Bitcoin nach US-Zwischenwahlen: So reagiert der Kurs jetzt!

Bitcoin nach US-Zwischenwahlen: So reagiert der Kurs jetzt! Titelbild

Die US-Zwischenwahlen enden zum Vorteil der Demokraten. In den USA verändern sich die politischen Machtverhältnisse somit drastisch. Was das für den Kryptomarkt bedeutet und warum der Bitcoin-Kurs gerade massive Kursverluste verzeichnet.

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Bitcoin nach US-Zwischenwahlen: So reagiert der Kurs jetzt!

In den USA fanden am 3. November entscheidende US-Zwischenwahlen statt. Im Kongress verschieben sich die politischen Verhältnisse dadurch deutlich. Inzwischen zeigt der Bitcoin-Kurs eine spürbare Reaktion auf die Wahlen.

Monatelang musste US-Präsident Donald Trump Kritik für seine aussenpolitischen Entscheidungen einstecken. Die globale Teuerung nahm durch den Irankrieg zu. Auf den Bitcoin-Kurs und den breiten Kryptomarkt zeigte der Konflikt unterschiedliche Auswirkungen.

So hatte der Ausbruch des Krieges im Februar zunächst für fallende Kurse gesorgt. Langfristig stärkte die Auseinandersetzung die internationale Bedeutung der dezentralen Kryptowährung allerdings, während Fiatwährungen als Spielbälle der Regierungen an Bedeutung einbüssen mussten.

Die US-amerikanischen Wähler scheinen von Trumps Politik enttäuscht. Mit dem Senat und dem Repräsentantenhaus wurden sowohl Ober- als auch Unterhaus des Kongresses am Dienstag neu gewählt. In beiden Fällen gehen die Demokraten als die deutlichen Sieger hervor und erringen Mehrheiten.

Für Trumps Regierung erschwert dies die Arbeit, weil der Rückhalt der Legislative fehlt. Etliche Experten hatten monatelang einen Vorteil der Demokratischen Partei in den Zwischenwahlen vorausgesagt.

Genau deshalb sei der Ausgang der Wahlen bereits grösstenteils eingepreist, argumentiert James Butterfill, Leiter der Forschungsabteilung des Vermögensverwalters CoinShares.

“Bitcoin hat den umfassenden Wahlsieg der Demokraten bemerkenswert gelassen aufgenommen. Das überrascht kaum, hatten sich die Märkte doch seit Wochen auf diesen Ausgang eingestellt”, schreibt der Experte dazu in einer E-Mail an CoinPro.

Bis gestern verlief Bitcoins Kursreaktion mild. Über die letzten 24 Stunden ist hingegen ein vermehrt pessimistisches Sentiment zu vernehmen. So sank der Bitcoin-Kurs seit gestern um 5,36 Prozent auf 75.900 US-Dollar. Für die grösste Kryptowährung sind dies in so kurzer Zeit erhebliche Verluste.

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Zu den politischen Zielen der republikanischen Regierung zählte die Förderung der Kryptobranche. Durch den Ausgang der Zwischenwahlen bricht dieser Faktor nun weg und hinterlässt deshalb Spuren am Markt.

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CLARITY Act gilt als endgültig gescheitert

US-Präsident Donald Trump begann seine zweite Amtszeit im Januar 2025. Seither verfügte seine Partei – die Republikaner – im Kongress über die Mehrheit in beiden Kammern. Dennoch scheiterte der CLARITY Act, der das Rückgrat für eine neue Ära der Krypto-Politik in den USA bilden sollte.

CLARITY sollte für die Kryptobranche eine lang ersehnte Rechtssicherheit herstellen. Die Herstellung von klaren Regeln sollte eindeutige Verhältnisse schaffen und repressive Regulierungsbehörden im Zaum halten.

Deshalb galt der Gesetzesentwurf als potenzielle Triebfeder für den Kryptomarkt. Im Senat verhedderten sich die Abgeordneten allerdings in Streitereien. So kritisierten einige Senatoren die Auswirkungen auf den Bankensektor. Dessen Sparkonten treffen in DeFi auf profitablere Wettbewerber.

Andere Senatoren kritisierten den Kryptomarkt für eine mögliche Ausnutzung. Donald Trump wird im Zusammenhang mit den Token OFFICIAL TRUMP, OFFICIAL MELANIA und WLFI immer wieder Korruption vorgeworfen.

Der versäumte Konsens fällt den Republikanern nun auf die Füsse. CLARITY gilt wegen der neuen demokratischen Mehrheiten endgültig als gescheitert. Die Demokraten blockierten das Gesetz im Senat vollumfänglich.

Laut jüngsten Medienberichten, arbeiten die Demokraten mit dem Crypto Investor and Consumer Bill of Rights bereits an einem eigenen Krypto-Gesetz. Die originale Fassung stammt aus dem Kalenderjahr 2025.

Der Entwurf befasst sich vorrangig mit dem Anlegerschutz und einer strengen Beaufsichtigung der Industrie durch die Aufsichtsbehörde SEC. CLARITY hatte noch grosse Freiräume für Innovationen vorgesehen.

Darauf sollten Anleger jetzt achten

Die SEC selbst befindet sich aktuell immer noch unter der Kontrolle des kryptofreundlichen Republikaners Paul Atkins. Unter ihm kündigte die Behörde mit dem Programm Crypto Asset Regulation eigene Massnahmen zur Förderung der Kryptobranche an.

Auch die Aufsichtsbehörde CTFC stellte eigene Krypto-Regeln vor, die den Markt in den USA fördern sollen. Deshalb rücken die Entscheidungen der Abgeordneten zunehmend in den Hintergrund.

“Das Stablecoin-Gesetz GENIUS ist bereits in Kraft. Gleichzeitig haben die US-Wertpapieraufsicht SEC und die Derivateaufsicht CFTC eigene Regeln und Ausnahmeregelungen vorangetrieben, unter anderem zu tokenisierten Wertpapieren und zur Marktstruktur. Anders gesagt: Der Kongress ist längst nicht mehr der einzige Weg zu regulatorischen Fortschritten”, schreibt Butterfill dazu.

Für den Kryptomarkt liege das Augenmerk allerdings nicht auf der Gesetzgebung, sondern auf der Entwicklung des US-Leitzins.

“Abseits der Politik scheint sich Bitcoin weiterhin vor allem an Zinsen, Liquidität und institutionellen Kapitalströmen zu orientieren”, so Butterfill.

Das entscheidenste ausstehende Ereignis sei der Zinsentscheid des FOMC im Dezember, glaubt der Experte. Am 8. und 9. Dezember entscheidet die US-Zentralbank dann über mögliche Veränderung des bestehenden Leitzins von aktuell 3,75 bis 4,00 Prozent. Butterfill erwartet eine erneute Steigerung der Zinsen um 25 Basispunkte.

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