Künstliche Intelligenz dominiert die Schlagzeilen, die Milliarden fliessen Richtung Silicon Valley, und trotzdem taucht mitten in diesem Tech-Rausch plötzlich ein alter Bekannter aus der Krypto-Welt auf: Ripple. Ausgerechnet das Unternehmen hinter XRP ist die einzige Kryptofirma, die es dieses Jahr auf die prestigeträchtige «Disruptor 50»-Liste des US-Senders CNBC geschafft hat.

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Die Botschaft dahinter ist deutlich. Während viele Kryptoprojekte nach den Turbulenzen der vergangenen Jahre um Vertrauen kämpfen, wird Ripple von CNBC als Teil einer neuen Finanzära präsentiert. Für das Unternehmen fiel dabei ein bemerkenswerter Begriff: «Neues Geld». Ripple landete auf Platz 16 der Liste, auf der jährlich jene Firmen ausgezeichnet werden, die laut CNBC bestehende Branchen verändern oder komplett neu definieren könnten.

CNBC setzt auf «neues Geld»: Diese Krypto-Firma sorgt für Aufsehen

Die Auswahl gilt in der Tech- und Finanzwelt als eine Art Gradmesser für Zukunftstrends. Dass diesmal nur ein einziges klassisches Kryptounternehmen vertreten ist, sagt fast genauso viel aus wie die Platzierung selbst. Denn der grosse Gewinner der diesjährigen Liste ist eindeutig künstliche Intelligenz. Die Branche dominiert inzwischen nahezu alles. Platz eins ging an Anthropic, eines der derzeit aggressivsten KI-Unternehmen der Welt. OpenAI, im vergangenen Jahr noch Spitzenreiter, rutschte auf Rang zwei ab. Fast ironisch wirkt dabei ein Detail am Rande:

Nur Stunden vor Veröffentlichung der Liste wurde bekannt, dass der bekannte KI-Forscher Andrej Karpathy von OpenAI zu Anthropic wechselt. Die KI-Welt verschlingt derzeit Talente wie ein hungriger Wal Plankton. Auch die Zahlen hinter der Liste wirken beinahe absurd. Der geschätzte Gesamtwert der Unternehmen auf der letztjährigen «Disruptor 50»-Liste lag noch bei rund 798 Milliarden Dollar. Dieses Jahr sind es bereits 2,4 Billionen Dollar.

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Eine Explosion der Bewertungen – mitten in einer Phase hoher Zinsen und wirtschaftlicher Unsicherheit. 43 der 50 gelisteten Unternehmen erklärten laut CNBC zudem, dass künstliche Intelligenz inzwischen eine zentrale Rolle in ihrem Geschäftsmodell spiele. KI ist längst kein Zusatz mehr. Sie wird zur Grundausstattung moderner Tech-Unternehmen – fast wie Strom oder Internet. Und mitten in diesem KI-Sturm steht nun Ripple.

Warum Ripple plötzlich wieder im Fokus steht

Das ist bemerkenswert, weil die Kryptobranche zuletzt deutlich leiser geworden war. Nach Börsencrashs, Insolvenzen und regulatorischem Druck verschwanden viele Projekte aus dem Rampenlicht. Ripple hingegen scheint sich zunehmend als Infrastrukturunternehmen für digitale Finanzströme zu positionieren – weniger laut, dafür strategischer.

CNBCs Auswahl zeigt damit auch einen Wandel innerhalb der Kryptoszene. Nicht mehr die schrillsten Projekte oder schnellsten Meme-Coins stehen im Fokus, sondern Firmen, die konkrete Anwendungen liefern und regulatorisch bestehen können. Neben Ripple tauchten zwar auch die Prognoseplattformen Kalshi und Polymarket auf der Liste auf, doch beide bewegen sich eher an der Schnittstelle zwischen Technologie, Wetten und Datenanalyse als im klassischen Kryptobereich.

Auffällig bleibt ausserdem die geografische Konzentration. 23 der 50 Unternehmen stammen aus Kalifornien. Das Zentrum der Tech-Welt verteidigt seine Macht weiterhin mit beeindruckender Konsequenz. Für Ripple dürfte die Platzierung dennoch mehr sein als ein PR-Erfolg. In einer Zeit, in der künstliche Intelligenz fast jeden Zukunftsdiskurs dominiert, schafft es die Firma als einzige grosse Kryptomarke auf eine Liste voller Milliardenbewertungen und KI-Hype. Das wirkt beinahe wie ein stiller Reminder: Krypto ist noch nicht verschwunden. Der Markt hat sich nur verändert. (mck)

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