Nach jahrelanger Blockade öffnet Pakistan seine Türen für die Krypto-Branche – und das mit einem klaren politischen Signal. Die pakistanische Zentralbank hat nach acht Jahren Restriktionen entschieden, sogenannten Digital Asset Service Providern (VASP) wieder den Zugang zum Bankensystem zu erlauben. Damit dürfen Krypto-Unternehmen künftig wieder Bankkonten eröffnen und offiziell am Finanzsystem teilnehmen.
Bitvavo, eine der führenden Börsen aus Europa (Niederlanden) mit einer grossen Auswahl an Kryptowährungen. PayPal Einzahlung möglich. Extra für kurze Zeit: 20 Euro Bonus bei Anmeldung über CoinPro.ch
Der Schritt gilt als einer der bedeutendsten Kurswechsel des Landes im digitalen Finanzsektor seit 2018. Damals hatte Pakistan den Zugang für Krypto-Firmen zum Bankensystem praktisch eingefroren. Nun wird diese Sperre aufgehoben – gestützt durch neue gesetzliche Grundlagen.
Krypto-Wende in Pakistan: 8-jähriges Verbot ist Geschichte
Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters bestätigten sowohl die Zentralbank als auch die zuständige Regulierungsbehörde für digitale Vermögenswerte die Entscheidung. Grundlage ist ein neues Gesetz, das in diesem Jahr verabschiedet wurde. Es kombiniert regulatorische Öffnung mit strengen Anti-Geldwäscheregeln und schafft damit erstmals einen klaren rechtlichen Rahmen für Krypto-Unternehmen im Land.
Der Vorsitzende der pakistanischen Digital Asset Regulatory Authority, Bilal bin Saqib, betonte die Tragweite des Schrittes. Sinngemäss erklärte er, dass digitale Vermögenswerte nun endgültig Teil des Finanzsystems würden. Gleichzeitig stellte er klar, dass Banken künftig selbst stärker in der Verantwortung stehen: Risiken müssten überwacht und geprüft werden, während Kundengelder nicht direkt für Krypto-Investitionen verwendet werden dürften.
Interessant: Clarity Act blockiert: Dieser Krypto-Streit spaltet die USA
Damit versucht Pakistan einen Balanceakt: Einerseits soll Innovation gefördert werden, andererseits will der Staat Kontrolle und Stabilität im Bankensektor behalten. Für viele Marktbeobachter ist das ein Versuch, den Anschluss an die globale Krypto-Entwicklung nicht zu verlieren. In den vergangenen Monaten hatte das Land bereits mehrfach signalisiert, dass es seine digitale Strategie neu ausrichtet. So wurden unter anderem Pläne für Bitcoin-Mining-Infrastruktur und KI-basierte Rechenzentren vorangetrieben.
Kooperationen mit Binance und WLFI sorgen für Aufmerksamkeit
Auch internationale Kooperationen sorgten für Aufmerksamkeit: Mit Binance wurde eine Vereinbarung zur Tokenisierung von Vermögenswerten im Umfang von rund zwei Milliarden US-Dollar getroffen. Zusätzlich wurde laut Berichten eine weitere Partnerschaft mit dem Trump-nahen Unternehmen World Liberty Financial geschlossen. Ziel dieser Zusammenarbeit ist die Nutzung von Stablecoins für grenzüberschreitende Zahlungen – ein Bereich, der in Schwellenländern zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Passend zum Thema: WLFI eine Betrugsmasche? Darum werden Vorwürfe gegen die Trumps laut
Der aktuelle Schritt der Zentralbank könnte nun den entscheidenden Hebel darstellen, um Pakistan stärker in die globale Krypto-Ökonomie einzubinden. Experten sehen darin sowohl eine wirtschaftliche Chance als auch ein regulatorisches Experiment mit offenem Ausgang. Fest steht: Mit der Öffnung des Bankensektors für Krypto-Unternehmen positioniert sich Pakistan neu auf der digitalen Landkarte. Aus einem Land mit striktem Verbot wird innerhalb weniger Jahre ein Markt, der gezielt auf Blockchain, Tokenisierung und digitale Finanzsysteme setzt. Wie stabil dieses neue Gleichgewicht zwischen Regulierung und Innovation ist, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. (mck)
