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Smart Contracts im Tourismus: Wie könnte die Zukunft aussehen?

von Redaktion CoinPro.ch

Die Digitalisierung hat den Tourismus erreicht. Neben Kryptowährungen können Smart Contracts die Effizienz vor und während der Reise verbessern.

Smart Contracts im Tourismus: Wie könnte die Zukunft aussehen?

Keine Frage: die Digitalisierung hat den Tourismus in der jüngeren Vergangenheit stark verändert. Viele Urlauber buchen ihren Urlaub mittlerweile nicht mehr im Reisebüro, sondern im Internet. Vor Ort am Reiseziel nutzt man das Handy für Sightseeing-Tipps oder als Übersetzer für die Kommunikation oder bucht Ausflüge bequem über Apps wie GetYourGuide.

Doch das ist nur der Anfang. Denn die flächendeckende Integration von Blockchain-Lösungen wie Smart Contracts könnte die Art und Weise, wie wir einen Flug nach Mallorca, ein Ferienhaus in Ligurien, ein Hotel in Paris oder eine private Sightseeing-Tour durch London buchen, nachhaltig verändern.

Klingt nach spannenden Aussichten – deswegen schauen wir uns potenzielle Anwendungsfälle von Smart Contracts im Tourismusbereich auch anhand eines konkreten Beispiels einmal genauer an und blicken darüber hinaus auf weitere Möglichkeiten, wie Blockchain-Lösungen die Tourismusbranche verändern könnten.

Wie könnten Smart Contracts im Tourismus aussehen?

Ob man nun vor Ort im Reisebüro oder über das Internet bucht: die Reisebranche funktioniert aktuell in den seltensten Fällen über direkte Buchungen, sondern nur über Mittelsmänner wie eben das klassische Reisebüro oder Internetportale wie Booking.com oder Airbnb.

Diese zwischengeschalteten Instanzen sollen dabei auf Seiten des Verbrauchers zum einen eine sichere Transaktion mit dem eigentlichen Anbieter ermöglichen und zum anderen als zusätzlicher Vertrauensfaktor dienen, bevor ein Vertrag mit einer im Grunde unbekannten Gegenpartei geschlossen wird. Wir finden, dass das ziemlich genau nach dem Use Case für eine Blockchain-Lösung klingt…

Doch unabhängig davon stellt sich die Frage, warum ein seit Jahrzehnten bewährtes System überhaupt verändert bzw. durch eine neue Lösung ersetzt werden sollte. Die Antwort darauf ist recht einfach: weil Verbraucher dadurch bares Geld sparen. Denn aktuell erhalten die bereits erwähnten Zwischenhändler Provisionen von 5, 10 oder gar 25 Prozent des Gesamtpreises – was letztendlich die Kosten für den Verbraucher erhöht.

Mit Hilfe von Smart Contracts könnten diese Zwischenhändler in Zukunft nicht mehr nötig sein und Verbraucher könnten damit bei der Buchung von Flügen, Reisen, Mietwägen und Co. in Zukunft sparen. Wie das konkret aussieht, wollen wir uns am Beispiel einer Ferienhausbuchung anschauen.

Beispiel: Miete eines Ferienhauses in Ligurien

Mit der einmaligen Lage zwischen dem als Badeparadies bekannten Tyrrhenischen Meer auf der einen und den imposanten Seealpen auf der anderen Seite, gilt Ligurien als eines der vielfältigsten Reiseziele in Italien.

Nehmen wir an, dass wir uns selbst von der Schönheit der Region überzeugen und dazu ein Ferienhaus in Ligurien mieten wollen. Heutzutage würden wir das mit hoher Wahrscheinlichkeit über ein spezialisiertes Buchungsportal im Internet machen. Das hat den Vorteil, dass man dann davon ausgehen kann, an einen seriösen Vermieter zu gelangen und keine unangenehmen Überraschungen nach der An- oder vor der Abreise erleben zu müssen.

Gleiches könnte man in Zukunft jedoch auch mit Smart Contracts erreichen. Da diese zum einen als sehr fälschungssicher und zum anderen als neutral gelten, tritt die Vertrauensbasis zwischen den einzelnen Vertragsparteien in den Hintergrund. Dadurch wären Drittparteien als gemeinsame Vertrauensbasis wie im obigen Beispiel nicht mehr nötig. Der Vertrag könnte stattdessen guten Gewissens direkt zwischen dem Mieter und dem Vermieter der Ferienwohnung geschlossen werden. Der größte Vorteil dabei: beide Seiten müssen keine Provision an eine Dritte Partei zahlen.

Smart Contracts werden mit hoher Wahrscheinlichkeit für, einige zum Teil tiefgreifende, Änderungen in der Tourismusbranche sorgen. Doch auch andere Blockchain-basierte Technologien könnten die Art und Weise, wie wir unseren Urlaub buchen, schon bald verändern.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain im Tourismus

Die Einsatzmöglichkeiten der Blockchain-Technologie in der Tourismusbranche beschränken sich bei weitem nicht allein auf die Buchung von Hotels, Ferienhäusern oder Flügen. Vielmehr arbeiten von Startups bis zu etablierten Unternehmen aktuell nahezu alle Player in der Touristik fieberhaft daran, die Branche nachhaltig zu verändern.

So entwickelt das Estische Startup DeskBell zum Beispiel eine auf der Blockchain basierende App, die Hotelgästen massgeschneiderte Angebote und Dienstleistungen empfehlen soll.

Apropos Empfehlungen: wer in einer fremden Stadt oder einem fremden Land auf Entdeckungstour gehen möchte, der ist um jeden authentischen Tipp von einem Local dankbar. Doch wie kommt man mit eben diesen in Kontakt? Genau darum kümmert sich das Startup “Cool Cousin”, das mit seiner Blockchain-basierten Technologie Touristen mit Locals verbinden will, um diesen ein möglichst authentisches Urlaubserlebnis zu ermöglichen.

Doch auch Marktführer wie TUI wollen sich die Blockchain zu Nutze machen, um sich für die Zukunft zu wappnen. Mit dem Dienst “BedSwap” sollen etwa Buchungen so verteilt werden, dass Hotelketten möglichst nahe an eine 100%-ige Auslastung gelangen.

Ob man nun einen günstigen Flug nach Mallorca buchen, sich einen Reiseführer für Rom organisieren oder ein Ferienhaus in Ligurien mieten möchte: Blockchain-Technologien wie Smart Contracts werden die Art und Weise, wie wir unseren Urlaub buchen und gestalten mit Sicherheit nachhaltig verändern.

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