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Schweiz: Steuerzahlungen im Kanton Zug mit Bitcoin und Ether möglich

von Lemmy

Im Kanton Zug kann man neu Steuern mit Bitcoin und Ethereum zahlen. Das Kanton arbeitet heirfür mit Bitcoin Suisse zusammen.

Panoramabild von Zug, Schweiz

Zukünftig werden die Bürger*innen im Kanton Zug ihre Steuern mit Kryptowährungen zahlen können – mit Bitcoin (BTC) und Ether (ETH). Am 17. Februar 2021 hat Bitcoin Suisse, ein Schweizer Krypto-Unternehmen bekanntgegeben, dass es als offizieller Partner für den neuen Zahlungsweg für Steuern fungieren wird. Eine Bestätigung wurde auch auf der Webseite der Kantonsregierung von Zug veröffentlicht. Bereits im September 2020 hatte Kanton Zug angekündigt, dass sich die Umsetzung der Steuerzahlungen mit Kryptowährungen in Arbeit befindet. Damit macht der Kanton seinem Namen Crypto-Valley wieder alle Ehre.

Kantonsregierung schon lange an Kryptowährungen interessiert

Der Kanton Zug wird wegen der offenen Haltung gegenüber Kryptowährungen als Schweizer Crypto Valley bezeichnet. Sowohl Stadt- als auch Kantonregierung sind schon lange an Zahlungen via Kryptowährungen interessiert. Bereits im Mai 2016 hatte die Stadt Zug ein Pilotprojekt gestartet, in dem öffentliche Dienstleistungen mit Bitcoin bezahlt werden können.

Zug ist allerdings nicht die erste Schweizer Region, die Steuerzahlungen mit Kryptowährungen anbietet. Diesen Weg eröffnete die Gemeinde Zermatt aus dem Kanton Wallis bereits im Januar 2020, auch in Zusammenarbeit mit der Bitcoin Suisse.

QR-Code scannen und bequem Steuern zahlen

Wer seine Steuern mit Bitcoin oder Ether bezahlen möchte, dem wird der dafür notwendige QR-Code von der Finanzbehörde per Mail zugestellt. Die Zahlungen werden durch den lokalen Dienstleister Bitcoin Suisse abgewickelt. Dabei wird das Krypto-Geld in Franken umgewandelt, wodurch keine Risiken für den Staatssäckel entstehen. Die Offenheit für die schöne Krypto-Welt trug zu einem echten Ansiedlungs-Boom in Zug bei. Vitalik Buterin, der Erfinder von Ethereum, liess sich im Kanton Zug bereits im Jahr 2014 nieder. Der liberale Regulierungsansatz war jedoch der entscheidendste Punkt.

Anzahl der Blockchain-Start-ups in der Schweiz steigt

Viele neue Start-ups, die sich mit der Blockchain-Technologie befassen, sind nach einer Marktbereinigung im Jahr 2018 in die Schweiz und Liechtenstein gekommen. Im ersten Halbjahr 2020 ist die Anzahl neuer Start-ups auf 919 gestiegen, darunter:

  • 439 in Zug
  • 161 in Zürich
  • 84 in Liechtenstein
  • 49 in Genf
  • 44 in Tessin

Die 50 grössten Firmen brachten es auf ca. 30 Milliarden Euro Marktkapitalisierung Mitte 2020. Das Gros dieser Summe entfiel auf Ethereum.

Schweiz verfügt über die fortschrittlichste Blockchain-Regulierung

Das Parlament in Bern stimmte im September vergangenen Jahres für die Anpassung des Bundesrechts an Technikentwicklungen verteilter elektronischer Register. Dadurch kann von diesem Jahr an die Distributed Ledger Technologie (DLT) freie Anwendung finden und alle etlichen rechtlichen Hürden sind weggefallen.

Die DLT ermöglicht die Buchführung mit Teilnehmern, die sich untereinander nicht kennen sowie eine gemeinsame Datenverwaltung und einen elektronischen, direkten Wertetransfer innerhalb dieses Netzwerks. In diesem System wird keine zentrale Instanz wie eine Bank benötigt. Die Schweiz verfügt mit dem neuen Regelwerk über die weltweit fortschrittlichste Blockchain-Regulierung.

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