Die Kryptowelt ist sehr schnelllebig. Projekte, die im Bullrun 2017/2018 zu den vielversprechendsten im gesamten Sektor gehörten, sind heute nicht mehr der Rede wert. In diesem Bullrun sorgte damals auch Cardano (ADA) wie aus dem Nichts für Furore. Der Kurs der Kryptowährung stieg immer weiter an.

Das bessere Ethereum sollte es sein – angetrieben von Ethereum-Mitbegründer Charles Hoskinson schien ADA auf einem guten Weg zu sein. Bisher ist dies nicht geschehen. ADA verlor nach Ende des Bullruns rund 95 Prozent seines Wertes. Das ist jedoch kein Indiz für fehlende Qualität im Projekt. Denn nahezu alle Kryptowährungen haben fast ihren gesamten Marktwert in der Bärenphase einbüssen müssen. Daher möchten wir uns in diesem Fall nicht mit der damaligen Preisentwicklung aufhalten.

Cardano
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Mit welchen Projekten konkurriert Cardano?

Cardano konkurriert als Smart Contract-Plattform mit Projekten wie Ethereum (ETH), Solana (SOL), Polkadot (DOT) oder Avalanche (AVAX). Der Markt ist hart umkämpft.

Aktuell hat Ethereum die Nase klar vorn. Das liegt allerdings weniger daran, dass Ethereum technisch das stärkste Projekt ist, sondern an der Marktpräsenz und dem sogenannten Netzwerkeffekt. Da Ethereum die erste Plattform dieser Art war, laufen auf dem Netzwerk auch die meisten dezentralen Anwendungen.

Hier hat sich jedoch die Gebührenstruktur in der Vergangenheit negativ bemerkbar gemacht. Der Grund dahinter ist schnell erklärt: Die Transaktionen werden im Netzwerk nicht in chronologischer Reihenfolge bearbeitet, da sich die Miner die Transaktionen selbst aussuchen dürfen. Zwar geben die Sender von Ether die Gebühren bei der Transaktion selbst an, die Miner bearbeiten jedoch bevorzugt die Transaktionen mit einer höheren Gebühr. Damit die eigene Transaktion schneller ausgeführt wird, sind immer mehr Leute dazu bereit, höhere Gebühren zu zahlen. So kann es durchaus passieren, dass eine Transaktion gar nicht von den Minern bearbeitet wird.

Das ist nur eine der Schwierigkeiten, mit denen Ethereum aktuell kämpft. Das Team rund um Vitalik Buterin wird mit dem Upgrade auf Ethereum 2.0 insbesondere das Skalierungsproblem (voraussichtlich) lösen. Gerade deshalb haben neben Ethereum auch andere Projekte wie Cardano ihre Daseinsberechtigung.

Was ist das Konzept von Cardano?

Cardano verfolgt als Plattform für dezentrale Anwendungen (dApps) das gleiche Ziel wie Ethereum. Während auf Ethereum bereits tausende von Applikationen aktiv sind, sieht die Lage bei Cardano anders aus. Cardano kommt technisch im Gegensatz zu Konkurrenten wie Solana oder Polkadot deutlich langsamer voran. Woran liegt das?

Der Hauptgrund hierfür sind die Peer-Reviews. Bei Cardano steht die wissenschaftliche Arbeit im Vordergrund. Das bedeutet, dass das Entwicklerteam stets alle Ideen und Vorschläge wissenschaftlich aufarbeitet, diskutiert und testet, bevor es zur endgültigen Implementierung kommt.

Cardano möchte also bei der Implementierung bereits das bestmögliche Modell bieten. Im Anschluss ist es oft mit einem grösseren Aufwand verbunden, wenn am Protokoll wichtige Elemente geändert werden müssen. Das zeigt das Beispiel von Ethereum eindrucksvoll.

Zudem geht Cardano vor allem Partnerschaften mit Regierungen und Bildungseinrichtungen ein. Das macht Cardano zu einem der seriösesten Anbieter. Das Team von Charles Hoskinson zeigt zudem besonders starkes Engagement in afrikanischen Ländern wie Äthiopien. Hier könnte sich dadurch auch Cardano durchsetzen.

Ist Cardano besser als Ethereum?

Ethereum hat den First-Mover-Vorteil, da es einige Jahre früher auf den Markt kam, was zu einer hohen Anfangsakzeptanz geführt hat. Der Vorteil von Cardano liegt darin, dass es aus den Fehlern von Tausenden von früheren Projekten gelernt hat, um eine zukunftssichere Lösung zu entwickeln. Das ist jedoch bisher fast ausschliesslich Theorie. Bis ein Endurteil getroffen werden kann,

Wie ist der aktuelle Stand bei Cardano?

Wir möchten nun einen kleinen Einblick über den aktuellen Stand bei Cardano geben. Auch wenn dieser zunächst etwas negativ wirkt, ist auch bei Cardano aktuell viel Bewegung.

Der Kurs

Aktuell notiert ADA bei 1,66 US-Dollar. Das sind immerhin sieben Prozent mehr als noch vor einer Woche, dennoch ist ein klar negativer Trend erkennbar. Am 2. September 2021 war der Kurs von ADA auf 3,02 US-Dollar angestiegen. Damit war Cardano zeitweise die drittwertvollste Kryptowährung auf dem Markt.

Davon ist ADA mittlerweile wieder weit entfernt. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 55 Milliarden US-Dollar ist ADA zudem nur noch auf Platz sechs der wertvollsten Kryptowährungen.

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Technische Umsetzung

Technisch überzeugen konnte Cardano zuletzt am 12. September 2021 mit dem Alonzo Update. Damit sind Smart Contracts auf der Cardano-Plattform endgültig Realität. Darauf hatten Entwickler rund vier Jahre warten müssen. Diejenigen, die jedoch schnell mit zig tausend Applikationen auf der Blockchain gerechnet hatten, müssen sich jedoch weiterhin in Geduld üben.

Für die Benennung der Phasen hat sich Cardano für Philosophen entschieden. So heißen die aktuellen Phasen Byron, Shelley, Goguen, Basho und Voltaire. Aktuell läuft die Goguen-Phase auf Hochtouren.

Nutzerzahlen

Spätestens an der Nutzerzahlen sieht man, dass weiterhin sehr viele Menschen in ADA ein gutes Investment sehen. So gibt es mittlerweile bereits rund 990.000 Staking-Pools. Zudem werden über 70 Prozent der ADA-Token gestaked? Das hat langfristig eine positive Auswirkung auf den Kurs.

Auch wenn durch das Staking die Umlaufmenge an ADA Token erhöht wird, hat das Staking zur Folge, dass viele Coins gelocked sind. Durch die Sperrung sind automatisch weniger ADA-Token im Umlauf. Bei steigender Nachfrage führst dies bei einem begrenzten Angebot zu einem deutlichen Kursplus.

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