Nach dem vierten Bitcoin-Halving ging es die vergangenen drei Jahre heiss her rund um den Kryptosektor. Die Industrie ist noch breiter aufgestellt. Viele Firmen sind dazugekommen, viele andere mussten hingegen Insolvenz anmelden. Unrühmliches Paradebeispiel ist hierbei die Insolvenz der Krypto-Börse FTX, die alles andere als eine reguläre Misswirtschaft eines Unternehmens war. Trotz zahlreicher Eskapaden und Rückschläge war der Kryptomarkt im Gesamten ziemlich gut aufgestellt. Bemerkbar machte sich dies am Bitcoin-Kurs, der seit Ende des vergangenen Jahres von 15.000 US-Dollar auf bis zu 30.000 US-Dollar ansteigen konnte. Aktuell notiert BTC bei rund 26.500 US-Dollar. Dennoch scheint mittlerweile vor allem in Europa die Luft auszugehen.

Krypto-Asset-Fonds mit erneutem Geldabfluss

Wie aus dem wöchentlichen CoinShares Digital Asset Fund Flows vom 22. Mai 2023 hervorgeht, floss in der vergangenen Woche rund 32 Millionen US-Dollar aus dem Markt ab. Auch wenn der Abfluss geringer war als in den vergangenen Wochen, ist es schon die fünfte negative Woche in Serie. In diesen fünf Wochen sind rund 232 Millionen US-Dollar aus dem Markt geströmt. Betrachtet man die einzelnen Fonds, sind Bitcoin Fonds mit einem Abfluss von 32 Millionen US-Dollar besonders stark betroffen.Ethereum-Fonds machen hingegen nur eine Million US-Dollar aus. Auch das Handelsvolumen ist mit 900 Millionen US-Dollar rund 40 Prozent unter dem diesjährigen Durchschnitt.

Doch nicht nur Fonds sind betroffen. Auch der Blick auf zentralisierte Krypto-Börsen ist aktuell nicht positiv. “Die Volumina für den breiteren Markt an vertrauenswürdigen Börsen erreichten mit 20 Milliarden Dollar in der Woche den niedrigsten Stand seit Ende 2020”, heisst es im Bericht.

Geldabfluss aus dem Kryptomarkt vor allem in Europa spürbar

Blickt man auf die geographische Verteilung, wird schnell deutlich, dass vor allem Deutschland hervorsticht. Denn von den 32 Millionen US-Dollar, die aus dem Markt geflossen sind, fallen 73 Prozent bzw. rund 24 Millionen US-Dollar auf die deutsche Bundesrepublik. Auch die Schweiz gehört mit 3,3 Millionen US-Dollar zu den Ländern mit dem grössten Geldabfluss. Der starke Geldabfluss in Europa könnte mit kürzlich verabschiedeten MiCA-Verordnung einhergehen.

In Bezug auf die geografischen Regionen dominierte Deutschland die Abflüsse mit 73 % des Gesamtvolumens, was 24 Millionen Dollar entspricht. Abflüsse in Höhe von 3,3 Millionen Dollar wurden auch von in der Schweiz ansässigen institutionellen Fonds verzeichnet. Der Krypto-Exodus erfolgte in der gleichen Woche, in der die europäische Krypto-Gesetzgebung MiCA verabschiedet wurde. Doch wirklich erklären könne man sich diesen Rückgang nicht. Denn auch Short-Krypto-Fonds, also diejenigen mit Wetten auf fallende Kurse, mussten mit Geldabflüssen zurechtkommen. “Es ist unklar, warum es eine so koordinierte negative Stimmung sowohl für Long- als auch für Short-Anlageprodukte gibt”, so die Begründung.

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Viele Anleger laufen Gefahr genau dann in Kryptowährungen zu investieren, wenn die Kurse neue Höchststände erreichen. Um das zu vermeiden, ist der Einstiegspunkt besonders wichtig. In der Vergangenheit hätte es sich besonders gelohnt, in schwachen Marktphasen einzusteigen. Blickt man auf das kommende Bitcoin-Halving im Frühjahr 2024 könnte aktuell tatsächlich einer der besten Möglichkeiten sein, um in den Kryptomarkt einzusteigen. Denn die Kurse und das Volumen sind relativ niedrig, wenn wir auf die bisher erreichten Allzeithochs blicken. Der Kurs wirkt daher also einladend.

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  • Bitcoin
    (BTC)
  • Preis
    $64,313.00
  • Marktkapitalisierung
    $1.27 T

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Ebenso positiv könnte sich die abflachende Inflation auf den Kapital- und Kryptomarkt auswirken. Denn die Notenbanken dürften nicht mehr allzu lang die Zinsen erhöhen. Daher dürften sich Anleger in absehbarer Zeit wieder um alternative Geldanlagen bemühen. Zumal der Immobiliensektor aktuell vor einer grossen Hürde steht.

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