Google steigt in Krypto ein. Am Mittwoch gab das Unternehmen die Bereitstellung eines Dienstes zur Krypto-Verwahrung ab dem Frühjahr 2027 bekannt. Zudem machte Mutterkonzern Alphabet Investitionen in Kryptowährungen auf den Blockchains Ethereum und Solana öffentlich.

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Google steigt bei Krypto ein: Droht jetzt der Marktumbruch?

Internet-Gigant Google steigt in die Kryptobranche ein – darüber berichtete CoinDesk kürzlich und beruft sich dabei auf eine von Google selbst veranstaltete Konferenz namens Digital Assets Symposium, die am Mittwoch in New York eröffnet wurde.

Google habe dort ein “neue Sicherheitssystem” vorgestellt, das darauf abzielt, “Banken und anderen Finanzinstitutionen dabei zu helfen, Kryptowährungen und tokenisierte Anlagen sicher aufzubewahren und zu versenden.”

Das neue System trägt den Namen Google Multi-Party Compute (kurz MPC) und wird gerade unter Ausschluss der Öffentlichkeit erprobt. An dem Testlauf nehmen bereits “grosse Finanzinstitutionen” teil, erklärte Google gegenüber CoinDesk.

Alphabet macht Investitionen auf Ethereum und Solana öffentlich

Alphabet, der Mutterkonzern hinter Google, soll MPC bereits zur Verwahrung eigener Kryptowährungen anwenden. Dabei soll es sich um eine unbekannte Anzahl an Coins auf den Blockchains Ethereum und Solana handeln.

Wann Alphabet die Kryptowährungen erwarb und um welche Coins es sich handelt, ist bislang unbekannt. Es ist die erste öffentliche Verlautbarung dieser Art. Bis dahin gab es keine offiziellen Aussagen des Technologiekonzerns über ein eigenes Krypto-Vermögen. Weiterhin unklar ist, wie viele Coins das US-Unternehmen hält.

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Warum Googles Krypto Custody einen Marktumbruch herbeiführen könnte

Google zählt zu den wertvollsten öffentlich gehandelten Unternehmen der Erde. Mutterkonzern Alphabet rangiert derzeit auf dem vierten Rang mit einer Marktkapitalisierung von 3,4 Billionen US-Dollar.

Google verfügt im Internet über eine erhebliche Marktmacht. Allein unter den Suchmaschinen beträgt der Marktanteil rund 90 Prozent. Entsprechend einflussreich ist der US-Gigant.

Google betreibt 2,5 Millionen Server rund um den Erdball. Das Unternehmen weist also eine enorme Expertise im Bereich der digitalen Infrastruktur auf. Deren Sicherheit und Zuverlässigkeit zu gewährleisten, ist einen Mammutaufgabe.

Auf diese Erfahrungen und Strukturen kann Google setzen, wenn es um die Verwahrung von Kryptowährungen geht. Die Masse an Servern möchte der Konzern offenbar bewusst ausspielen. So werden Private Keys in Fragmente getrennt und nur geteilt abgespeichert, um eine möglichst sichere Verwahrung zu gewährleisten.

Zudem könnte Google mit seiner Marktmacht und Reputation dabei helfen, Krypto zu verbreiten und neue Nutzergruppen zu erschliessen.

Bislang sind die US-amerikanischen Finanzdienstleister Fidelity und Coinbase die zwei grössten Anbieter für Verwahrdienstleistungen. Mit Google kommt schon bald ein Unternehmen aus einer ganz anderen Branche hinzu.

Schon im Frühjahr 2027 soll MPC kommerziell verfügbar werden. Informationen über den Preis lassen auf sich warten.

Details zur Funktionsweise des Systems sind hingegen seit 2023 bekannt, als Google das Konzept erstmals der Öffentlichkeit vorstellte. Damals gab Google seinen Kunden einen Hinweis darauf, wie seine Clouddienste genutzt werden könnten, um Krypto erfolgreich zu verwahren.

MPC soll nun allerdings als professioneller Dienst von Google selbst bereitgestellt werden, sodass Kunden nicht länger selbst an der Konstruktion arbeiten müssen.

“Die Einführung digitaler Vermögenswerte und die Tokenisierung befinden sich an einem Wendepunkt. Da regulierte Finanzinstitute zunehmend auf Blockchain-Technologie und Tokenisierung setzen, benötigen sie eine skalierbare, bewährte Infrastruktur, um die Vermögenswerte ihrer Kunden zu schützen”, beschreibt Rich Widmann von Google Cloud.

Diese steigende Nachfrage möchte das Unternehmen mittels MPC bedienen.

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