Totgesagte leben länger. Kaum ein Sprichwort passt besser auf die Geschichte von Ripple und dem XRP-Token. Über Jahre hinweg wurde die Kryptowährung von der US-Börsenaufsicht SEC in die Mangel genommen, von Börsen delistet und von vielen Privatanlegern als „Zombie-Coin“ abgeschrieben. Doch im Februar 2026 zeichnet sich ein anderes Bild ab. Während der breite Kryptomarkt eine Verschnaufpause einlegt, generiert XRP plötzlich wieder Volumen und Aufmerksamkeit. CoinPro.ch analysiert, was hinter dieser Renaissance steckt und ob die ewigen Versprechen einer Banken-Adoption nun endlich Realität werden.

Um die aktuelle Dynamik zu verstehen, muss man den Blick von den reinen Preiskurven lösen und auf die fundamentale Infrastruktur schauen. Lange Zeit war das Hauptnarrativ von XRP die reine Spekulation auf den Ausgang des Rechtsstreits mit der SEC. Dieser ist nun Geschichte und hat einer regulatorischen Klarheit Platz gemacht, die XRP zu einem der wenigen „rechtssicheren“ Assets macht. Diese Sicherheit ist das Fundament, auf dem institutionelle Investoren im Jahr 2026 bauen. Das “Smart Money” sucht nicht mehr nach dem schnellen Hype, sondern nach verlässlichen Rahmenbedingungen für den milliardenschweren Zahlungsverkehr.

Der Treibstoff: RLUSD und die Liquidität

Ein wesentlicher Treiber der aktuellen Entwicklung ist die strategische Neuausrichtung von Ripple Labs hin zu Stablecoins. Mit der Etablierung des Ripple USD (RLUSD), der mittlerweile eine Marktkapitalisierung von über 1.5 Milliarden Dollar erreicht hat, hat sich die Ökonomie des XRP Ledgers (XRPL) grundlegend gewandelt. Früher musste jede Bank, die das Netzwerk nutzen wollte, die Volatilität von XRP als Brückenwährung fürchten. Heute dient der Stablecoin als wertstabiles Vehikel für den Transfer, während XRP im Hintergrund für die Transaktionsgebühren und als Liquiditätsanker genutzt wird.

Diese Symbiose löst eines der grössten Probleme, das Banken bisher hatten: Sie wollten die Geschwindigkeit der Blockchain, aber nicht das Risiko schwankender Kurse in ihren Bilanzen. Durch die tiefe Integration von RLUSD in das Ökosystem entsteht eine organische Nachfrage nach XRP. Wenn grosse Finanzdienstleister Liquiditätspools nutzen, um Dollar in Euro oder Yen in Franken zu tauschen, geschieht dies nun effizienter denn je auf der XRP-Infrastruktur. Aktuelle Berichte über die vollständige Integration von RLUSD auf grossen Handelsplattformen wie Binance unterstreichen diesen Trend zur Massentauglichkeit.

Der Mythos SWIFT und die Realität der ISO 20022

Seit Jahren geistert das Gerücht durch die Foren, XRP werde das klassische SWIFT-System vollständig ersetzen. Diese Vorstellung war immer überzogen, doch im Jahr 2026 sehen wir eine interessante Annäherung. Anstatt SWIFT zu zerstören, integriert sich die Ripple-Technologie zunehmend in die bestehenden Standards. Der globale Zahlungsverkehrsstandard ISO 20022 ist mittlerweile weitestgehend implementiert, und XRP war eine der ersten Blockchains, die diesen Standard erfüllte.

Das bedeutet in der Praxis, dass traditionelle Bankensysteme und die Blockchain nun endlich dieselbe Sprache sprechen. Aktuelle Spekulationen über Treffen zwischen Ripple-Führungskräften und SWIFT-Vertretern in Miami heizen die Stimmung zusätzlich an. Auch wenn offizielle Bestätigungen für eine tiefe Kooperation noch ausstehen, ist die Richtung klar: Die Vision ist nicht mehr die Revolution, die alles Vorherige niederbrennt, sondern die Evolution, die bestehende Systeme schneller und günstiger macht. Genau dieser pragmatische Ansatz sorgt bei konservativen Vermögensverwaltern aktuell für Zuflüsse.

Die ETF-Fantasie und institutionelle Zuflüsse

Neben der technologischen Nutzung spielt auch die Finanzprodukt-Ebene eine massive Rolle. Nachdem Bitcoin- und Ethereum-ETFs den Weg geebnet haben, ist der XRP-Spot-ETF im Jahr 2026 Realität geworden. Anbieter wie Franklin Templeton und Bitwise verzeichnen kontinuierliche Zuflüsse. Im Gegensatz zu den oft volatilen Bewegungen der Privatanleger sorgt dies für eine “Floor-Liquidity” – einen Preisboden, der durch institutionelles Halten gestützt wird.

Analysten von Standard Chartered und anderen Grossbanken rücken XRP wieder verstärkt in den Fokus, wobei Kursziele von 3 bis 8 Dollar für das Jahr 2026 diskutiert werden. Diese Prognosen stützen sich auf die Annahme, dass XRP einen signifikanten Teil des Volumens von SWIFT (geschätzt bis zu 14% innerhalb der nächsten Jahre) abgreifen könnte. Auch wenn solche Zahlen mit Vorsicht zu geniessen sind, zeigt allein ihre Existenz in renommierten Finanzmedien, dass XRP im institutionellen Sektor endgültig angekommen ist.

Merkmal / Kennzahl Status / Wert (Feb. 2026)
ISO 20022 Status Vollständig konform (Mitglied des Gremiums)
RLUSD Marketcap > 1.52 Milliarden USD (Wachsend)
Transaktionsgeschwindigkeit 3 – 5 Sekunden bis zur Finalität
Durchsatz (Skalierbarkeit) ~ 1’500 Transaktionen pro Sekunde (TPS)
Durchschnittliche Gebühr 0.00001 XRP (Bruchteile eines Cents)
Primärer Use-Case Cross-Border Settlement & Banking Bridge
ETF Status (USA) Spot-ETFs zugelassen & aktiv (z.B. Bitwise, Franklin Templeton)
Wichtige Partner 2026 SBI Holdings, Aviva Investors, Standard Chartered

Fazit

Für Investoren in der Schweiz und Deutschland ist die aktuelle Lage besonders spannend. Die Schweiz hat sich mit ihrer klaren Haltung der FINMA und dem DLT-Gesetz schon früh als sicherer Hafen für Krypto-Unternehmen etabliert. Viele Schweizer Banken integrieren XRP bereits in ihre Custody-Lösungen. In Deutschland sorgt die zunehmende Regulierung durch die MiCA-Verordnung ebenfalls für ein sichereres Umfeld, was XRP als “reguliertes” Asset besonders attraktiv für institutionelle Portfolios macht.

Wer über ein Investment nachdenkt, sollte jedoch die Risiken nicht ausblenden. Trotz der positiven Nachrichten bleibt XRP ein Asset, das stark von der globalen Zinspolitik und der weiteren Adoption durch Grossbanken abhängt. Die Konkurrenz schläft nicht, und Projekte wie Stellar (XLM) oder neue Stablecoin-Infrastrukturen buhlen ebenfalls um denselben Markt.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Gerüchte um die Banken-Adoption haben im Jahr 2026 eine solidere Basis als je zuvor. Es geht weniger um “To the Moon”-Parolen, sondern um Integration und echte Anwendungsfälle. XRP wandelt sich vom Rebell zum seriösen Infrastruktur-Player. Für Anleger in der DACH-Region bedeutet dies: XRP gehört mehr denn je auf die Watchlist, insbesondere wenn man an die langfristige Verschmelzung von traditionellem Bankwesen und Blockchain-Technologie glaubt.

Jetzt XRP beim Testsieger kaufen:

Bitvavo, eine der führenden Börsen aus Europa (Niederlanden) mit einer grossen Auswahl an Kryptowährungen. PayPal Einzahlung möglich. Extra für kurze Zeit: 26 Euro Bonus bei Anmeldung über CoinPro.ch

98%

5.0 out of 5.0 stars5.0

Bewertung lesen

Jetzt Beitrag teilen