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Schweizer Finma erteilt zwei Krypto-Banken die Lizenz

von Paul

Mit Seba Crypto und Sygnum erhalten zwei Krypto-Banken die Banklizenz der eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) gleichzeitig.

Schweizer Finma erteilt gleich zwei Krypto-Banken die Lizenz

Es ist soweit. Die Crypto-Nation Schweiz bekommt ihre ersten offiziellen Kryptobanken. Die Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA erteilt ihre Bewilligungen mit der Bank- und Effektenhändlerlizenz. Was am Ende zwischen mehreren Anwärtern ein wenig nach Wettbewerb aussah, löste die FINMA elegant: Denn sie erteilt direkt zwei Anwärtern die Lizenz. Zu den glücklichen Krypto-Banken zählt Sygnum und Seba Crypto. Diese zwei Institute sind damit offiziell die ersten Krypto-Banken für digitale Assets mit einer unabhängig kontrollierten, skalierbaren und zukunftssicheren Banklösung der Schweiz. Ein Meilenstein rund um Banking mit Kryptowährungen und Digital Assets für Dienstleistungen für institutionelle und professionelle Kunden.

Die FINMA selbst schreibt dazu:

Die Aufnahme der Geschäftstätigkeit ist wie üblich mit verschiedenen Bedingungen und Auflagen verknüpft, welche einen geordneten Geschäftsaufbau sicherstellen sollen. Bei der Beaufsichtigung der beiden Institute wendet die FINMA auch die in der heute veröffentlichten Aufsichtsmitteilung aufgeführten Grundsätze an.

In der erwähnten Mitteilung sind ein paar Eckpunkte spannend für die künftige Regulierung rund um blockchainbasierte Geschäftsmodelle. So anerkennt die FINMA grundsätzlich das innovative Potential von neuen Technologien für die Finanzmärkte, aber sie dürften nicht den bewährten regulatorischen Rahmen umgehen. Dies scheint logisch und auch sehr sinnvoll, denn Regulierung hilft auch, die schwarzen Schafe, die eine ganze Branche in Verruf bringen können, auszusortieren. Daher nimmt die FINMA auch nochmals direkt Bezug zu den allseits bekannten Vorwürfen rund um Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung. Hier müssen die bestehenden Regeln gelten und zur Anwendung kommen, gerade weil die Anonymität erhöhte Risiken mit sich bringt. Die Schweiz hat deshalb Token bereits bisher als Vermögenswerte behandelt und das Geldwäschereigesetz auf Blockchain-Dienstleister angewandt. So müssen beispielsweise Dienstleister ihre Kunden identifizieren, die wirtschaftlich Berechtigten feststellen, die Geschäftsbeziehungen risikoorientiert überwachen und bei begründetem Verdacht auf Geldwäscherei eine Verdachtsmeldung an die Meldestelle für Geldwäscherei (MROS) erstatten.

Was nach viel Beamtendeutsch klingt, ist richtig und wichtig auf dem Weg die Krypto-Branche weiter zu etablieren, aber geltendes Recht nicht zu verletzen. Die Schweizer Behörde reiht sich daher weiter ein, dem guten Ruf der Schweiz rund um Blockchain und Krypto weiter Vortrieb zu leisten.

Zur Meldung von Sygnum

Die vollständige FINMA Aufsichtsmitteilung zum Zahlungsverkehr auf der Blockchain

Gleichzeitige Bewilligung – änhliche Ideen?

Nach aussen ist es natürlich schwierig, aber mit der gleichzeitigen Bewilligung scheint es so, als wollte die Finanzaufsicht damit sicher gehen, dass keine Bank bevorteilt wird durch einen früheren Markteintritt und die Wettbewerbschancen intakt sind. Auch in Zukunft wird dieser Fakt spannend: Wie werden sich die beiden Anbieter im Gleichschritt entwickeln? Denn inhaltlich-strategisch scheinen doch einige Gemeinsamkeiten offensichtlich. Unterstützt von einigen Investoren-Millionen wollen beide Lücken schliessen, die sich zwischen konventionellen und digitalen Banking ergeben haben. Von daher wird es spannend, die nächsten Entwicklungsschritte der zwei Neo-Krypto-Banken hier in der Schweiz zu beobachten. Seba beispielsweise hat bereits vor Vormonaten eine Kooperation mit der Traditionsbank Julius Bär vereinbart, die im Falle der Erteilung der Banklizenz zum Tragen kommt. Dabei erwirbt Julius Bär eine Minderheit am Unternehmen. Auf der anderen Seite sollen Julius Bär-Kunden in naher Zukunft Zugang zu einer neuen Dienstleistungspalette für digitale Vermögenswerte erhalten.

Sygnum wiederum erhofft sich in Singapur eine Lizenz für Kapitalmarktdienstleistungen von der Aufsicht MAS. Auch diese Neo-Bank kann auf namhafte Partner in Form von Swisscom und der Deutschen Börse zählen. Die Zutaten sind also da. Es bleibt spannend, was für ein Menü angerichtet wird.

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