Traditionshaus trifft Newcomer: Es tut sich etwas am Schweizer Bankenmarkt hinsichtlich digitaler Vermögenswerte und Kryptowährungen. So gab Bank Julius Bär nun bekannt, dass in Verbindung mit ihrer Beteiligung an SEBA Crypto AG (SEBA) eine Zusammenarbeit geplant ist um den Bär-Kunden Zugang zu einer neuen Dienstleistungspalette für digitale Vermögenswerte gewähren. SEBA selbst sieht sich selbst als Pionier und möchte die erste Krypto-Bank der Schweiz werden mit der Zusammenführung des traditionellen Bankengeschäfts und der Krypto-Finanzwelt. Dafür hat sie bereits im letzten Herbst bei der FINMA (Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht) eine Banklizenz beantragt. Dafür kooperiert sie bereits mit der Hypothekarbank Lenzburg (wir berichteten bereits darüber).

Julius Bär mit Minderheitsbeteiligung

So ist das traditionsreiche Bankenhaus aus Zürich bereits seit 2018 mit einer Minderheitsbeteiligung selbst als Investor bei SEBA aktiv. Im Rahmen dieser Beteiligung wurde nun eine enge Zusammenarbeit vereinbart. Primär geht es darum, die innovative Plattform zu nutzen und natürlich vom Knowhow und Wissen der SEBA in Bereich digitale Vermögen und Kryptowährungen zu profitieren.

Das Ziel formuliert Julius Bär dabei klar in Richtung Kunden: Sie möchte die Lösungen in diesem Bereich ihren Privat-Kunden und Anlegern zur Verfügung stellen. Denn dort hat die Bank eine steigende Nachfrage identifiziert, die man unbedingt bedienen möchte. Genauer gesagt geht es darum, Dienstleistungen zur Speicherung, Transaktion und Anlage digitaler Vermögenswerte anzubieten. So äussert sich auch Peter Gerlach, Head Markets bei Julius Bär:

Bei Julius Bär sind wir überzeugt, dass digitale Vermögenswerte zu einer etablierten nachhaltigen Anlageklasse im Portfolio eines Anlegers werden. Die Investition in SEBA und die starke Partnerschaft sind Beleg für Julius Bärs Engagement im Bereich der digitalen Assets und des Bestrebens, unseren Kunden zukunftsweisende Innovationen verfügbar zu machen.

Vorbehaltlich der Erteilung der FINMA-Lizenz

Im Moment ist die Vereinbarung allerdings noch nicht operativ, da diese erst mit allfälligen Erteilung der FINMA-Lizenz in Kraft treten wird. Davon gehen aber beide Seiten stark aus und rechnen in Kürze mit der Lizenz. Denn ein regulierter Player hilft Vertrauen für das Thema zu schaffen und damit auch weiter an der Etablierung in der Gesellschaft zu arbeiten.

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