für globale Liquidität. Sobald dort Bewegung entstehe, sei dies oft ein Signal dafür, dass sich auch an den Finanzmärkten insgesamt etwas verändere. Entsprechend optimistisch zeigt sich Hayes nicht nur für Bitcoin, sondern für den gesamten Kryptomarkt.
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Besonders bemerkenswert ist dabei seine Aussage zur Positionierung des eigenen Investmentfonds Maelstrom. Dieser befinde sich derzeit im «maximalen Risikomodus». Auch die Zusammensetzung des Portfolios legt Hayes offen. Neben Bitcoin und Ether setzt der Fonds vor allem auf zwei weitere Projekte: Ethena und Ether.fi. Beide zählen zu den grösseren Vertretern des Ethereum-Ökosystems und stehen für unterschiedliche Bereiche des dezentralen Finanzsektors. Während Ethena auf synthetische Dollar-Lösungen spezialisiert ist, konzentriert sich Ether.fi auf das sogenannte Liquid Staking.
Bitcoin allein reicht ihm nicht
«Kauft Bitcoin. Oder kauft euren bevorzugten Altcoin und wartet geduldig», schreibt Hayes. Wörtlich verwendet er an dieser Stelle den umgangssprachlichen Ausdruck «shit coin» für Altcoins, verbindet seine Aussage jedoch mit einer klaren Botschaft: Wer von steigender Liquidität überzeugt sei, solle langfristig investiert bleiben.
Trotz seines Optimismus mahnt Hayes allerdings auch zur Vorsicht. Gerade in Phasen starker Kursanstiege seien heftige Rückschläge keine Seltenheit. Anleger sollten sich deshalb nicht von kurzfristigen Bewegungen täuschen lassen. Vor allem vor gehebelten Positionen spricht er eine deutliche Warnung aus. Selbst wenn Bitcoin weiter steige, seien scharfe Korrekturen jederzeit möglich. Wer kein professioneller Trader sei, solle deshalb besser auf Fremdkapital verzichten.
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Ob Hayes mit seiner Einschätzung erneut richtig liegt, wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen. Seine Prognosen sorgten in der Vergangenheit regelmässig für Diskussionen – mal trafen sie erstaunlich genau ein, mal lagen sie daneben. Fest steht jedoch: Wenn einer der bekanntesten Krypto-Investoren erklärt, dass sein Fonds derzeit die höchstmögliche Risikoposition fährt, dürfte das in der Branche erneut für Gesprächsstoff sorgen. (mck)

